Frauen EM: Exler startet mit Sieg
Die Frauen Europameisterschaft wurde gestern in Antalya mit der ersten Runde gestartet. Von den Österreicherinnen gelingt Veronika Exler mit Schwarz gegen die Türkin Irem Ezra Oz ein Auftaktsieg. Barbara Teuschler, Denise Trippold und Elisabeth Hapala verlieren gegen elostärkere Gegnerinnen. Insbesondere Trippold hatte aber durchaus Chancen. Sie stand gegen die Fränzösin Sophie Milliet klar besser, ehe ein Fehler die Partie gedreht hat. Die größte Sensation des Tages an den Spitzenbrettern ist ein Sieg der Italienerin Elena Sedina in nur 15 Zügen gegen die Litauerin Deimante Cornette. Die Russinnen Aleksandra Goryachkina und Olga Girya geben Remisen ab, wobei die an Nummer Eins gesetzte Goryachkina sich darüber glückich schätzen darf. Die zweite Runde beginnt heute um 14:00 Uhr MEZ. Exler trifft mit Jovanka Houska (2426) auf eine starke Gegnerin. (wk, Bild: Turnierseite)
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Die Europameisterschaft der Frauen wird heuer vom 10. bis 23. April in Antalya, Türkei, ausgetragen. Genannt haben 131 Spielerinnen aus 32 Nationen. Das größte Kontingent stell Russland (20) vor Gastgeber Türkei (16) sowie Aserbaidschan und Ukraine (je 10). Österreich ist mit vier Spielerinnen vertreten: Veronika Exler, Barbara Teuschler, Denise Trippold und Elisabeth Hapala. In der Startrangliste liegt Exler mit 2289 am 64. Platz. An der Spitze ist die Russin Aleksandra Goryachkina mit 2534 die Nummer Eins, gefolgt von den beiden Georgierinnen Nana Dzagnidze (2513) und Bela Khotenashvili (2479). In den Top-10 sind weiters Kashlinskaya (RUS), Stefanova (BUL), Cornette (LTU), Sebag (FRA), Girya (RUS), Cramling (2460) und Shuvalova (RUS). Die besten 14 Spielerinnen qualifizieren sich für den nächsten World-Cup. Die erste Runde beginnt morgen, Donnerstag, um 14:00 Uhr MEZ. (wk, Bild: Turnierseite)
Vladislav Artemiev gewinnt in der gestrigen zehnten Runde der EM gegen seinen russischen Landsmann Andrey Esipenko einen "big point" und übernimmt eine Runde vor Schluss die alleinige Führung, da alle anderen Spieler aus der Gruppe der 7-Punkter remisieren. Artemiev trifft heute mit Schwarz am Spitzenbrett auf Maxim Rodshtein. Dahinter spielen: Gledura-Grandelius, Nisipeanu-Piorun, Movsesian-Berkes und Anton-Oparin. Der neue Europameister ist unter diesen 10 Spielern zu suchen. Dahinter entbrennt ein Kampf um die Tickets beim World Cup. Die besten 22 Spieler qualifizieren sich. Allerdings sind einige schon vorqualifiziert, daher könnte auch ein 26. oder 27. Platz reichen. Um so ein Ticket kämpft heute auch Markus Ragger. Er spielt nach seinem gestrigen Schwarzremis gegen Viktor Erdos heute gegen den Georgier Levan Pantsulaia und muss "all in" gehen, da nur ein Sieg den Sprung in den World Cup sichern könnte. Valentin Dragnev ist nach einer Niederlage gegen Matthias Bluebaum ohne Chance auf die Qualifikation, ist aber mit sechs Punkten weiter zweitbester Österreicher. Andreas Diermair und Peter Schreiner halten nach Remisen bei fünfeinhalb Punkte, Felix Blohberger nach einer Niederlage gegen Manuel Petrosyan bei fünf. Die Schlussrunde beginnt heute schon um 13:00 MEZ. Die Partie von Ragger und Dragnev werden live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
Die Europameisterschaften in Skopje sind Geschichte. Der Russe Vladislav Artemiev wird mit achteinhalb Punkten aus elf Partien und einer Performance von 2798 dank besserer Zweitwertung Europameister vor dem Schweden Nils Grandelius. Bronze gewinnt der Pole Piorun Kacper. Er erzielt wie weitere acht Spieler acht Punkte. Markus Ragger gewinnt in der Schlussrunde gegen den Georgier Levan Pantsulaia, landet in der Gruppe der Spieler, die mit siebeneinhalb Punkten Rang 12-25 teilen, verpasst aber in der Zweitwertung die Qualifikation für den World Cup knapp. Die Dichte des Feldes ist enorm. Ragger ist hinter Artemiev, Grandelius und Dubov am 29. Platz der viertbeste Spieler aus den Top-10 der Setzliste. Die Sensation des Turniers ist Litauens Jugendspieler Paulius Pultinevicius am 15. Platz. Er hat eine Elozahl von 2439 und ging nur als Nummer 186 der Startrangliste von 361 Spielern aus 42 Nationen in die EM. Bemerkenswert: Er holt mit Schwarz 5,5/6. Den Österreichern gelingt eine gute EM. Ragger spielt ungeschlagen knapp an seiner Erwartung, alle anderen beenden die EM im Eloplus. Valentin Dragnev schafft mit 6,5 Punkten einen Platz in den Top-100, Peter Schreiner gelingen 6 Punkte, Andreas Diermair und Felix Blohberger je 5,5. ÖSB-Coach Borki Predojevic kann mit dem Ergebnis zufrieden sein. Schade nur, dass Ragger den World Cup verpasst hat. (wk, Foto: Turnierseite)
Die Europameisterschaften in Skopje gehen in ihre entscheidende Phase. Zwei Runden vor Schluss führen sieben Spieler mit je sieben Punkten vor 16 Spielern mit sechseinhalb. Der Russe Grigoriy Oparin und der Spanier Guijarro David Anton konnten gestern mit Siegen gegen Alekseenko bzw. Bindrich zur Spitze aufschließen. Ansonsten gab es an den ersten elf Brettern Remisen. Am elften Brett saß dabei Markus Ragger. Er kann gegen Matthias Bluebaum aus Deutschland keinen Vorteil erzielen und muss sich mit der Punkteteilung begnügen. Punkteteilungen gab es gestern auch für Valentin Dragnev gegen Aleksandr Rakhmanov (2629), Andreas Diermair gegen Dragan Solak (2601) und Felix Blohberger gegen Kaido Kulaots (2544). Peter Schreiner besiegt Alexandru Manea (2357) und hat nun wie Diermair und Blohberger fünf Punkte. Dragnev hält wie Ragger bei sechs Zählern und darf weiter auf ein World-Cup Ticket spekulieren. Heute spielen beide mit Schwarz. Ragger gegen den Ungarn Viktor Erdos (2612), Dragnev gegen Matthias Bluebaum (2616). Rundenbeginn ist 15:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)