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Aimchess US Rapid: Carlsen siegt

Magnus Carlsen besiegt im Finale des Aimchess US Rapid, als Teil der Meltwater Champions Chess Tour, Vladislav Artemiev mit 2,5 – 0,5 und sichert sich das Preisgeld in der Höhe von $30,000. Nachdem Carlsen bereits am ersten Finaltag mit 2,5 – 1,5 in Führung gegangen ist, reichten am Sonntag zwei Punkte zum Gesamtsieg.

Artemiev startete sichtlich nervös in den ersten Finaltag.  Nachdem Carlsen die ersten beiden Partien nach Ungenauigkeiten seines Kontrahenten für sich entscheiden konnte, schien bereits das Fundament für den Sieg gelegt. Doch in der 3. Partie geschah dem Weltmeister in ausgeglichener Stellung mit einem Mouseslip ein folgenschweres Missgeschick.  Artemiev verkürzte zum 2 - 1. Ein Remis in der letzten Runde des 1. Finaltages und das 2,5 - 1,5 waren gute Voraussetzungen für Carlsen am 2. Finaltag.

Carlsen startete erneut mit einem Sieg in den letzten Tag des auf chess24 ausgetragenen Turniers. Obwohl Artemiev in der Folgepartie gut aus der Eröffnung kommt, reicht es nur zum Remis. Unter Druck, Carlsen reichte schließlich ein Remis zum Sieg, griff Artemiev zu einer scharfen Najdorf-Variante und verlor auch die 3. Partie und somit das Match. Das Spiel um Platz 3 fand wegen Erschöpfung von Firouzja nicht statt, so ging der Platz am Treppchen kampflos an Aronian.

Ab Dienstag geht es für den Weltmeister weiter mit OTB-Schach beim Norway Chess in Stavanger, wo er unter anderem auch auf seinen Herausforderer Ian Nepomniachtchi treffen wird. (af, Foto: chess24)

Turnierseite, Norway Chess

FIDE Online Olympiade – AUT out

Von 2. – 4. September fanden die Vorrunden der 2. Division der Online Olympiade 2021 statt. In fünf Gruppen kämpften je 10 Teams um die drei Spitzenplätze und somit den Aufstieg in die Top-Division, für welche Top-Nationen, wie Indien oder auch Deutschland, bereits gesetzt sind. Die beiden besten Mannschaften einer jeden 10er Gruppe der Top-Liga qualifizieren sich in weiterer Folge für die Playoffs.

Wie auch im letzten Jahr startete Österreich in der B-Gruppe der 2. Division. Heuer schien mit einer starken Aufstellung der Aufstieg in Reichweite, doch musste das Team rund um Markus Ragger bereits in der 1. Runde gegen die nominell schwächeren Usbeken (kein Spieler mit einer Schnellschach-Elozahl über 2000) eine knappe Niederlage (2,5 – 3,5) einstecken. Auch gegen die stark aufspielenden Teams aus Estland und Malaysia blieb es nur bei der Punkteteilung.

Nach Siegen gegen die Schweiz und den Irak schien jedoch die Chance am letzten Spieltag noch zu bestehen. Am Ende konnten sich aber Lettland, Moldawien und Italien klar durchsetzen und in die Top-Division aufsteigen. Top-Scorerinnen des Österreichischen Teams sind mit 4,5/7 Katharina Katter und Annika Fröwis (5/8). (af, Foto: FIDE)

Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results, FIDE

Carlsen-Aronian auf Messers Schneide, Firouzja schafft Comeback

Weltmeister Magnus Carlsen und Levon Aronian hielten sich heute mit dem Lächeln zurück, als der erste Tag ihres Aimchess US Rapid Halbfinales auf Messers Schneide stand. Der erste Satz bringt vier Remisen ohne viel Drama. Damit steht es vor dem morgigen Entscheidungsspiel am zweiten Tag 2:2.

FTX Crypto Cup-Sieger Aronian, der in seinem Lieblingstrikot von Lionel Messi spielte, sagte hinterher: "Es war ein enges Match, ich denke, ich hatte Chancen in der zweiten Partie, aber danach war es ziemlich solide."

Carlsen gab zu, dass er in der zweiten Partie unter Druck stand, scherzte aber: "Das war wahrscheinlich die am wenigsten dramatische Partie, die wir je in diesem Turnier hatten".

Im anderen Halbfinale sah es anders aus. Die russische Sensation Vladislav Artemiev ärgerte sich über sich selbst, nachdem er eine komfortable Führung gegen den 18-jährigen Alireza Firouzja verspielte. Artemiev gewann die Auftaktpartie und lässt zwei sichere Remisen folgen. Firouzja steht daher in der vierten Partie unter Siegzwang. In einer überlegenen Stellung übersieht Artemiev dann ein Trick, und Firouzja war wie aus dem Nichts wieder im Spiel. Die Partie endete mit einem Sieg für Firouzja und einem 2:2-Unentschieden.

Die morgigen Halbfinalpartien beginnen um 17:00 Uhr MESZ. Alle Partien werden in der chess24.com Playzone gespielt. Eine kommentierte Übertragung ist auf www.championschesstour.com oder www.chess24.com zu sehen. (wk, Foto: Turnierseite).

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Artemiev gewinnt Vorrunde des US Rapid

Vladislav Artemiev gewinnt die Vorrunde des Aimchess US Rapid mit 10,5 Punkten aus 15 Partien vor Magnus Carlsen (10), Levon Aronian und Alireza Firouzja (beide 9,5). In der K.O.-Phase der besten Acht sind zudem Wesley So, Shakriyar Mammedyarov, Jan-Crzystof Duda und Perez Leinier Dominguez. Anish Giri, Maxime Vachier-Lagrave und Santosh Vidit verpassen knapp den Einzug ins Finale. 

Das Aimchess US Rapid ist das neunte Turnier der von Magnus Carlsen initiierten Champions Chess Tour, die online ausgetragen wird. In der Vorrunde kämpfen jeweils 16 Spieler um den Einzug ins Finale. Im doppelrundigen K.O.-System wird dann der Sieger ermittelt. Nach dem US Rapid gibt es noch ein Finale mit zehn Spielern.

In der Gesamtwertung führt nach acht Turnieren Magnus Carlsen mit 291 Punkten vor Wesley So mit 257. Alle anderen Spieler sind weit abgeschlagen und haben keine Chance mehr die Gesamtwertung zu gewinnen. Levon Aronian hält als Dritter bei 149 Punkten.

Die K.O. Phase beginnt heute um 17:00 MEZ mit den Paarungen Artemiev-Duda, Firouzja-So, Aronian-Mamedyarov und Carlsen-Duda. (wk, Foto: Turnierseite).

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Wesley So gewinnt Grand Chess Tour, MVL den Sinquefield Cup

Nach einem schnellen Remis gegen Mamedyarov gewann Maxime Vachier-Lagrave den Sinquefield Cup 2021 und sicherte sich den ersten Platz, nachdem seine engsten Rivalen ihn in der neunten und letzten Runde nicht mehr einholen konnten. Vachier-Lagrave ist der erste zweifache Gewinner der Veranstaltung, nachdem er bereits 2017 den ersten Platz belegte. Für seine Bemühungen erhält Vachier-Lagrave ein Preisgeld von 90.000 Dollar sowie einen Bonus von 50.000 Dollar für den zweiten Platz in der Grand Chess Tour insgesamt.

Mit seinem Sieg sicherte sich Vachier-Lagrave auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Grand Chess Tour, während Mamedyarov am Ende den dritten Platz belegte. Der Sieger der Grand Chess Tour 2021, Wesley So, hatte sich bereits zum Abschluss der gestrigen Runde den ersten Platz gesichert. Trotz des Erfolgs gab er sich im Interview mit seinem Spiel beim Sinquefield Cup unzufrieden. Zu viele Chancen konnte er nicht nutzen. Trotzdem reichte es für So auch im Sinquefield Cup zum geteilten zweiten Platz mit Fabiano Caruana und Leinier Dominguez. (wk, Foto: Turnierseite)

TurnierseiteWebsite St. Louis Chess Club