London Super Six - Giri und Kramnik
In der ersten Runde der London Super Six gewinnt Michael Adams nach einem langen Kampf mit beiderseitigen Chancen gegen Fabiano Caruana. Dabei kam Italiens Vorkämpfer in einem klassischen Spanier gut aus der Eröffnung und war bereit die Initiative zu übernehmen. Adams suchte sein Heil in einem Figurenopfer am Königsflügel mit guten praktischen Chancen. Caruana kann zwar die Drohungen gegen seinen König abwehren, trotz Minusfigur bleibt Adams dank zweier Freibauern gefährlich und krönt seine Strategie am Ende mit einem gewinnbringenden Damenopfer. In der zweiten Runde kann der Engländer seine Führung nicht behaupten, Anish Giri wird zum Stolperstein und erobert gemeinsam mit Vladimir Kramnik die Führung. Kramnik schlägt Nakamura in einem Königsinder. Keine Änderungen bringt der dritte Spieltag. Alle drei Partien werden mit 1.e4 e5 eröffnet und enden in einem Remis Im Vorfeld gewann Adams ein 12-er Bitzturnier und Nakamura ein zehnrundiges Schnellschach-Open. (wk, Logo: Turnierseite)
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Einen spannenden Verlauf mit einem überraschenden Sieger nimmt das Katar Open 2014. Zum Auftakt dominiert Hollands Superstar Anish Giri mit sechs Siegen in Serie. In der siebenten Runde trifft Giri dann mit Schwarz auf Vladimir Kramnik, der mit zwei Remisen begonnen hatte, danach aber mit vier Siegen in Folge zum ersten Verfolger von Giri wurde. Im direkten Duell gewinnt Kramnik und schließt zu Giri auf. Tags darauf scheint eine Vorentscheidung zugunsten des russischen Ex-Weltmeisters gefallen zu sein. Giri verliert überraschend mit Weiß gegen den Chinesen Yangyi Yu. Kramnik besiegt hingegen Saleh Salem und geht mit einem halben Punkt Vorsprung auf Yu in die Schlussrunde. Im direkten Duell wählt Yangyi Yu jenes Anti-Berliner Abspiel mit dem Carlsen in der zweiten WM-Partie gegen Anand erfolgreich war. Auch Kramnik sieht sich rasch mit Problemen konfrontiert die er nicht mehr lösen konnte und Katar hatte mit Yu, der Nummer 13 der Setzliste, einen Überraschungssieger. Einen halben Punkt hinter Yu belegen Giri und Kramnik mit 7 Punkten die Plätze. (wk, Foto: ChessBase)
In St. Louis fand vom 21. bis 25. November ein Zweikampf zwischen Hikaru Nakamura (USA) und Levon Aronian (ARM) statt. Gespielt wurden zuerst 4 Partien im Standardschach und dann 16 Blitzpartien. In den "langen" Partien gelingt Nakamura ein Auftaktsieg, der von Aronian umgehend gekontert wird. Nach zwei Remisen endet das Duell im klassischen Schach mit 2:2. In den Blitzpartien setzt sich dann aber Nakamura mit 9,5:6,5 durch und entscheidet den Wettkampf mit dem Gesamtscore von 17,5:14,5 für sich. Gezählt wurden vierfache Punkte für die Ergebnisse im Standarschach und "normale" Punkte für Blitzschach. Vom Gesamtpreisfonds von 100.000 Dollar gehen 60.000 an Nakamura. (wk, Foto: ChessBase)
Alexander Grischuk gewinnt mit einer weltmeisterlichen Performance von 2996 das Petrosian Memorial in Moskau mit 5,5 Punkten aus 7 Partien vor Kramnik (4,5) sowie Aronian und Gelfand (je 4). Grischuk startet mit 4,5/5 und besiegt dabei Gelfand, Leko, Morozevich und Inarkiev. Remisen gegen Aronian und Kramnik in den Schlussrunden sichern den klaren Turniersieg. Mit dieser Leistung klettert Grischuk in der Weltrangliste über die 2800 Marke und ist in der inoffiziell geführten Live Rating Liste mit 2810 hinter Carlsen und Caruana vor Topalov, Aronian und Anand die neue Nummer 3. (wk, Foto: Turnierseite)
Vom 4.-11. November findet in Moskau ein Memorial in Gedenken des 9. Weltmeisters der Schachgeschichte, Tigran Petrosian, statt. Im hochkarätigen Achterfeld enden drei der vier Partien der Auftaktrunde mit einem Remis: Ding-Kramni, Leko-Morozevich und Aronian-Gelfand. Einzig Alexander Grischuk feiert gegen Ernesto Inarkiev einen Sieg. In einer Reti Eröffnung sichert sich Grischuk rasch die bessere Baurnstruktur und nutzt diesen strategischen Vorteil zum ganzen Punkt. Die zweite runde läuft gerade und wird auf der Turnierseite live übertragen. (wk, Foto: ChessBase)