Grand Prix - Züge in Zug
Das dritte Turnier der aktuellen Grand Prix Serie der FIDE findet vom 17. Apirl bis 1. Mai in Zug (Schweiz) statt. Nach drei von 11 Runden führen das Trio Alexander Morozevich, Ruslan Ponomariov und Veselin Topalov mit je 2 Punkten. Dabei gewann Morozevich gegen Kasimdzhanov, Topalov konnte Leko besiegen und Ponomariov war gegen Caruana erfolgreich, der seinerseits Radjabov besiegen konnte. Ein Sieg gelang auch Kasimdzhanov gegen Kamsky. Gestern endeten allerdings alle sechs Partien mit einem Remis. Die heutige vierte Runde beginnt um 14:00 Uhr. Morgen ist ein Ruhetag. Alle Partien werden auf der Turnierseite live übertragen. Wie schon beim Kandidatenturnier in London gibt es auch wieder Live-Kommentierungen und Pressekonferenzen mit den Spielern nach den Partien. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite

Gut lachen hat Peter Swidler. Der mehrfache russische Champion landete zuletzt beim Kandidatenturnier hinter Carlsen und Kramnik auf Rang 3 und ist nun auch frischgebackener Doppel-Mannschafts-Meister. Nach dem Titelgewinn mit OSG Baden-Baden in Deutschland reüssiiert Swidler mit St. Petersburg in der russischen Meisterschaft dank besserer Zweitwertung vor Malakhit und Yugra. Swidler erzielt am Spitzenbrett 3/5 gegen Eloschnitt von 2747. Vitiguov, Dominguez, Movsesian und Efimenko sind die weitere hochkarätigen Stützen des Teams. Das beste Einzelergebnis gelingt aber Alexander Grischuk mit 5/6 für Malakhit gegen einen Eloschnitt von 2707. Im Damenbewerb gewinnt Yugra mit Ushenina und Pogonina an den Spitzenbrettern vor SHSM Moskau. Auch hier entscheidet erst die Zweitwertung. (wk, Foto: Turnierseite)
Garry Kasparov ist wohl neben Bobby Fischer die schillerndste Persönlichkeit der Schachgeschichte als jüngster Weltmeister und Rekordhalter mit 255 Monaten als Nummer 1 der Wetlrangliste. ChessBase bringt aktuell zu seinem 50. Geburtstag einen Rückblick auf das herausragende Schachschaffen Kasparov. Nach seinem Rücktritt als Turnierspieler tritt Kasparov als Buchautor, Vortragender, Trainer, aber vor allem als idalistischer Kämpfer für die Menschenrechte in Russland in Erscheinung. Für dieses politische Engagement erhält Kasparov im Juni den Menschenrechtspreis der Organisation UN Watch verliehen. (wk, Foto: ChessBase)
Hochkarätig besetzt sind die ruissischen Mannschaftsmeisterschaften. Nach vier Runden führen drei Teams mit je 7 von 8 möglichen Punkten: SPb Chess Fed, Yugra und Malakhit Chess Club. Letzterer und St. Petersburg bringen ebenso wie Economist und SHSM einen Eloschnitt über 2700 auf die Waage. Im Spitzenkampf der vierten Runde zwischen diesen beiden Teams gab es allerdings sechs Remisen. Am Start sind insgesamt 18 Teams. Gespielt werden aber nur sieben Runden. Im Damenbewerb mit sechs Mannschaften teilen sich Yugra und SHSM Moskau mit je fünf Punkten aus drei Runden die Führung. (wk, Foto: Turnierseite)
Ein Deutscher mit Tirolerhut ist Doppelstaatsmeister. Nach seinem Erfolg mit Jenbach in Österreich gewinnt Philipp Schlosser mit der OSG Baden-Baden nun auch in Deutschland überlegen den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters. Das Team macht vorzeitig alles klar und legt am Ende mit 30 Punkten einen Respektabstand zu Mülheim Nord, das sich im direkten Duell mit Markus Raggers SG Solingen Rang 2 mit 25 Punkten sichert. Ragger überzeugt erneut am Spitzenbrett mit 8,5 Punkten aus 15 Partien, darunter Remisen gegen Swidler, Giri und Vachier-Lagrave. Eifrigster Punktesammler bei Meister Baden-Baden ist Etienne Bacrot mit 11,5/15. Schlosser holt mit 10/12 das beste Percentage (83%). Einen Hut müsste man tragen... (wk, Foto: Website Bundesliga)