Wijk aan Zee - Sieger und Verlierer
Zwei Runden vor Schluss steht Armeniens Vorkämpfer Levon Aronian knapp vor einem weiteren großen Erfolg seiner Karriere. Aronian schaltet mit einem Sieg gegen Karjakin, dem Fünften im Turnier, seinen lezten verbleibenden Konkurrenten aus und ist mit 7 Punkten und eineinhalb Zählern Vorsprung auf Giri, Caruana, Dominuez und Karjakin praktisch nicht mehr einholbar. Auf der anderen Seite der Tabelle gibt es große Verlierer. Deutschlands Arkadij Naiditsch katapulitert sich mit 1,5 Punkten aus 9 Partien aus dem elitären Kreis der 2700-er. Boris Gelfand liegt mit vier Niederlagen und noch ohne Sieg am vorletzten Platz. Drittletzter ist die Nummer 3 der Weltrangliste Hikaru Nakamura. Der Veranstalter spielt diesmal einzelne Runden in anderen Orten Hollands, so wurde die gestrige 9. Runde in Eindhoven gespielt. Wegen der Reisestrapazen gibt es davor und heute jeweils einen Ruhetag. Die letzten beiden Runden der Masters-Gruppe folgen daher am Wochenende. (wk, Foto: ChessBase)
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Levon Aronian setzt beim Tata Steel in der Masters-Gruppe die Maßstäbe. Nach 7 von 11 Runden führt der Armenier mit 5,5 Punkten vor Giri und Karjakin mit je 4,5. Sein beeindruckendes Spiel macht ihn wohl zum Favoriten für das kommende Kandidatenturnier. Weniger gut verläuft es für die aktuelle Nummer 3 der Weltrangliste, Hikaru Nakamura. Der Amerikaner verliert gegen Aronian und gestern gegen Van Wely. Auf der Habenseite steht "nur" ein Sieg gegen Naiditsch. Deutschlands Nummer 1 liegt mit drei Remisen und vier Niederlagen am Tabellenende. Zwischen ihm und Nakamura liegt Boris Gelfand. Dem letzten WM-Finalisten läuft es in Wijk diesmal mit bereits drei Niederlagen und noch ohne Sieg gar nicht. Immerhin erkämpft er gestern ein Remis gegen Aronian. Auffallend ist der "Carlsen-Effekt". Immer öfter greifen die Spieler zu ungewöhnlichen Eröffnungen. So bringt beispielsweise Caruana in einer Wiener Partie Giri früh zum Nachdenken. Mister Kreativ des Turneres ist aber der Ungar Richard Rapport. Er bringt ihn jeder Partie etwas originelles, wie gestern mit Df3 in der Hauptvariante von Caro-Kann. (wk, Foto: ChessBase)
Levon Aronian zeigt sich beim Tata Steel in Wijk aan Zee in guter Form. Der Weltranglistenzweite besiegte gestern Hikaru Nakamura, seinen unmittelbaren Nachbarn in der aktuellen Eloliste, und übernimmt mit drei Punkten aus vier Partien die alleinige Führung vor Harikrishna, Karjakin, So und Giri. In der dritten Runde gab es Siege von Harikrishna gegen Dominuez und Caruana gegen Karjakin. Nach einem Ruhetag wurde gestern die vierte Runde im Amsterdamer Rijksmuseum ausgetragen. Neben Aronian gab es noch zwei weitere Sieger des Tages. Karjakin besiegt den Ungarn Richard Rapport, der diesmal eine Nebenvariante im Winawer-Franzosen ausprobierte und Dominuez quetscht in einem Endspiel mit ungleichen Läufern gegen Caruana in der längsten Partie des Tages den ganzen Punkt aus der Stellung. (wk, Foto: ChessBase)
Nach zwei Runden führen beim Tata Steel in Wijk aan Zee in der Master-Gruppe fünf Spieler mit je 1,5 Punkten. Im Schlager der Runde besiegt Levo Aronian, der Armenier ist aktuell Nummer 3 der Weltrangliste, den Italiener Fabiano Caruana (6.). Schlecht gestartet sind mit je zwei Niederlagen Gelfand und Naiditsch. Der Deutsche verliert gestern gegen Giri, Gelfand gegen den jungen Ungarn Richard Rapport, der mit ungewöhnlichen Eröffnungen auffällt. Nach der Larsen-Eröffnung gegen So spielte Rapport gegen Gelfand das Budapester Gambit, diesmal mit Erfolg. In der Challenger-Gruppe ist ebenfalls kein Spieler/ keine Spielerin ohne Punkteverlust. An der Spitze sind gleich sieben von vierzehn Spieler/innen mit je 1,5 Punkten. Der prominenteste davon ist der Georgier Baadur Jobava. (wk, Foto: ChessBase)
Vom 11. bis 26. Jänner findet in Wijk aan Zee das 76. Tata Steel Chess Tournament statt. Die gestrige erste Runde war im Topturnier des Schachfestival, dem Masters A, mit vier Siegen bei zwei Remisen gleich hartumkämft. Caruana und Nakamura sind gegen Gelfand bzw. Naiditsch mit Weiß erfolgreich, wobei Caruana ein theoretsche Diskussion im Najdorf Sizilianer gewinnt und Nakamura seine technische Klasse nach einem Figurenopfer von Naiditsch für drei Bauern demonstriert. Schwarzsiege gelingen Karjakin gegen Lokoalmatador Van Wely und So gegen Rapport. Die einzigen Remisen bringen eine Berlinerverteidigung von Giri gegen Dominguez und ein "Italiener" von Harikrishna gegen Aronian. Auf der Turnierseite gibt es eine Live Übertragung der Partien, auf dem ChessBase Server "