Alle Jahre wieder finden Frauen aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland zusammen, um gemeinsam ein nettes Wochenende zu verbringen, sich untereinander auszutauschen, Freundschaften zu knüpfen, Partien zu analysieren und um sich gegenseitig im Schach auf Herz und Nieren zu bekämpfen. Was abseits der Schachbretter sehr harmonisch und friedvoll abläuft, wird auf den insgesamt 12 Brettern hart ausgekämpft. Dieses Jahr organisierte Oberösterreich, den unter dem offiziellen Namen „Damenvierländerkampf“ laufenden Bewerb in Dietach bei Steyr, der traditionsgemäß am Pfingstwochenende stattfindet. Beim geselligen Abendessen, gesponsert von den Bürgermeistern von Dietach und Steyr, durfte ungehalten getratscht werden und wer vom Samstag nicht allzu geschwächt war, konnte Sonntagvormittag an der organisierten Stadtführung durch Steyr teilnehmen, bevor es am Nachmittag und am Montag wieder hieß, den gegnerischen König in die Bredouille zu bringen. Schachlich hatte das Burgenland, wie auch in den letzten Jahren, die Nase vorn und entschied sämtliche Begegnungen für sich. Die Mannschaft, bestehend aus Daiva Batyte, Maria Horvath, Renata Kosc, Valentina Bauer, Eva Unger und Verena Tschida, hatte fast einen 100-Prozent-Lauf, einzig den steiermärkischen Spielerinnen gelang es, dem kleinsten aller anwesenden Bundesländer Brettpunkte abzunehmen. Dafür durften diese sich am Ende über den zweiten Gesamtrang freuen. An dritter Stelle landete die oberösterreichische Delegation, dicht gefolgt von den Frauen aus Niederösterreich. (wk, Text: Melanie Mattersberger, Fotos: Julia Bernhard, Günter Almer)
Ergebnisse

Die Herausforderin Wenjun Ju besiegt im Match um die Frauenweltmeisterschaft ihre Landsfrau
Die Frauen Weltmeisterschaft in China bleibt spannend. Nach dem Umzug von Shanghai nach
Die Frauen WM bleibt spannend. In der zweiten Turnierhälfte konnte Zhongyi Tan, wie berichtet, den Rückstand in der sechsten Partie verkürzen. Die Runden sieben bis acht endeten dann mit Punkteteilungen, wobei Wenjun Ju in den letzten beiden Partien gute Chancen hatte den Wettkampf vorzeitig zu entscheiden. Ju kann aber ihre Vorteile nicht verdichten und so bleibt der Weltmeisterin doch noch die Hoffnung ihren Titel zu verteidigen. Tan müsste dafür aber am Freitag die zehnte Partie mit Schwarz für sich entscheiden und dann zudem den darauf folgenden Stichkampf. Praktisch ist Wenjun Ju knapp daran nach Yifan Hou und Tan die dritte chinesische Weltmeisterin in Serie zu werden.
In der fünften Partie der Frauen Weltmeisterschaft in Shanghai schlägt die Weltranglistenzweite Wenjun Ju nach ihrer ersten Niederlage in der vierten Partie sofort zurück und schafft sich eine großartige Ausgangsposition für die zweite Hälfte der WM. Zhongyi Tan beginnt ihre zweite Weißpartie in Serie mit dem Zug des Königsbauern und wählt damit erneut eine völlig andere Eröffnung nach Englisch und dem Damenbauern zuvor. Wenjung Ju zeigt sich aber gut vorbereitet und weiß auch auf das seltene Läuferspiel einen guten Aufbau. Tan kommt schon nach 10 Zügen in Schwierigkeiten, steht nach 25 Zügen auf Verlust und muss noch vor der ersten Zeitkontrolle aufgeben. Die 3,5:1,5 Führung zur Halbzeit des auf 10 Partien angesetzten Zweikampfs ist komfortabel. In den verbleibenden fünf Partien hat Wenjun Ju zudem noch dreimal Weiß. Die WM übersiedelt jetzt von Shanghai nach