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Erfolgreiche Trainingswoche mit GM RB Ramesh in Wien

Bericht von Gert Schnider

Die Trainingswoche mit GM RB Ramesh war für alle Teilnehmer extrem spannend und hat uns viele neue Perspektiven aufgezeigt. Die indische Mentalität und Arbeitseinstellung kann unsere Spieler sehr bei ihrer schachlichen Weiterentwicklung unterstützen, und die gezeigten Trainingsmethoden helfen, die Trainingszeit effizienter zu nutzen.

Wir haben manche Stellungen für mehrere Stunden analysiert, oft viele Züge vorausgerechnet und wichtige Details gefunden – Rameshs Idee ist, dass das Training härter als die Partie sein sollte und man auch nach einer langen Partie am Ende eines harten Turniers noch voll konzentriert sein muss. Und das muss man auch im Training entsprechend üben!

Die Trainingswoche wurde auch durch viele Geschichten aufgelockert und wir haben einiges über das Training der indischen Spitzenspieler erfahren.

Weitere wichtige Themen waren die richtige Zielsetzung – man sollte sich hohe Ziele stecken („In Indien sagt jedes kleine Kind, das man über seine Ziele im Schach fragt: Ich möchte Weltmeister werden!“). Wir haben auch über das richtige Mindset, den richtigen Umgang mit Schwierigkeiten, den Fokus auf das Lernen statt auf die Ergebnisse und viele weitere Themen gesprochen und konnten alle viele Anregungen mitnehmen, wie wir das eigene Schach und auch das Schach in Österreich in Zukunft stärken können.

Insgesamt hat Ramesh sieben Tage mit uns verbracht, davon fünf Tage Trainingslager für den Herrenkader und unsere besten Jugendspieler, einen Trainingstag für die jüngeren Jugendkaderspieler und einen Tag Trainerfortbildung.

Ein herzlicher Dank an RB Ramesh, und wir hoffen alle, dass er wieder einmal zu einer Trainingswoche nach Österreich kommt! 

 

Bericht von Harald Schneider-Zinner

Nachdem Ramesh intensiv mit unseren Nationalspielern und dem starken Nachwuchs trainierte, stand er am Samstag unseren Trainern zur Verfügung.

Diese nahmen das Angebot gerne an. Die Fortbildung war ausgebucht, und auch weite Anreisewege aus Vorarlberg wurden gerne in Kauf genommen.

Ramesh betonte die Notwendigkeit, bereits in sehr frühem Alter mit einem intensiven, konzentrierten und disziplinierten Training zu beginnen. Dieses muss von zahlreichen Turnierteilnahmen mit klassischer Bedenkzeit flankiert werden. Ein Kind in der U10 oder U12 sollte es locker auf 80 bis 100 Turnierpartien pro Jahr bringen, wenn es an der Weltspitze mitmischen möchte. Dabei müssen natürlich auch die Eltern mit an Bord geholt werden.

Groß denken, groß träumen, kein Gejammere, keine sinnlose Ablenkung durch Social Media und Videos – dann ist alles möglich.

Ziel des Trainings ist es, Spieler und Spielerinnen dabei zu helfen, in allen Bereichen der Partie stark zu werden – vor allem aber in der Rechentiefe. Viele der europäischen Spieler schnorcheln nach Ansicht von Ramesh nur an der Oberfläche, ohne die wunderschönen Tiefen der Varianten ergründen zu können.

Das Eröffnungstraining sollte hingegen nur einen bescheidenen Platz einnehmen, solange sich noch keine wirkliche Spielstärke entwickelt hat. Er empfiehlt ein Mischungsverhältnis von 60 % Mittelspiel, 20 % Endspiel und 20 % Eröffnung.

Vor allem müssen unsere Kinder aber lernen, sich über lange Zeit zu konzentrieren. Dabei erzählte Ramesh, wie er Kinder mithilfe von Bildern und Geschichten schon sehr früh dazu bringt. Er erzählte die Geschichte vom Löwen:

„Wenn du trainierst und ein Löwe in den Raum kommt, warum siehst du ihn dann nicht?“ – „Weil ich mich auf meine Aufgabe konzentriere.“

„Wenn der Löwe brüllt, warum hörst du ihn dann nicht?“ – „Weil ich mich auf meine Aufgabe konzentriere.“

„Wenn der Löwe dich ins Bein beißt, warum spürst du nichts?“ – „Weil ich mich auf meine Aufgabe konzentriere.“

Die nächste ÖSB-Trainerfortbildung findet am Samstag, 12. September, am Walserberg (Nähe Salzburg) statt. Themen: U8-Sichtungsmodell in Deutschland; Chessable & Co. im Vereinstraining effektiv einsetzen; Planfindung in statischen und dynamischen Stellungen u. a. . (ssc)

Ausschreibung

Sandra Schmidt wechselt zum Deutschen Schachbund

Liebe Schachfamilie,

Sandra Schmidt wird ihre Tätigkeit als Generalsekretärin des Österreichischen Schachbundes mit 15. August 2026 beenden und künftig für den Deutschen Schachbund tätig sein.

Bereits vor ihrem Wechsel nach Österreich war Sandra ehrenamtlich für den Deutschen Schachbund tätig und organisierte mit großem Engagement die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM). Diese Turnierserie ist ein Herzensprojekt von Sandra. Der dafür benötigte erforderliche Aufwand lässt sich jedoch nicht mit einer Vollzeitbeschäftigung in Österreich vereinbaren. Sandra hat nun vom Deutschen Schachbund ein Angebot erhalten, diese Turnierserie als hauptamtliche Mitarbeiterin des DSB zu organisieren. Zusätzlich hat Sandra ihren familiären und sozialen Lebensmittelpunkt natürlich noch immer in Deutschland.

Der Österreichische Schachbund verliert damit eine engagierte Mitarbeiterin freut sich aber gleichzeitig, dass sich für Sandra eine berufliche Möglichkeit ergeben hat, hauptamtlich und mit Lebensmittelpunkt in Deutschland im Schach tätig zu sein. Wir danken Sandra herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement in den vergangenen Monaten und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg viel Erfolg, Gesundheit und alles Gute.

Wie wir die Nachfolge von Walter Kastner im Generalsekretariat am effizientesten gestalten, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten in den zuständigen Gremien beraten und entscheiden, in jedem Fall werden wir die Position der Generalsekretärin bzw. eines Generalsekretärs ausschreiben und freuen uns bereits auf zahlreiche Bewerbungen von qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten.

Damit verbleibe ich einstweilen mit sportlichen Grüßen,

Michael Stöttinger
Präsident

 

Persönliche Worte von Sandra Schmidt

Als ich im vergangenen Jahr die Zusage für die Stelle als Generalsekretärin des Österreichischen Schachbundes erhielt, habe ich mich außerordentlich gefreut. Für mich war diese Aufgabe die große Chance auf einen kompletten Neuanfang.
Für das entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich insbesondere bei Präsident Michael Stöttinger, beim gesamten Präsidium sowie bei Walter Kastner ganz herzlich bedanken.

In den vergangenen Monaten hatte ich die Möglichkeit, einen sehr umfassenden Einblick in die Verbandsarbeit und ihre vielfältigen Strukturen zu gewinnen. Walter war mir dabei ein großartiger Mentor, von dem ich fachlich wie persönlich sehr viel lernen durfte. Dieses Wissen wird mich auch auf meinem weiteren beruflichen Weg begleiten.

Die österreichische Schachszene habe ich in den vergangenen Monaten als sehr aktiv, engagiert und motivierend erlebt. Besonders beeindruckt hat mich die intensive Nachwuchsarbeit. Erst in der vergangenen Woche konnten bei der Jugend-Europameisterschaft im Schnellschach mit zwei Vize-Europameistertiteln große Erfolge gefeiert werden.

Dem Österreichischen Schachbund werde ich mich stets verbunden fühlen und bin für die mir entgegengebrachte Wertschätzung und das Vertrauen von Herzen dankbar.

Ich wünsche dem Österreichischen Schachbund für die Zukunft alles Gute.

Sandra Schmidt

ChessBase-Interview mit Michael Stöttinger und Dominik Mayr

Im Rahmen der ChessBase-Interviewreihe „Wissen ist Matt“ waren ÖSB-Präsident Michael Stöttinger und Dominik Mayr, Vizepräsident des Österreichischen Schachfördervereins, zu Gast bei Johannes Fischer.

In dem ausführlichen Gespräch sprechen die beiden Funktionäre über ihre Leidenschaft für das Schachspiel, die Herausforderungen und Chancen der Verbandsarbeit sowie die Bedeutung einer nachhaltigen Nachwuchsförderung. Weitere Themen sind die Entwicklung des österreichischen Schachs, der verantwortungsvolle Umgang mit finanziellen Ressourcen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft des Schachsports.

Ein interessantes Interview für alle, die sich für die Arbeit hinter den Kulissen des österreichischen Schachs und die strategische Weiterentwicklung unseres Sports interessieren. (wk, Foto: ChessBase)

Website ChessBase
Zum Interview auf Youtube...

Server-Update: Vorübergehende Einschränkung der Erreichbarkeit ab 14:00 Uhr

Aufgrund eines geplanten Server-Updates kann die Website des Österreichischen Schachbundes heute ab 14:00 Uhr vorübergehend nicht erreichbar sein.

Wir arbeiten daran, die Wartungsarbeiten so rasch wie möglich abzuschließen, und bitten um Ihr Verständnis. (wk)

Ausschreibung Meisterschaften 2027 / 2028

Der Österreichische Schachbund (ÖSB) schreibt die Ausrichtung seiner Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften für die Jahre 2027 und 2028 aus, sofern diese nicht bereits vergeben wurden. Die Ausschreibung richtet sich an die Landesverbände des ÖSB.

Vereine, Personen oder Organisationen, die eine Meisterschaft ausrichten möchten, müssen ihre Bewerbung mit dem jeweiligen Landesverband abstimmen und über diesen einreichen.

Wir freuen uns auf Bewerbungen bis spätestens 1. September 2026. Die Vergabe erfolgt in der darauffolgenden Sitzung des ÖSB-Präsidiums. (wk)

Download: Ausschreibung