Die Soziologin, Schachspielerin und -trainerin Sarah Maienschein stellt das Projekt der „Nachbarschaftlichen Schachpartie“ vor. Eine Kooperation mit wohnpartner ermöglicht dem Wiener Schachverband die Beschäftigung von mehreren SchachtrainerInnen, die seit 2010 in den Schönwettermonaten jedes Jahr insgesamt mehr als 100 Veranstaltungen mit „Nachbarschaftlichen Schachpartien“ in Höfen und Parkanlagen verschiedenster Gemeindebauten in Wien begleiten. Nähere Informationen zu den Herausforderungen der Nachbarschaftlichen Schachpartie finden Sie in dem ausgezeichneten Beitrag von Sarah Maienschein, veröffentlicht in der Zeitschrift "systeme", interdisziplinäre Zeitschrift für systemtheoretisch orientierte Forschung und Praxis in den Humanwissenschaften.
(wk, Info/Text: Christian Hursky, Foto: Ludwig Schedl/Wohnservice Wien)
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In einem der stärksten Turniere in diesem Jahr trifft Weltmeister Viswanathan Anand (Indien) auf den früheren Weltmeister Vladimir Kramnik (Russland) und auf seinen letztjährigen Herausforderer Boris Gelfand (Israel) sowie den aufstrebenden Fabiano Caruana (Italien). Vom 28. Februar bis 1. März (26. Februar ist Ruhetag) werden sie im Hotel Savoy, Zürich-Paradeplatz, ein doppelrundiges Turnier spielen. 60 Jahre nach dem epischen Kandidaten Turnier wird Zürich wieder Schauplatz eines Aufeinandertreffens der führenden Schachmeister sein. Für Kramnik und Gelfand ist dies die letzte Gelegenheit ihre Stärke zu testen bevor dem Kandidaten Turnier in London, wo der Herausforderer von Viswanathan Anand im Kampf um die Schachkrone erkürt wird. Organisator ist die Schachgesellschaft Zürich. Live-Partien gibt es auf Schach.de bei ChessBase an jedem Turniertag ab 15.00 Uhr. (wk, Text/Foto: Schachgesellschaft Zürich)
Website Schachgesellschaft Zürich
In seiner Jännersitzung in Armenien hat das FIDE Präsidium unter anderem Richtlinien für behinderte Spieler/innen beschlossen und damit für eine in der Präxis meist funktionierenden Integration auch ein entsprechendes Regulativ geschaffen. Diese Richtlinien gelten für alle offiziell von der FIDE veranstalteten Turniere und werden zudem allen Organisatoren von Turnieren empfohlen. Änderungen gibt es auch bei den Titel- und Elobestimmungen, die ab 1. Juli in Kraft treten und noch gesondert bekannt gemacht werden. (wk, Foto: FIDE)
Bericht über die FIDE Präsidiumsitzung, Entscheidungen der Jännersitzung,
Richtlinien für behinderte Spieler/innen
In Island hat Schach einen hohen Stellenwert. Erinnert sei an den legendären WM-Kampf zwischen Fischer und Spassky oder an den ehemaligen FIDE Präsidenten GM Fridrik Olafsson (Foto links). Vom 19. bis 27. Februar findet heuer ein starkbesetztes Open statt. Nummer 1 der Setzliste ist Anish Giri vor Vachier-Lagrave, Navara, Cheparinov und weiteren 31 Großmeistern. Insgesamt sind 227 Spieler/innen aus 37 Ländern am Start, darunter auch eine österreichische Delegation. Den besten Start erwischte Andreas Diermair mit 2,5/3 und einem Remis gegen GM Nils Grandelius (2566). Peter Schreiner und Lukas Handler starten mit jeweils 2/3 und Niederlagen gegen Großmeister der gehobenen 2600-er Kategorie. Katharina Newrkla hält bei derzeit bei 50% der mmöglichen Punkte. Mit dabei sind auch Alexander Newrkla und Kiaras Pretterhofer. Einen guten Auftakt erwischt die 78-jährige Schachlegende Olafsson mit 2/3 darunter ein Remis gegen Navara. (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results
Station beim Vienna Mind Sports Festival machte Oleg Korneev auf der Durchreise von Deutschland in die Ukraine und gewann in zwei der drei ausgespielten Schachdisziplinen den ersten Preis. Im Schnellschach verwies der favorisierte Russe seinen GM-Kollegen Krisztian Szabo und den polnischen FM Mateusz Kuziola auf die Plätze, im Fischerschach (Chess 960) hielt er den aus Lienz angereisten Rainer Buhmann auf Abstand. Dafür hielt sich der seit kurzem in Graz lebende Deutsche im abschließenden Blitz schadlos vor David Shengelia und Korneev. Dass nicht alles Geld an die Großmeister ging, lag an den Preisen für den jeweils Besten der unteren Ratinghälfte. Zweimal holte ihn sich Dragan Antic, beim Fischerschach kam der in Wien lebende Ukrainer Dmytro Lytvynets zu Ehren. (wk, Text: Stefan Löffler)
Ergebnisse bei Chess-Results: Schnellschach, Blitzschach, Chess-960
Wie uns jetzt bekannt wurde hat Wien TV in seiner Sportsendung vom 2. Februar eine Reportage über den österreichischen Schachsport ausgestrahlt. Dieses Projekt konnte vom ÖSB mit Unterstützung des Sportministeriums im Rahmen der Schach-Olympiade 2012 in Istanbul verwirklicht werden. Kooperationspartner war die Firma PopUpMedia, gestaltender Redakteur Andreas Ubell. ÖSB Vizepräsident Johann Pöcksteiner hat das Projekt führend betreut. Der Schachbeitrag in der Sendung beginnt bei Minute 10:27 in der unten angeführten Sportsendung. (wk)
Zur Sportsendung vom 4.2.2013...
Zwei Runden vor Schluss hatte der Italiener Fabiano Caruana nach einem Schwarzsieg gegen Arkadij Naiditsch mit einem Punkt Vorsprung beste Chancen auf den Turniersieg beim beim Grenke Chess Classic GM-Turnier in Baden-Baden. Aber dann verpasst Caruana es den Sieg heimzuspielen. Er verliert in der 9. Runde mit Weiß gegen Adams sein erste und einzige Partie und muss Viswanathan Anand nach einem schönen Sieg gegen Daniel Friedman gleichziehen lassen. Die Schlussrunde dreht das Turnier dann gänzlich zugunsten des Weltmeisters. Anand fügt Deutschlands Vorkämpfer Naiditsch, er war toll in das Turnier gestartet, die dritte Niederlage in Serie zu. Gleichzeitig kommt Caruana gegen Fridman über eine Remis nicht hinaus. Damit ist Anand mit 6,5 Punkten aus 10 Partien ungeschlagen alleiniger Turniersieger vor Caruana (6) sowie Adams und Meier (je 5). Naiditsch remisiert nur zwei Partien, verhaut aber nach gutem Start das Finale total und kann gerade noch Rang 5 vor Fridman retten. (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite
IM Andreas Diermair gewinnt das 17. Lienz Open 2013. Das Turnier endete ungewöhnlich weil die GM´s Sedlak, Jovanovic und Popovic zu spät erschienen, sodass IS Manfred Mussnig die Partien kontumazieren musste. Hervorragend schlug sich auch der Lokalmatador Robert Rieger der nach einem Sieg in der 9. Runde gegen Stadik Wolfgang 6,5 Zähler im Schlussklassement aufweist. Eine Überraschung gelang auch dem 10jährigen Asserbaidschaner Aliyev Ravan er gewann in der letzten Runde gegen den Kärntner Daniel Hartl. (wk, Text: Robert Mattersberger)
Turnierwebseite, Ergebnisse bei Chess-Results
Weiterlesen: Österreicher gewinnt Lienz-Open 2013!
Am 15. Februar 1913 erblickte Erich Gottlieb Eliskases in Innsbruck das Licht der Welt. Bereits mit 17. Jahren lässt er erstmals bei der Schach-Olympade 1930 in Hamburg mit 11/15 aufhorchen. Seinen größten Einzelerfolg feiert Eliskases 1938 mit Platz 1 bei Turnier Noordwijk und distanziert Paul Keres um einen Punkt und Exweltmeister Max Euwe um zweieinhalb. Annektiert von Deutschland muss der Tiroler 1939 bei der Olympiade in Buenos Aires für das deutsche Team spielen und gewinnt mit diesem die Goldmedaille. Noch während der Olympiade brach der 2. Weltkrieg aus und Eliskases entschloss sich nicht mehr in die "alte Welt" heimzukehren. Zum 100. Geburtstag widmet Schach-Ticker dem 1997 verstorbenen Jubiliar einen ausführlichen Bericht, auf den wir mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers verlinken... (wk)
Zum Bericht bei Schach-Ticker...
Von Scrabble bis Poker reicht die Palette beim derzeit erstmalig stattfindenden Vienna Mind Sports Festival im Hotel Imperial Riding School Renaissance. Da durfte für den englische Veranstalter Mind Sports International auch Schach nicht fehlen. An diesem Samstag gibt es ein Schnellturnier (1. Preis 400 Euro), am Sonntag erst Chess960 (1. Preis 300 Euro) dann Blitzschach (1. Preis 400 Euro). In dem kleinen, aber hochklassigen Teilnehmerfeld können sich Kurzentschlossene mit Großmeistern aus Ungarn, Deutschland, Russland und Wien messen. (wk, Info/Text/Bild: S. Löffler)
Vienna Mind Sports Festival, Turnierflyer 16./17. Februar