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FIDE verschiebt Schach-Olympiade auf 2021

Der Weltschachbund (FIDE) hat gestern auf seiner Website bekannt gegeben, dass die Schach-Olympiade - sie sollte vom 5. bis 17. August 2020 in Moskau stattfinden - um ein Jahr verschoben wird. Das offizielle Statement lautet:

"Dear members of the chess community,

As you know, the Chess Olympiad is the most popular FIDE event, attended by thousands of people, including players, coaches, officials, and spectators. The mission of Chess Olympiads is not only to determine the sportive results but also to popularize our game and unite chess lovers around the world in this truly global sports festival.

At the same time, FIDE is deeply concerned about the growing COVID-19 pandemic and its impact on people's lives. Taking into account the reports from the World Health Organisation (WHO) indicating the constant increase in the number of cases worldwide, and given today's IOC statement regarding the Tokyo 2020 Olympic games, FIDE has decided to postpone the 44th Chess Olympiad (including the competition for players with disabilities) and the FIDE Congress.

These events, to be held in Moscow and Khanty-Mansiysk during the summer of 2020, are rescheduled to the summer of 2021 at the same locations. FIDE will continue to work hard in order to support various chess activities, at the same time caring first and foremost about the health and well-being of the entire chess community.

FIDE Council
March 24, 2020"

FIDE Website, Meldung Olympiade

Präsident Christian Hursky zur aktuellen Situation im ÖSB im Interview mit Hannes Neumayer

Welche Auswirkungen hat die aktuelle Corona-Krise auf den ÖSB?

Christian Hursky: „Sämtlicher Meisterschaftsbetrieb ist abgesagt. Das war vor einer Woche noch nicht so klar, da galt die 100 Personen Indoor- Regel, und ich habe auf die Maßnahmen der Regierung vertraut. Erst ein Anruf von mir letzten Donnerstag bei der Stadt Wien hat die Notbremse ausgelöst: Da war klar, dass ab Montag Österreich geschlossen sein wird."

Bis wann ist der Spielbetrieb abgesagt?

Christian Hursky: „Ich rechne, dass die derzeit geltenden Maßnahmen mindestens bis Ende der Osterferien gelten. Frühestens am 19. April können wir Entscheidungen treffen, ob und wie der Meisterschaftsbetrieb weiter geht."

Welche Veranstaltungen sind konkret betroffen?

Christian Hursky: „Die erste Bundesliga, die Frauen Bundesliga, die 2. Bundesliga Ost und Mitte, die Österreichischen Senioren-Meisterschaften und die Jugend Bewerbe zu Ostern in St. Veit."

Gibt es ein Szenario, in dem heuer kein Bundesliga-Titel vergeben wird?

Christian Hursky: „Das werden wir nicht vor 19. April entscheiden. Aber natürlich müssen wir darüber nachdenken. Denn mit 1. Juli beginnt die Übertrittszeit, die aktuelle Meisterschaft müsste also bis spätestens 30. Juni beendet sein. Und der Meister der 2. Bundesliga West, Absam, wird wohl sein Recht einfordern im nächsten Jahr 1. Bundesliga spielen zu wollen. Die Österreichische Jugend- und Seniorenmeisterschaft kann man sicher im Herbst nachtragen."

Sind verstärkte Online-Aktivitäten geplant?

Christian Hursky: “Der ÖSB ist intern dabei, die Tools für optimale Videokonferenzen zu suchen. Und wir überlegen, für die turnierfreien Wochen Online-Turniere zu organisieren. Generalsekretär Walter Kastner ist beauftragt, nach entsprechenden Wegen zu suchen. Die National- und Nachwuchsspieler erhalten alle ihre Trainings über Skype. Auch die geplanten Trainingswochen von Artur Jussupow werden so stattfinden."

2020 wird auch hundert Jahre ÖSB gefeiert, wie sieht der weitere Plan aus?

Christian Hursky: Unser Bundestag und die ÖSB-Sitzung in Kärnten vergangenes Wochenende wurden abgesagt. Die nächste Sitzung im Juni, wo wir festlich unser Magazin 100 Jahre ÖSB präsentieren wollten, ist Stand heute noch nicht gesichert. Eventuell gibt es die erste reguläre Sitzung erst im September. Und dann stellt sich die Frage, das Projekt "100 Jahre ÖSB" mit unserem Magazin, etc. erst am Gründungstag, am 12. Dezember, zu feiern, das würde dann Sinn machen. Das Jubiläums-Magazin ist im Prinzip fertig, alle Geschichten sind da. Aber auch unser Produktions- & Druck-Partner hat alles auf Eis gelegt."

Im Zuge des Magazins werden speziell in den letzten Wochen Fake-News verbreitet...

Christian Hursky (lacht): „Auf alle Fälle wurden da Fake-News verbreitet. In Österreich gilt der Spruch: 'Wer lange fragt, geht lange irr!'. In dem Fall wäre es besser gewesen mich zu fragen, dann hätte man sich Gerüchte über den ehemaligen Sportminister als Autor sparen können."

Wie ist das gemeint?

Christian Hursky: „Ganz einfach: Es wird außer unserem ehemaligen Präsidenten Kurt Jungwirth keinen einzigen Ex-Politiker geben, der einen Beitrag für das  Magazin leistet. Und mit nahezu einem halben Jahrhundert Präsidentschaft ist das im Fall von Kurt Jungwirth wohl mehr als gerechtfertigt. Wir sind froh, dass wir mehr als 20 verschiedene Autoren gefunden haben. Dafür wird es auch keine Vorworte geben. Leider konnte Michael Ehn für das Projekt nicht gewonnen werden. Er als Person wird aber dennoch ein Teil des Magazins sein."

Abschließende Frage, leider findet ausgerechnet im Jubiläumsjahr kein Vienna Chess Open statt. Warum nicht?

Christian Hursky: „ Ja, leider. Nach einer Prüfung des Rechnungshofes wird die Stadt Wien die Festsäle des Wiener Rathauses nur noch „mildtätigen“ Organisationen zur Verfügung stellen. Viele Sportdach- und Fachverbände sind mit ihren größeren und kleineren Aktivitäten davon be- und getroffen. Seit 2009, als das Vienna Chess Open wieder veranstaltet wurde, waren zwischen 650 bis 950 Spielerinnen und Spieler aus mehr als 50 Nationen, zum Teil mit ihren Angehörigen, zufriedene Gäste des Turniers und der Stadt. Das sorgt auch für Umsatz im Tourismus, auch nachhaltig, denn hier wurde „Gutes“ über Wien erzählt. Aber ein 9-tägiges Turnier, über alle Säle im 1. Stock würde bis zu 250.000 Euro kosten. Der Rechnungshof hat dem Sport und vielen anderen, nicht reichen, Organisationen hier einen Bärendienst erwiesen.“ (wk)

Coronavirus: Erlass schränkt Veranstaltungen ein

Die österreichische Bundesregierung hat heute per Erlass Einschränkungen bei Veranstaltungen beschlossen. Betroffen sind laut ORF-Online (https://www.orf.at//stories/3157260/) Outdoor Events ab 500 Teilnehmern und Indoor Events ab 100 Teilnehmern.

Betroffen sind, vorausgesetzt der Erlass tritt sofort in Kraft, auch das kommende Bundesliga-Wochenende und die Jugendmeisterschaften Anfang April in Kärnten. Der ÖSB wird daher nach der Publikation des Erlasse so rasch wie möglich prüfen ob eine räumliche Teilung der Veranstaltungen (1. Bundesliga, Frauenbundesliga, Bundesliga Mitte bzw. nach Altersklassen) möglich ist und im Einklang mit dem Erlass steht bzw. welche anderen Optionen in Frage kommen.

Eine endgültige Entscheidung wird in einer ÖSB-Sitzung am kommenden Sonntag, dem 15. März erfolgen. Wir werden dann über alle Maßnahmen des ÖSB so rasch wie möglich informieren.

Nicht betroffen sind nach derzeitigem Stand Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen, wie unsere 2. Bundesligen (sofern sie allein ausgetragen werden) oder alle Ligen auf Landesebene. (wk, Foto: BMI/Karl Schober)

Bundesministerium für Inneres,
Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Coronavirus: ÖSB sagt Bundesligen und Österreichische Meisterschaften ab

Der Österreichische Schachbund hat heute aufgrund der aktuellen Entwicklungen entschieden alle Bundesliga Termine und Meisterschaften der nächsten Wochen abzusagen. Das betrifft insbesondere:

- 2. Bundesliga Ost am 14./15. März in Wien
- 1. Bundesliga am 19./20./21. März in Graz
- 1. Frauenbundesliga am 20./21./22. März in Graz
- 2. Bundesliga Mitte am 20./21. März in Graz
- ÖM U12, U14, U16 und U18 vom 4.-9. April in St. Veit
- ÖM 50+ und 65+ vom 4.-10. April in St. Veit

Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahme, die aufgrund der aktuellen Entwicklungen leider notwendig ist. (wk)

ECU Treffen in Österreich

Das neue E-Magazin der Europäischen Schach Union berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über "ECU Meetings in Austria". Generalsekretär Theodorus Tsorbatzoglou hat am 26. und 27. Februar Graz und Wien besucht.

In Graz haben er und Vizepräsident Johann Pöcksteiner den langjährigen ÖSB Präsidenten und nunmehrigen Ehrenpräsidenten Kurt Jungwirth getroffen. Jungwirth hatte vor 35 Jahren die Gründung der ECU in Graz initiiert und war der erste Präsident der ECU.

Tags darauf kam es in Wien noch zu einem Treffen mit ÖSB Präsident Christian Hursky. (wk)

ECU E-Magazin