Wijk - Carlsen und Aronian verlieren
Die dritte Runde in Wijk aan Zee hatte es so richtig in sich. Am Ende lachen die Weiß-Spieler mit vier Siegen bei drei Remisen. Die Sensation des Tages ist der Sieg von Radoslaw Wojtaszek gegen Magnus Carlsen. Erneut spielt Carlsen unkonventionell, erhält aber in einem holländischen Leningrader rasch Probleme, die er letztlich nicht lösen kann. Die zweite Überraschung ist ein hübscher Sieg des Neo-Amerikaners Wesley So gegen Levon Aronian. So umgeht die Berliner Verteidigung mit Schottisch. Nach einem taktischen Versehen verliert Aronian eine Figur und trotz heftiger Gegenwehr die Partie. Carlsen und Aronian liegen damit nach drei Runden bei jeweils einem Punkt. An der Spitze schließt Vassily Ivanchuk mit einem eindrucksvollen Sieg gegen Van Wely zu Caruana auf. Beide halten bei 2,5/3. Caruana gerät mit Schwarz gegen Giri zwar unter Druck kann aber trotz einer Qualität weniger die Partie halten. Der vierte Sieg des Tages gelingt Ding gegen Jobava, der einen ganz schlechten Tag erwischt und schon nach 15 Zügen praktisch auf Verlust steht. Ein erstes Remis gelingt Weltmeisterin Yifan Hou gegen Saric. Remis endet auch die Parie zwischen Vachier-Lagrave und Van Wely. Heute startet die vierte Runde um 13:30 Uhr. ChessBase kommentiert alle Partien der A-Gruppe am Fritz-Server live in Deutsch und Englisch. Die Kommentare sind für Premium Mitglieder kostenlos. Premium Account im ChessBase Shop kaufen... (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite

Wijk aan Zee beginnt mit einer spannenden ersten Runde. In der Schlagerpaarung trennen sich Lokalmatador Anish Giri und Weltmeister Magnus Carlsen mit einem Remis. Carlsen wählte wieder eine seltene Eröffnung mit Schwarz, die Partie bleibt aber stets im Gleichgewicht. Einen raschen Ausgleich mit baldigem Remis schafft auch Aronian mit Italienisch gegen Saric. Hartumkämpfte Remisen gibt es in einem Najdorf Sizilianer zwischen So und Wojtaszek und in einer Pirc Verteidigung zwischen Radjabov und Van Wely. Fabiano Caruana beginnt 2015 mit einem Schwarzsieg gegen Liren Ding. Es ist zugleich der rascheste Sieg der Runde. Einen ganzen Punkt holt auch Vachier-Lagrave gegen die französische Verteidigung von Yifan Hou. Dritter Sieger des Tages ist Vassily Ivanchuk gegen Baadur Jobava. Dabei hatte Jobava in einem Kalashnikov Sizilianer mit Schwarz bessere Chancen, berechnet am Ende aber den Übergang in ein Bauernendspiel falsch und stellt die Partie damit ein. Heute haben die großen Drei ihren ersten Auftritt mit Weiß. Carlsen spielt gegen So, Caruana gegen Saric und Aronian gegen Giri. Die Runde beginnt um 13:30 Uhr. (wk, Foto: ChessBase)
Das internationale Schachjahr beginnt traditionell mit dem Tata Steel Turnier in Wijk aan Zee. Vom 10. bis 25. Jänner werden zwei Rundenturniere mit je 14 Teilnehmern gespielt. In der hochkarätigen A-Gruppe sind fünf Spieler der Top-10 am Start, allen voran Weltmeister Magnus Carlsen, Fabiano Caruana und Vorjahrssieger Levon Aronian. Die Lokalmatadoren sind Anish Giri, er ist mit eine Elozahl von 2784 die Nummer vier, und Loek Van Wely. Weltmeisterin Yifan Hou ist zum zweiten Mal in der A-Gruppe dabei. Man darf gespannt sein, wie sie sich heuer schlägt, im Vorjahr hatte sie bereits für ausehen gesorgt und eine Eloperformance von 2687 erreicht. Der Sieger der B-Gruppe aus dem Vorjahr ist der Kroate Ivan Saric. Er hat sich damit ebenfalls ein Ticket für die A-Gruppe gesichert. Die erste Runde startet morgen um 13:00 Uhr. Auf der Turnierseite wird es Live-Kommentare mit Yasser Seiriawan geben. ChessBase wird alle Runden am
Das traditionell gut besetzte Zadar Open fand heuer vom 14. bis 20. Dezember statt. In der A-Gruppe waren 45 Spieler aus 9 Nationen am Start, darunter 11 Großmeister und 11 Internationale Meister. Turniersieger wird Evgeny Postniy (ISR) mit 7 Punkten vor den beiden Türken Ogulcan Kanmazalp und Burak Firat, die beide jeweils 6,5 Punkte holen. Dahinter machen sich angeführt von Ante Saric die heimischen Spieler breit. Es folgen Predojevic (BIH) und dann ein Kroatenpaket mit Stevic, Brkic, Zelcic, Kozul, Zufic und Jovanovic. Die vier Österreicher am Start belegen die Plätze 14, 15, 19 und 21. Peter Schreiner holt ebenso wie Mario Schachinger und Georg Halvax 5 Punkte ist nach Feinwertung bester Österreicher. Staatsmeister Mario Schachinger gelingt mit 2457 die beste Performance. Georg Halvax zeigt mit 4/5 nach schlechtem Start ein gutes Finale und Robert Kreisl verliert nur gegen Brkic und Zelcic. (wk, Foto: Velid Jakupovic)
Viswanathan Anand gewinnt in der letzten Runde des Super Six in London dank einer erfolgreichen Berliner Verteidigung mit Schwarz gegen Lokalmatador Michael Adams. Dieser erste und einzige Sieg reicht Anand zum Turniersieg. Er schließt in der Tabelle punktemäßig zu Vladimir Kramnik und Anish Giri auf. Turniersieger wird Anand aufgrund der höheren Zahl an Schwarzsiegen. Trotz der 3-Punkteregel für den Sieg enden beim Super Six 10 von 15 Partien mit einem Remis. Kramnik, Giri, Nakamura und Adams gewinnen je einmal mit Weiss. Der einzige und turnierentscheidende Schwarzsieg bleibt Anand vorbehalten. Sieglos bleibt nur Caruana. Adams verliert dreimal, Caruana und Nakamura je einmal. Anand, Kramnik und Giri bleiben im fünfrundigen Sprintturnier ungeschlagen. Ein Wettkampf zwischen Jones (2661) und Edouard (2659) endet mit 3:2 für Jones. Er gewinnt die Auftaktpartie, alle anderen Partien enden Remis. Das parallel ausgetragenen FIDE Open gewinnen Kamil Dragun (POL) und Jinshi Bai (CHN) mit je 7,5 Punkten vor Tkachiev (FRA), Socko (POL), Lendermann (USA), Fier (BRA), Greenfeld (ISR) und Stopa (POL), alle mit 6,5 Punkten. Insgesamt waren 203 Spieler/innen am Start. (wk, Foto: Turnierseite)