Bis zur letzten Runde konnten unsere österreichischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Jugendweltmeisterschaft in Roquetas de Mar in Spanien um die Medaillen mitspielen. Am Ende standen gleich drei hervorragende Ergebnisse mit jeweils 7,5 Punkten aus 11 Partien zu Buche: die Plätze 5, 6 und 8. Nach der vorletzten Runde durfte sogar auf zwei Medaillen gehofft werden. Doch eine unglückliche Schlussrunde machte die Podestplätze zunichte. Auch wenn es letztlich nicht für eine Medaille reichte, können unsere jungen Schachspielerinnen und Schachspieler auf eine großartige Weltmeisterschaft zurückblicken.
Besonders beeindruckend war die Leistung von Leonore Pichler bei den Mädchen U7. Sie konnte sowohl die Weltmeisterin als auch die Vizeweltmeisterin ihrer Altersklasse besiegen und erreichte mit 7,5 Punkten den hervorragenden fünften Platz. Damit war sie die beste Europäerin in ihrer Altersklasse. Chicheng Leon Chen überzeugte in der U13 ebenfalls mit 7,5 Punkten und belegte den sechsten Platz. Florentin Stickler lag nach neun Runden sogar auf Goldkurs. Zwei Niederlagen in den Schlussrunden verhinderten jedoch einen Medaillengewinn, sodass er das Turnier auf dem achten Platz beendete.
Auch die weiteren österreichischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten starke Leistungen und konnten sich im internationalen Spitzenfeld behaupten. WFM Alina Donets (MU13), Filip Jefremovic (U11) und Chenshan Wu (U13) erreichten jeweils mehr als 50 Prozent der möglichen Punkte und rundeten damit das erfreuliche österreichische Gesamtergebnis ab.
In der Medaillenwertung war Kasachstan eine Klasse für sich. Die Nachwuchsspielerinnen und -spieler des zentralasiatischen Landes gewannen sieben der zwölf Goldmedaillen und sicherten sich zusätzlich zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Zwei weitere Weltmeistertitel gingen an die Mongolei, jeweils eine Goldmedaille an die Ukraine, Usbekistan und Litauen.
Die vollständigen Ergebnisse und Endstände der Weltmeisterschaft sind auf der folgenden Seite zu finden: https://fedaworld.org/results
