Mitropacup - Punkteteilungen gegen Ungarn
Zwei sehr erfreuliche Punkteteilungen gegen die Schachnation Ungarn holen die rot-weiß-roten Teams gestern in Ruzomberok. Im Herrenbewerb ist Ungarn sogar der Elofavorit des heurigen Mitropacups. Am Spitzenbrett passiert David Shengelia gegen Robert Ruck (2572) ein Fehler, der zu einem Bauernverlust führt. Shengelia wehrt sich noch lange aber erfolglos gegen die Niederlage. Robert Kreisl erreicht gegen Peter Acs (2572) erneut eine gute Stellung, die dann aber im Remis versandet. Ein sicheres Remis holt erneut Andreas Diermair gege Imre Hera (2559). Österreichs Hero ist gestern Mario Schachinger. Er gewinnt einen Bauern und verdichtet diesen Vorteil überzeugend zum Sieg. Am Ende heißt es 2:2 gegen den Favoriten, die Österreicher sind weiter ungeschlagen. Im Damenbewerb zeigt sich Veronika Exler vor der Olympiade erfreulicherweise in Hochform und sichert mit einem Schwarzsieg gegen Eszter Dudas (2227) ihrem Team das 1:1 gegen die Ungarinnen. Lisa Hapala verliert leider gegen Melinda Varga. Heute wartet ab 15:00 Uhr Polen auf Österreich. (wk, Logo: Turnierseite)
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In der dritten Runde des Mitropacups gewinnen Österreichs Herren sensationell gegen Italien mit 2,5:1,5. David Shengelia und Robert Kreisl legen mit Siegen gegen Sabino Brunello (2582) bzw. Danyyil Dvirnyy (2560) den Grundstein zum Erfolg. Shengelia überspielt Brunello in einer slawischen Abtauschvariante, Kreisl kommt mit Schwarz in einem c4-c5 Engländer zu vernichtendem Königsangriff und überfährt den Italiener mit Schwarz in dreißig Zügen. Ein sicherses Remis holt Andreas Diermair am dritten Brett gegen Michele Godena (2528) und hätte Georg Fröwis nicht eine gute Stellung gegen Axel Rombaldoni (2510) noch verloren, wäre der Sieg sogar höher ausgefallen. In der Tabelle liegt Österreich gemeinsam mit Frankreich, Slowakei, Deutschland und Ungarn in der Spitzengruppe. Alle fünf Nationen haben derzeit vier Punkte. Da Italien und die Schweiz mit je drei Punkten unmittelbar folgen, ist der Mitropacup ausgeglichen wie schon lange nicht. Im Damenbewerb verliert Österreich mit Exler und Novkovic gegen Italien mit 0:2. Heute wartet mit Ungarn auf die österreichischen Teams erneut ein schwerer Brocken. (wk, Logo: Turnierseite)
Einen ersten Sieg feiern die Österreicherinnen in der zweiten Runde gegen Slowenien. Veronika Exler kommt gegen Ana Srebrnic (2243) zu einem ungefährdeten zweiten Remis. Zur Matchwinnerin wird Julia Novkovic bei ihrem ersten Einsatz auf heimischem Boden mit einem hübschen Angriffssieg gegen Spela Kolaric. Bereits im 28. Zug legt die Slowenin ihren König um. Die Herren holen gegen die Schweiz mit 2:2 ein zweites Unentschieden, müssen aber einem verlorenen Punkt nachtrauern, war der Sieg doch so nahe. Nach einem Remis von Kreisl gegen Gallagher und einem Sieg von Diermair gegen Lötscher verpasst Fröwis nach einem Fehler seines Gegners Hug eine Gewinnfortsetzung. Fröwis holt sich zwar eine zweite Dame kann aber einem Dauerschach nicht ausweichen. Noch schlimmer geht es Mario Schachinger. Er hat einen Bauerngewinn in der Stellung nebst langer Massage in einem 4:3 Bauernendspiel am Königsfügel mit Schwerfiguren. Schachinger entscheidet sich wegen des remislichen Charakters dieses Endspiel für ein Qualitätsopfer nebst Königsangriff, verliert aber nach einem Fehler durch ene kurze Schachserie seinen Springer und die Partie. Morgen trifft Österreich auf Italien. (wk, Logo: Turnierseite)
Österreichs Herrentream gelingt mit einem 2:2 gegen Deutschland ein guter Auftakt in den Mitropacup. Ohne David Shengelia ist unser Team zu Beginn in der Außenseiterrolle. Allerdings entschäfren Robert Kreisl und Andreas Diermair an den Spitzenbrettern David Baramidze (2610) und Andreas Heimann (2524). Da auch Georg Fröwis und Mario Schachinger nie gefährdet zu souveränen Remisen kommen teilen die beiden deutschssprachigen Schachländer die Punkte. Da werden alle Fußballfans wohl blass vor Neid. Italien, Frankreich und der Slowakei gelingen 3:1 Siege, Ungarn und die Schweiz trennen sich 2:2. Pech hat unser Damenteam. Der Wettkampf gegen die deutschen Damen geht unglücklich 0,5:1,5 verloren. Veronika Exler setzt Judith Fuchs (2304) unter Druck und bekommt ein Remis aus der Position der Stärke. Lisa Hapala verteidigt sich Filiz Osmanoja (2271) lange sehr erfindungsreich und hat am Ende eine Remisstellung am Brett. Leider wickelt sie im falschen Moment zu einem verlorenen Bauernendspiel ab. Erster Tabellenführer sind die Italiens Damen nach einem 2:0 gegen Polen. Heute spielen die Damen gegen Slowenien, die Herren gegen die Schweiz. (wk, Foto: David Shengelia)