St. Louis: Caruana und Rapport führen klar
Fabiona Caruana und Richard Rapport dominieren ihre Matches gegen Pentala Harikrishna und Sam Shankland beim Champions Showdown in St. Louis in den Schnellschachpartien klar und führen vor den Blitzpartien jeweils mit 18:6. Beide können je sieben der zwölf Partien gewinnen, bei vier Remisen und einer Niederlage. Eine klare Führung hat auch Wesley So mit 16:8 gegen David Navara. Veselin Topalov geht mit einer kaum weniger deutlichen 15:9 Führung in die Blitzpartien gegen Leinier Dominguez Perez, allerdings könnte der Neo-Amerikaner im Blitz noch gefährlich werden. Das spannendste und hochkarätigste Match lieferten sich bisher aber Hikaru Nakamura und der junge Pole Jan Krzysztof Duda. Beide zeigen viele kreative Ideen und taktische Einfälle. Erst in den letzten drei Partien kann Nakamura mit 14:10 einen Vorprung erspielen. Man darf gespannt sein ob Duda als Vize-Weltmeister im Blitzschach in den heute und morgen folgenden 24 Blitzlpartien Nakamura in dessen Domäne noch gefährlich werden kann. Die Live-Übertragung beginnt jeweils um 20:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
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In St. Louis jagt ein Mega-Event den nächsten. Nach dem Cairns-Cup begann bereits gestern der Champions Showdown, in dem fünf Amerikaner in Matches auf fünf Spieler der Weltelite treffen. Innerhalb von fünf Tagen werden 12 Partien Schnellschach und 24 Partien Blitz gespielt. Die Punkte im Schnellschach zählen doppelt. Jedes Match hat einen Preisfonds von 60.000 Dollar, davon bekommt der Sieger 36.000. In den ersten vier Partien schaffen sich Fabiano Caruana und Richard Rapport bereits einen klaren Vorsprung. Caruana gewinnt gegen Pentala Harikrishna ebenso drei Partien bei einem Remis wie Rapport gegen den regierenden US-Meister Sam Shankland. In diesen Matches steht es somit 7:1. Knappe 5:3 Führungen holen Wesly So gegen David Navara und Veselin Topalov gegen den Neo-Amerikaner Leinier Dominguez heraus. Nur in der Begegnung Hikaru Nakamura gegen Jan-Christof Duda steht es 4:4, wobei jeder Spieler eine Partie gewinnen konnte. Die Runden fünf bis acht im Schnellschach folgen heute ab 20:00 Uhr MEZ. Sie werden auf der Turnierseite live übertragen und wie immer in St. Louis vorbildlich von Yasser Seirawan, Jennifer Shahade und Maurice Ashley kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
Das Aeroflot in Moskau ist traditionell eines der stärksten Open der Welt und hätte heuer vom 19. bis 27. Februar über die Bühne gehen sollen. Allerdings musste die erste Runde nach kurzer Spielzeit wegen Bombendrohungen in Moskau abgebrochen werden um das Hotel zu evakuieren. Glücklicherweise war es "nur" ein Fehlalarm und das Turnier konnte gestern mit einer Wiederholung der ersten Runde wieder aufgenommen werden. Zudem wurde der Terminkalender umgestellt. Am Samstag gibt es eine Doppelrunde. In der starken A-Gruppe sind 101 Spieler aus 22 Nationen am Start, darunter 71 (!) Großmeister und 21 Internationale Meister. Der Chinese Wei Yi führt mit einer Elozahl von 2733 die Setzliste an. Insgesamt haben mit Wei Yi, Vladimir Fedoseev, Wang Hao, Daniil Dubov, Vladislav Kovalev und Rauf Mamedov sechs Spieler eine Elozahl über 2700 und fast 40 Spieler eine über 2600. In der ersten Runde kamen von den 2700-ern nur Fedoseev und Mamedov zu Siegen. Die zweite Runde beginnt heute um 15:00 Uhr Ortszeit, das ist 13:00 MEZ. Die Partien werden auf der Turnierseite live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
Der Cairns Cup in St. Louis bringt einen Doppelsieg der russischen Teilnehmerinnen. Die Vorentscheidung fällt in den Runden sechs und sieben. Gunina besiegt Pähtz und Zatonskih und übernimmt damit die Führung von Alexandra Koteniuk, die über zwei Remisen gegen Krush und Harika nicht hinauskommt. Spannend blieb es trotzdem, da es in der Schlussrunde noch zum direkten Duell zwischen Kosteniuk und Gunina kam. Gunina kommt aber nie ernsthaft in Gefahr und verpasst sogar ihrerseits Gewinnchancen. Das Remis reicht aber zum Sieg und dem ersten Preisgeld von 40.000 Dollar. Kosteniuk bleibt wie Gunina ungeschlagen und darf sich immer noch über 30.000 Dollar freuen. Lange hatte auch Lokalmatadorin Irina Krush um den Sieg mitgespielt, ehe sie Niederlagen gegen Khotenashvili und Sebag jäh aus dem Rennen warfen. Immerhin sichert sich die Amerikanierin mit einem Sieg gegen Harika in der Schlussrunde noch den dritten Platz. Vierte wird Dzangnidze. Sie behält im georgischen Duell gegen Khotenashvili die Oberhand. Harika und Abdumalik teilen den fünften Platz mit je 4,5 Punkten. Zatonski sichert sich mit einem Sieg gegen Sebak noch Rang sieben vor Khotenashvili, Sebag und Pähtz. Deutschlands Aushängeschild blieb als einzige Spielerin sieglos. (wk, Foto: Turnierseite)
Ein Trio kämpft beim Crains Cup in St. Louis um den Sieg. Alexandra Kosteniuk behauptet mit zwei Siegen in den Runden vier und fünf gegen Marie Sebag und Bela Khotenashvili mit viereinhalb Punkten ihre Führung. Ihr Vorsprung ist aber nicht gewachsen, da auch Valentina Gunina und Irina Krush jeweils beide Partien gewinnen könnne. Gunina besiegt Dzagnidze und Sebag, Krush ist gegen Zatonski und Abdumahlik erfolgreich. Der Rest des Feldes, angführt von Harika und Abdumalik hat nun bereits zwei Punkte Rückstand auf Kosteniuk und eineinhalb auf Gunina und Krush. Heute ist in St. Louis ein Ruhetag, die sechste Runde mit der Schlagerpaarung Krush gegen Kosteniuk folgt morgen ab 20:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)