Blog Internationales

MCI: Carlsen gegen Caruana 3:1

Magnus Carlsen gewinnt das Duell der Führenden gegen Fabiano Caruana deutlich mit 3:1 und setzt sich damit in seinem Online-Einladungsturnier allein an die Spitze. Carlsen spielt riskant und provokativ. In der ersten Partie wählt er auf e4 mit Sf6 die Aljechin Verteidigung und meint später scherzhaft im Interview er habe in dieser Partie nur einen schlechten Zug gemacht, eben diesen. Caruana opfert die Qualität und erhält dafür Kompensation wird aber dann von Carlsen überspielt. In der zweiten Partie kommt eine Variante des angenommenen Damengambits auf das Brett. Carlsen wird rasch seinen Isolani los, wickelt in ein Endspiel mit dem Läuferpaar ab und stellt auf 2:0. In der dritten Partie provoziert der Weltmeister seinen Herausforderer erneut mit einer spanischen Variante, die Caruana selbst spielt und in der er als größter Experte gilt. Es entsteht eine Stellung in der Caruana drei Figuren gegen zwei Türme hat. In dieser unklaren Stellung rettet sich Carlsen am Ende ins Remis und entscheidet das Match. Die vierte Partie ist bereits bedeutungslos. Eine Zugwiederholung führt im 26. Zug zum 3:1 Endstand. Der Verlauf erinnert stark an das Tie-Break im WM Match der Beiden 2018 (Foto).

Das zweite Match des Tages zwischen Alireza Firouzja und Hikaru Nakamura wird in der ersten Partie durch eine Schiedsrichterentscheidung wegen technischen Problemen beeinflusst. Firouzja presst die ganze Partie und steht in der Online-Schlussstellung klar besser, wohl auf Gewinn. In der zweiten Partie kommt Katalanisch aufs Brett. Die Stellung ist lange im Gleichgewicht. Im 36. Zug passiert Firouzja der entscheidende Fehler. Zwei Züge später muss er aufgeben. In der dritten Partie steht Firouzja glatt auf Gewinn, verliert aber bei knapp werdender Bedenkzeit den Faden. Nakamura kann sich befreien. Im 71. Zug vergisst Firouzja, dass auch er eine Schwäche hat. Nakamaru lässt sich nicht zweimal bitten, holt einen Bauern ab und entscheidet das Match vorzeitig. In der vierten Partie geht ein sichtlich entnervter Firouza in einer skandinavischen Verteidigung rasch unter. Nakamura hält nun bei sieben Punkten und ist mit einem Zähler Rückstand erster Verfolger von Carlsen.

Heute kommt es ab 16:00 Uhr zu den Begegnungen Vachier-Lagrave gegen Ding und Giri gegen Nepomniachtchi. (wk)

Website Chess24, Magnus Carlsen Website

MCI: Heutige Schlagerpartie mit Carlsen gegen Caruana

Das Magnus Carlsen Invitational bringt in der heutigen fünften Runde den Schlager zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana. Der Amerikaner konnte sich gestern gegen Ding Liren nach einem 1:2 Rückstand ins Armageddon retten, dieses gewinnen und mit Carlsen gleichziehen. Beide halten bei fünf von möglichen sechs Punkten aus zwei Runden.

Die gestrigen Matches zwischen Ding und Caruana bzw. Nepomniachtchi gegen Vachier-Lagrave waren an Spannung und Wagemut kaum zu überbieten. Ding und Neopmniachtchi opferten zum Auftakt in ihren Weißpartien einen Turm bzw. eine Figur für prächtiges Spiel. Ding musste sich aber mit Remis begnügen und Nepomniachtchi gar mit einem Verlust. Beide Matches mussten ins Tie-Break, wo Caruana und Nepomniachtchi ihren psychologischen Vorteil eines Ausgleichs nach einem 1:2 Rückstand im Armageddon nutzen konnten.

Die heutige fünfte Runde beginnt um 16:00 Uhr MEZ. Das zweite Match neben Carlsen-Caruana ist Firouzja-Nakamura. (wk, Info/Foto: Chess24)

Website Chess24

Magnus Carlsen Website

Ding Liren und Magnus Carslen als erste Sieger im MCI

Das Magnus Carlsen Invitational begann gestern mit den ersten beiden von vier Matches der ersten Runde. Magnus Carlsen liefert sich mit Hikaru Nakamura einen spannenden Kampf und musste nach zwei überzeugenden Weißsiegen bei zwei für ihn unüblichen Schwarzniederlagen in die Armageddon-Entscheidung. Carlsen wählt Schwarz und spielt daher mit 4 Minuten Bedenkzeit gegen 5 von Nakamura. Der Amerikaner muss im Gegenzug gewinnen. Carlsen wählt wie in der vierten Rapid-Partie eine scharfe Sizilianisch-Variante und gewinnt. Für Verwirrung sorgt bei den Zuschauern ein Bug des Programms, das die Bedenkzeit verkehrt herum anzeigt. Die Spieler sahen aber alles korrekt und der Bug wurde inzwischen behoben.

Gespielt wird das Turnier in der ersten Stufe als Rundenturnier jeder gegen jeden. Anstelle einer Standardpartie gibt es aber vier Rapid-Partien und bei Gleichstand die Armageddon-Entscheidung. Gewinnt ein Spieler schon in den Rapid-Partien erhält der drei Punkte für die Turniertabelle, der Verlierer keinen. Gewinnt ein Spieler im Armageddon bekommt er zwei Punkte, der Verlierer einen Punkt.

Erster Tabellenführer ist nach diesem System Ding Liren. Der Chinese besiegt den 16-jährigen Shooting-Star Alireza Firouzja - er konnte Carlsen im Finale des Banter-Blitz-Cups am vergangenen Donnerstag im Blitz mit 8,5:7,5 besiegen - knapp mit 2,5:1,5. Allerdings zeigte Firouzja mit einem wundersamen Entkommen Einblick in sein großes Talent. Eine Zusammenfassung des Tages kann in einer Aftershow auf Youtube gesehen werden. 

Heute stehen die Paarungen Caruana gegen Nepomniachtchi und Vachier-Lagrave gegen Giri am Programm. Die Live Übertragung auf Chess24 wird in neun Sprachen kommentiert. Auf Englisch sind mit Svidler und Grischuk zwei Weltklassespieler als Co-Kommentatoren dabei. (wk, Info/Foto: Chess24)

Website Chess24

Magnus Carlsen Website



 

Das Teilnehmerfeld für Carlsen Online Show steht fest

Magnus Carlsen wird mit Fabiano Caruana, Ding Liren, Ian Nepomniachtchi, Maxime Vachier-Lagrave, Anish Giri, Hikaru Nakamura und Alireza Firouzja spielen, wenn das Magnus Carlsen Invitational am kommenden Samstag, dem 18. April, beginnt. Spieler, Organisatoren und Fans sind bereit für 16 Tage Non-Stop-Action auf höchstem Niveau. Die Spieler kämpfen um ein Preisgeld in Höhe von 250.000 US-Dollar, einschließlich eines Hauptpreises in Höhe von 70.000 US-Dollar.

Chess24 bietet Live-Kommentare in 9 Sprachen sowie einige ganz besondere Ereignisse in der Woche vor dem Turnier freuen können. Eines davon ist eine Live-Übertragung der Auslosung um 18:00 Uhr. Danach steht um 19:00 Uhr das Finale des Banter Blitz Cups zwischen Carlsen und Firouzja am Programm. Jan Gustafsson wird kommentieren. (wk, Info/Foto: Chess24)

Website Chess24Direkt zum Banter Blitz Cup Finale...

Magnus Carlsen Website

Magnus Carlsen plant Online Event während Pandemie

Magnus Carlsen ergreift die Initiative und kündigt ein Online-Einladungsturnier an, in dem er sieben seiner größten Rivalen zu einem zweiwöchigen Kampf um 250.000 US-Dollar herausfordert. Dieses Online-Superturnier wird ab 18. April jene Lücke füllen, die Schach auf höchsten Niveau derzeit wegen der Pandemie verkraften muss. Das Turnier wird auf chess24 übertragen und in neun Sprachen kommentiert.

In seiner Ankündigung meint der Weltmeister: "Dies ist ein historischer Moment für Schach, und da es möglich ist, in einer Online-Umgebung weiterhin professionell zu spielen, haben wir nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verantwortung gegenüber Spielern und Fans auf der ganzen Welt, die eine Ablenkung brauchen, wenn kein anderer Live-Wettkampfsport gespielt wird."

Gespielt wird vom 18. April bis 3. Mai das folgende Format: Zuerst treten die Spieler in einem Rundenturnier gegeneinander an, wobei jedes Match aus vier Rapid Partien (15 Minuten plus 10 Sekunden/Zug) besteht. Steht es danach 2:2 entscheidet eine Armageddon-Partie. Die vier besten Spieler erreichen das Final Four Knockout mit Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale.

Dieses Format nutzt der Weltmeister bewusst. In einem Interview hat er 2018 so ein System auch für die WM vorgeschlagen: "Wenn man sehen will, wer der beste Spieler ist, dann lasse man ihn so viele Partien wie möglich spielen, und wenn man beim Rapid-Format bleibt, gibt es immer noch Raum für Eröffnungsideen, Vorbereitung und alles, aber nicht die Zeit, die man braucht, um Schwächen zu verbergen. man erhöht nur den Einsatz und die Fehlerwahrscheinlichkeit, und ich denke, das macht es spannender, und es gibt ein realeres Bild der besten Spieler."

Die Schachfans dürfen sich jedenfalls bald wieder auf Spitzenschach freuen und vielleicht zeigt dieses Turnier auf, welchen Weg Schach in der Zukunft gehen könnte. (wk, Info/Foto: Chess24)

Zum Artikel bei Chess24, Meldung ORF-Online

Magnus Carlsen Website