Wijk: Carlsen schlägt Mamedyarov
Magnus Carlsen ist wieder am Siegespfad. Der regierende Weltmeister gewinnt im Schlager der gestrigen sechsten Runde in Wijk aan Zee gegen Shakriyar Mamedyarov seine zweite Partie nach zuvor 21 Remisen im klassischen Schach in Serie. In einem angenommenen Damengambit wickelt Carlsen nach langem Lavieren in eine Stellung mit zwei Figuren gegen Turm und Bauer ab. Er selbst schätzt dies weiter als ausgeglichen ein. Allerdings findet Mamedyarov nicht die beste Verteidigung, wonach Carlsen in seiner Domäne, dem Endspiel, erfolgreich bleibt. Er schließt mit diesem Sieg zu Nepomniachtchi und Ding auf. Nepomniachtchi remisert mit Schwarz gegen Anand, Ding mit Weiß gegen Radjabov. An der Spitze ist aus dem Duo sogar ein Quartett geworden. Lokalmator Anish Giri gewinnt gegen Duda seine dritte Partie mit Schwarz und hat ebenalls vier Punkte. Ein Sieg gelang auch Van Forest in einer umkämpften Partie gegen Fedoseev. Die siebente Runde folgt heute ab 13:30 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
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Zweimal pro Turnier geht das Tata Steel auf Tour. Die gestrige fünfte Runde wurde in Alkmaar gespielt und brachte die Siege acht und neun für die Schwarzspieler. Da diesen bisher nur zwei Siege der Anziehenden gegenüberstehen scheint Weiß der Vorteil abhanden gekommen zu sein. In Alkmaar kommt Magnus Carlsen gegen Jorden Van Foreest zu seinem ersten Sieg und beendet damit eine 21 Partien dauernde Remisserie in klassischen Format. Carlsen vertraute wieder der Sweschnikow Variante, die er schon bei der WM gegen Caruana mit Erfolg verwendet hatte. Der zweite Schwarzsieg des Tages gelang Ding Liren gegen Samuel Shankland. Der Amerikaner verliert in einem Spanier rasch die Kontrolle über die Stellung. Diese Chance lässt sich Ding nicht nehmen. Er teilt nun mit Nepomniachtchi, er remisiert gegen Rapport, mit je dreieinhalb Punkten die Führung. Carlsen, Vidit, Giri und Anand folgen mit je drei Punkten. Am Tag davor konnten in Wijk Giri gegen Rapport und Vidit gegen Van Foreest ihre Partien gewinnen. Im Challengers führen Kovalev und Korobov mit je dreieinhalb Punkten. Heute ist beim Tata Steel ein Ruhetag, die sechste Runde beginnt morgen, Freitag, um 13:30 Uhr mit den Schlagerpartien Carlsen gegen Mamedyarov und Anand gegen Nepomniachtchi. (wk, Foto: Turnierseite)
Der Russe Ian Nepomniachtchi gewinnt in der 3. Runde in Wijk aan Zee gegen Wladimir Kramnik seine zweite Partie und übernimmt die alleinige Führung vor Anand und Ding. Während Anand mit Schwarz gegen Samuel Shankland keine Probleme hat ein Remis zu erreichen, gelingt Ding Liren gegen Jorden Van Foreest ebenso ein erster Sieg wie Jan Krzsysztof Duda gegen Vladimir Fedoseev. Magnus Carlsen kämpft mit Schwarz gegen Santosh Gujrathi Vidit lange, muss aber letztlich in sein drittes Remis einwilligen, wie schon tags zuvor gegen Nepomniachtchi. In der zweiten Runde gelangen Anish Giri mit einem Schwarzsieg gegen Kramnik ein sofortiges Comeback nach seiner Auftaktniederlage. Es war überhaupt der Tag der Holländer, da auch Van Foreest gegen Duda zum ganzen Punkt kam. Heute trifft Carlsen auf Kramnik. Nepomniachtchi spielt mit Schwarz gegen Mamedyarov. Die Runde beginnt um 13:30 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
Das Tata-Steel in Wijk aan Zee startet mit Schwarzsiegen von Ian Nepomniachtchi und Vishy Anand. Der Russe erwischt Lokalmator Anish Giri mit der modernen Verteidigung am falschen Fuß und erreicht schon nach 16 Zügen eine vorteilhafte Stellung, die er dann sicher zum Gewinn führt. Ex-Weltmeister Anand nimmt in der Abtauschvariante der Caro-Kann Verteidigung den König des zweiten Holländers im Feld unter Beschuss und gewinnt gegen Jorden van Foreest bereits im 28. Zug. Weltmeister Magnus Carlsen zeigt sich gegen Ding Liren mit Schwarz höchst kreativ und steckt im 12. Zug eine Qualität ins Geschäft, die er 14 Züge später zurück gewinnt. Das entstandene Endspiel ist dann Remis. Wladimir Kramnik, ein anderer (Ex-) Weltmeister steht in einem Italiener gegen Teimour Radjabov mit Schwarz überspielt und steht glatt auf Verlust. Radjabov verpasst aber den Fangschuss und lässt Kramnik ins Remis entschlüpfen. Remisen bringen auch die Partien zwischen Fedoseev und Rapport, Vidit und Duda sowie Shankland und Mamedyarov. Die heutigen Schlagerpartien ab 13:30 Uhr sind Carlsen gegen Nepomniachtchi und Kramnik gegen Giri. (wk, Foto: Turnierseite)
Das erste Großereignis des noch jungen Schachjahres 2019 startet morgen in Wijk aan Zee mit dem hochkarätigen Tata-Steel-Masters. Umrahmt von einem Schach-Festival der Extraklasse spielen im Masters und im Challenger je 14 Spieler. Weltmeister Magnus Carlsen kommt als Titelverteidiger und peilt einen weiteren Sieg in einem seiner Lieblingsturniere an. In den letzten fünf Jahren hat er viermal gewonnen und war einmal Zweiter. Allerdings trifft Carlsen auf starke Konkurrenz, da mit Mamedyarov (3.), Ding (4.), Giri (5.), Kramnik (7.) und Anand (8.) fünf weitere Spieler aus den Top-10 der Weltrangliste am Start sind. Dazu kommen weitere Spieler, die stets gefährlich sind: Nepomniachtchi, Radjabov, Duda, Rapport, Shankland, Fedoseev, Vidit und mit Jorden Van Forest ein zweiter Lokalmatador neben Anish Giri. Im Challenger wird um einem Platz im A-Turnier für das nächste Jahr gekämpft. Elofavorit ist der Ukrainer Anton Korobov (2698) vor dem Iraner Parham Maghsoodloo (2688) und dem Weißrussen Vladislav Kovalev (2683). Gespielt wird mit einer langen Bedenkzeit von 100 Minuten für 40 Züge plus 50 Minuten für 20 Züge und weiteren 15 Minuten für den Rest der Partie sowie einem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug. Die erste Runde beginnt morgen um 13:30 Uhr. Sie wird auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)