Das Match um die Weltmeisterschaft der Frauen zwischen Weltmeisterin Zhongqui Tan und Herausforderin Wenjun Ju steht nach zwei Partien 1,5:0,5 für Ju. Die ersten beiden Partien standen ganz im Zeichen von Eröffnungsüberraschungen. In der ersten Partie wählt Tan das angenommene Damengambit, das sie zuvor noch nie gespielt hatte. Ju braucht entsprechend viel Zeit, schafft es aber die Zeitnot zu überstehen und ein Endspiel mit Springer und zwei Bauern gegen Läufer und zwei Bauern zu bekommen, in dem sie aktiver steht. Die Partie endet aber nach 63 Zügen mit einem Remis. In der zweiten Partie wählt Tan mit Weiß 1.c4 obwohl ihre Hauptwaffe der Zug mit dem Damenbauern ist. Wu wählt 1.- e5 und überrascht ihrerseits, da sie diesen Zug zuvor nur einmal am Brett hatte. Tan kannte die Feinheiten der schwarzen Spielweise nicht, wählte einen passiven Aufbau und konnte keinen Anzugsvorteil erreichen. Im 22. Zug passiert ihr zudem ein Fehler. Wu gewinnt einen Bauern und kann in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln, das sie sicher zum Sieg führt. Nach einem heutigen Ruhetag wird Wu am Sonntag wohl versuchen mit Weiß gleich nachzusetzen. (wk, Foto: FIDE)
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Das WM Match der Frauen zwischen den beiden Chinesinnen Zhongqui Tan gegen Wenjun Ju findet vom 3. bis 18. Mai in China statt. Gespielt werden insgesamt 10 Partien. Die ersten Fünf in Shanghai, die zweiten Fünf und falls nötig ein Stichkkampf in Chongqing. Beide Spielerinnen sind 1991 geboren. Weltmeisterin Zhongqui Tan hat den Titel überraschend im letzten World Cup gewonnen. Der WM Zyklus der Frauen ist bekanntlich anders als bei den Männern. Er wird im World Cup vergeben. Die Weltmeisterin verteidigt ihren Titel dann gegen die Siegerin des letzten Grand Prix in einem Match. Diese Weltmeisterin muss den Titel dann im World Cup verteidigen. Yifan Hou hat zuletzt im Ärger über die unterschiedlichen Modi der Männer und Frauen darauf verzichtet und sich aus dem Frauenschach zurückgezogen. In Shanghai führt Wenjun Ju, sie gewann den Grand Prix Zyklus 2016/2017, heute ab 09:00 Uhr MEZ die weißen Steine. In der aktuellen Weltrangliste liegt Wenjun Ju mit 2571 hinter Yifan Hou (2658) am zweiten Platz, Zhogyi Tan mit 2522 am 10. Platz, ist damit aber nur viertbeste Chinesin. Neben Hou und Ju liegt auch noch Tingjie Lei (2537) vor ihr. China ist damit klar die Nummer Eins im Frauenschach, gefolgt von Russland, das mit Lagno, Kosteniuk und Gunina drei Spielerinnen in den Top-10 hat. Eines steht jetzt schon fest: Der Weltmeistertitel der Frauen bleibt in China. (wk, Foto: FIDE)
Die Russin Valentina Gunina sichert sich mit zwei Remisen in den Schlussrunden gegen Pähtz und Atalik den Sieg bei den Europameisterschaften der Frauen im slowakischen Vysoke Tatry. Gunina bleibt mit sieben Siegen bei vier Remisen ungeschlagen und hat am Ende einen Punkt Vorsprung auf sieben Spielerinnen mit je acht Punkten. Dank der besseren Zweitwertung gewinnt Nana Dzagnidze (GEO) die Silbermedaille, Anna Ushenina (UKR) sichert sich Bronze vor Atalik, Stefanova, Pähtz, Kulon und Shuvalova. Die ersten Vierzehn qualifizieren sich zudem für den nächsten World Cup. Das sind neben den bereits genannten noch Goryachkina, Mammadzada, Osmak, Javakhishvili, Szczepkowska und Maryia Muzychuk. Die Österreicherinnen spielen im Rahmen ihrer Erwartung. Regina Theissl-Pokorna und Elisabeth Hapala gelingen noch abschließende Siege, wobei der 12-Züge Schwarzsieg von Hapala Einzug in diverse Taktiksammlungen und Eröffnungsfallen finden könnten. Denise Trippold und Annika Fröwis lassen das Turnier mit Remisen ausklingen. Das beste Ergebnis erzielt Pokorna mit sechs Punkten am 63. Rang von 144 Spielerinnen aus 30 Nationen. (wk, Foto: Turnierseite)
Julia Bernhard, die neue Vorsitzende der Bundesliga der Frauen, hat die Ausschreibung der Frauen Bundesliga für die Saison 2018/2019 veröffentlicht. Die konstituierende Sitzung wird am 1. Mai im Anschluss an jene der Bundesliga im Hotel Servus Europa am Walserberg ab etwas 14:30 Uhr stattfinden. Alle Infos finden sich in der Ausschreibung und Einladung zur Sitzung. (wk)
Die heutige neunte Runde bringt für die österreichischen Spielerinnen wieder Sonnenschein und kräftigen Punktezuwachs nach zwei Regentagen mit Nullnummern. Beste im ÖSB Team ist weiter Regina Theissl Pokorna. Sie gewinnt heute gegen die Russin Alexandra Zherebtsova ihre vierte Partie und hält bei viereinhalb Punkten nach neun Runden. Elisabeth Hapala und Annika Fröwis gewinnen überzeugend gegen die Slowakinnen Andrea Slaba und Viktoria Nadzamova. Das einzige Remis mit rot-weiß-roter Beteiligung muss Denise Trippold gegen die