Weltrangliste: Ragger ist wieder über 2700
Markus Ragger wird in der aktuellen November Liste der FIDE zum dritten Mal nach Oktober 2016 und Februar 2017 mit einer Elozahl über 2700 geführt. Ragger liegt nach guten Leistungen bei der Olympiade in Batumi und dem Europacup der Vereine in Halkidiki mit 2701 am 45. Platz der Weltrangliste. Auf sein Karriere-Hoch von 2703 fehlen nur zwei Punkte. An der Spitze ist Magnus Carlsen mit 2835 weiter in Führung, sein Vorsprung auf Fabiano Caruana ist ein paar Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in London allerding auf drei Punkte geschmolzen. Über 2800 sind auch noch Shahriayr Mamedyarov (2817) und Ding Liren (2816). Zum fünftplatzierten Anish Giri mit 2780 klafft bereits eine Lücke von 36 Punkten. In den Top-10 sind weiters Vachier-Lagrave, Kramnik, Anand, Grischuk und So. In der Frauenwertung ist Yifan Hou mit 2658 weiter in Führung. Mit Respektabstand folgen Weltmeisterin Wenjun Ju (2568) und Anna Muzychuk (2564). (wk)
FIDE Rating Server

Die FIDE hat heute im Rahmen der Schach-Olympiade in Batumi in ihrem Kongress einen neuen Präsidenten gewählt. Soviel war klar, da Kirsan Ilyumzhinov nicht mehr angetreten ist. Zu Beginn der Wahlen gab es mit Arkady Dvorkovich, Georgios Makropoulos und Nigel Short gleich drei Kandidaten mit ihren Tickets auf denen jeweils fünf weitere Mitglieder des zukünftigen Präsidiums nominiert sind. Die Reihenfolge der Wahlreden wurde gelost. Dorkovich begann mit einer professionellen Rede wie man sie von einem Organisator der Fußball WM erwarten konnte. Als nächster war Nigel Short an der Reihe. Er startete eine Reihen von Angriffen auf die bisherige Führung der FIDE, zog am Ende seiner durchaus pointierten Rede überraschend seine Kandidatur zurück und gab zugleich eine Wahlempfehlung für Dvorkovich ab. Damit kam Makropoulos offensichtlich unter Zugzwang und versuchte zu retten was noch zu retten war. Seine Rede wirkte aber defensiv. Sein Hauptargument waren Bestechungsvorwürfe an das gegnerische Team. Das kam im Saal nicht gut an. Nach einem in der FIDE üblichen (zu) langem Wahlprozedere wurde schließlich knapp vor 18:00 Uhr Ortszeit der Endstand verkündet. Dvorkovich wurde unter dem Jubel seiner Anhänger mit 103 Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt. Makropoulos kam auf 77 Stimmen. Die FIDE geht nun mit einem neuen Team zu dem neben Dvorkovich noch Bachar Kouatly (Stellvertretender Präsident), Granda Zuniga und Mahier Mamedov (Vizepräsidenten), Enyonam Sewa Fumey (Generalsekretär) und Zhu Chen (Schatzmeisterin) gehören in die nächsten vier Jahre. Die Schachwelt darf nun einiges an Veränderung erwarten. (wk)
Gestern am Abend fanden in Batumi nach jenen der FIDE auch die Wahlen der Europäischen Schachunion statt. Großen Kampf gab es an dieseer Front aber keinen, da niemand gegen das Ticket von Zurab Azmaiparashvili antreten wollte. Der Georgier bleibt somit vier weitere Jahre Präsident. Immerhin gab es in seinem Team Veränderungen. Der große Coup gelang mit der lettischen Finanzministerin Dana Reizniece-Ozala, die als Vizepräsidentin ihr politisches Schwergewicht einbringen wird. Der neuer Wiener Präsident Johann Pöcksteiner ist vom frei gewählten Vorstandsmitglied zum Vizepräsidenten aufgestiegen. Stellvertretender Präsident ist Gunnar Bjornsson, Schatzmeister Ion-Serban Dobronauteanu, Generalsekretär bleibt Theordoros Tsrobatzoglou. Frei gewählt in Präsidium wurden Eva Repkova, Adrian Mikhalchishin und Ivan Sokolov. (wk, Foto: ECU)
Österreichs Doppel-Europameister Florian Mesaros wurde am 22. September am Tag des Sports in der "Hall of Fame" von BSO-Präsident und Ex-Minister Rudolf Hundstorfer geehrt. Wie es der Zufall so wollte, war die Ehrung für den Burgenländer zugleich ein Geschenk an seinem 18. Geburtstag für zwei EM-Titel, die er im Schnell- und Blitzschach in der U18 im Vorjahr erringen konnte.