Norway Chess: So stoppt Carlsen
In der sechsten Runde stoppt Wesley So beim Norway Chess in Stavanger den bisher groß aufspielenden Lokalmatador und Weltmeister. Magnus Carlsen spielt gegen die slawischen Abtauschvariante abseits der Hauptvarianten, erhält in Folge einen schlechten slawischen Läufer und muss zudem einen Bauern geben. Der erste Sieg von So und die erste Niederlage von Carlsen machen das Turnier wieder völlig offen. Carlsen führt zwar weiter mit dreieinhalb Punkten aus sechs Partien, So folgt aber mit drei aus fünf. Die unterschiedlich Anzahl der Partien liegt am Rückzug Ding Lirens. Der Chinese musste nach einem Radunfall operiert werden und konnte das Turnier nach der dritten Runde nicht fortsetzen. Seine bisherigen Ergebnisse, drei Remisen, fallen aus der Wertung. Heute würde Carlsen gegen Ding spielen und hat daher eine Pause. Zuvor konnten in der vierten Runde Aronian und Karjakin Siege gegen Mamedyarov und Vachier-Lagrave einfahren. In der fünften Runde holt Caruana mit seinem ersten Sieg Karjakin wieder auf die 50%-Marke zurück, wonach Carlsen wieder einen Punkt Vorsprung hatte, bis er eben gestern über So stolperte. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite

Der Mitropacup 2018 beginnt für Österreichs Frauen mit einem 3:1 Sieg gegen Kroatien. Chiara Polterauer und Elisabeth Hapala gewinnen ihre Weißpartien gegen Stella Sankova und Anna Vrtiakova überzeugen, Veronika Exler und Annika Fröwis remisieren gegen Sucikova und Ferkova. Heute wartet Kroatien auf das Team von Harald Schneider-Zinner. Die Kroatinnen haben gestern gegen Deutschland mit 3,5:0,5 verloren. Deutschland ist mit diesem Sieg erster Tabellenführer und ist gemeinsam mit Italien der große Favorit auf den Sieg. Österreichs Herren beginnen mit einer 2:2 Punkteteilung gegen starke Kroaten. Neo-IM Felix Blohberger gewinnt mit Schwarz gegen Sven Tica. Valentin Dragnev und Florian Mesaros remisieren gegen Davorin Kuljasevic bzw. Jadanko Plenca an den Spitzenbrettern. Leider muss Robert Kreisl gegen Jurica Srbis den Ausgleich zulassen. Heute ist unser Team gegen Slowenien in der Favoritenrolle. Die zweite Runde beginnt um 15:00 Uhr. Sie wird live auf der Turnierseite übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
Der Mitropacup 2018 beginnt heute am Südzipfel Italiens im Le Castella Resort bei Isola Capo Rizzuto (Kalabrien). Österreich ist bei den Herren mit David Shengelia, Valentin Dragnev, Felix Blohberger, Florian Mesaros und Robert Kreisl am Start, wobei Shengelia die Rolle eines Playing-Captains inne hat. Im Frauenbewerb spielen Veronika Exler, Chiara Polterauer, Annika Fröwis, Elisabeth Hapala und Denise Trippold. Gecoacht wird das Team von Harald Schneider-Zinner. In der ersten Runde treffen die Frauen auf die Slowakei, die Herren spielen gegen Kroatien. Die Runde beginnt um 15:00 Uhr und wird auf der Turnierseite live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
Magnus Carlsen präsentiert sich in Stavanger beim Norway Chess weltmeisterlich. In der dritten Runde gelingt ihm gegen Levon Aronian sein zweiter Sieg. In einer Berliner Verteidigung wählt Carlsen mit Weiß eine ruhige Variante, erhält aber eine gute Entwicklung und die leichter zu spielende Stellung. Auf dieser Basis setzt er Aronian unter Druck. Ein Fehler des Armeniers führt dann zu einer raschen Entscheidung. Aronian gibt im 31. Zug auf. Der zweite Sieg von Carlsen ist auch der zweite Sieg im Turnier. Alle anderen der 15 Partien endeten bisher mit Punkteteilungen. Carlsen führt daher mit zweieinhalb Punkten aus drei Partien und einem komfortablen Vorsprung von einem Punkt auf Karjakin, Ding, Nakamura, Anand, Mamedyarov, So und Vachier-Lagrave. Aronian und Caruana folgen mit einem Punkt am Tabellenende. Heute ist in Stavanger ein Ruhetag. Morgen spielt Carlsen mit Schwarz gegen Nakamura. (wk, Foto: Turnierseite)
Markus Ragger führt in der französischen Top-12 Liga nach vier von elf Runden mit seinem Klub Bischwiller, der als einziger Verein bisher alle Begegnungen gewinnen konnte. Ragger trägt zum guten Gelingen drei Remisen gegen Baadur Jobava (2663), Todor Todorov (2447), Pavel Eljanov (2702) und einen Sieg gegen Jean-Luc Chabanon (2450) bei. Letzteren überfährt Ragger in einer skandinavischen Verteidigung mit einem frühen Figurenopfer schon in der Eröffnung. Bischwiller gewann seine Wettkämpfe gegen Tremblay en France (4:1), Metz Fischer (2:0), Nice Alekhine (1:0) und THF Saint-Quentin (7:0). Gezählt werden in Frankreich nur die Siegpunkte. In der Tabelle führt Bischwiller mit 12 Punkten vor Grasse Echecs (11) und Titelverteidiger Clichy (10). Hier gibt es für einen Sieg drei Punkte, ein Unentschieden zwei Punkte und für eine Niederlage einen Punkt. Heute trifft Bischwiller auf seinen ersten Verfolger Grasse Echecs. Die Partien werden auf der Turnierseite und von anderen Anbietern wie ChessBase oder Chess24 live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)