FIDE verlegt Olympiade 2020 nach Moskau
Langfristige Turnierplanung kann man dem Weltschachbund wahrlich nicht unterstellen. Ohne eine solche muss oft Russland als Organisator einspringen. Dieser Tradition folgend hat der russische Verband gestern in einer Pressekonferenz im Beisein von FIDE Präsident Arkady Dvorkovich verkündet, dass das nächste Kandidatenturnier vom 15. März bis 5. April 2020 in Jekaterinenburg stattfinden wird.
Überraschend wurde zugleich bekannt gegeben, dass die ursprünglich in Khanty-Mansiysk geplante Schach Olympiade 2020 nach Moskau verlegt und ein paar Tage nach hinten verschoben wird. Der neue Termin ist vom 5. bis 17. August. Ein Grund für die Verlegung wurde nicht bekannt gegeben. Es stört offenbar auch niemanden, dass damit der Vergabeprozess mit einer Entscheidung in der FIDE Generalversammlung ad absurdum geführt wird und die Delegierten der Verbände nicht das bekommen wofür sie mehrheitlich gestimmt haben. Die Delegierten sollen aber im Vorfeld der Olympiade nach Sibirien zum FIDE Kongress fliegen, der damit erstmals nicht mehr im Rahmen der Olympiade durchgeführt wird.
Khanty-Mansiysk darf im Gegenzug neben dem Kongress auch die ersten Schachparalymipcs für Gehörlose, Seh- und Körperbehinderte ausrichten. Es verwundert kaum, dass es auch dafür keinen Beschluss in einer Generalversammlung gibt. Ebenso wie für das nach den Wahlen eiligst eingeführte FIDE Management Board, das solche Entscheidungen jetzt trifft. FIDE, quo vadis? (wk, Foto: FIDE)
Zur Meldung bei der FIDE

Franz Modliba, geboren am 28.10.1950, verstarb am Samstag, den 21.09.2019, wahrscheinlich während der 2. Vorstandssitzung des NÖ-Schachverbandes, die er seit 27 Jahren nicht geleitet hat. Ich weiss das so genau, weil er mich im März 2012 ersuchte, den Vorsitz einer ähnlichen Sitzung zu übernehmen und betonte, dass er seit 20 Jahren noch nie gefehlt hat. Gewissenhaft, organisatorisch umsichtig, mit Leidenschaft der Schachbewegung verbunden, so habe ich Franz vor vielen Jahren kennengelernt. Seit 2007 als sein erster Vizepräsident habe ich mit ihm enger, in den letzten 3 Jahren sehr intensiv für die Belange des NÖ-Schachverbandes zusammengearbeitet und ihn in dieser Zeit auch persönlich noch sehr zu schätzen gelernt.
Prof. Kurt Jungwirth feiert heute seine 90. Geburtstag. Der Österreichische Schachbund gratuliert seinem Ehrenpräsidenten dankbar und herzlich.