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Blog WM - EM

140322 cand r7Die gestrige 7. Runde des Kandidatenturniers bringt drei Siege in den vier Partien. Der wichtigste gelingt Levon Aronian mit Schwarz gegen Sergey Karjakin. Erneut glänzt der Armenier mit kreative Einfällen und überspielt Karjakin in einem "Anti-Berliner". Er schließt damit in der Tabelle zu Anand auf, der mit der gleichen Eröffnung ebenfalls mit Schwarz gegen Svidler nach der Eröffnung besser steht. Anand bringt in Folge ein Damenopfer gegen Turm und Leichtfigur, die Stellung danach kann Svidler aber problemlos halten. Der Pechvogel der Runde ist Shakhriyar Mamedyarov. Nach gedrückter Eröffnung gegen Kramnik kann Mamedyarov mit guter Verteidigung das Spiel drehen und in einen Studienartigen Gewinn mit einem hübschen Mattbild abwickeln. In Erwartung der gegnerischen Aufgabe verlässt ihn die Konzentration. Er verpasst den krönenden Abschluss und plötzlich ist es Kramnik der gewinnt und mit einem halben Zähler Rückstand auf Anand und Aronian mit guten Chancen im Kampf um den Sieg bleibt. Dritter Gewinner des Tages ist Dmitry Andreikin. Er hat nach einem aggressives Bauernopfer von Veselin Topalov Zeit für eine künstliche lange Rochade und bald nach diesem Königsmarsch bricht die schwarze Stellung zusammen. Die 7. Runde beendet die erste Hälfte des Turniers. Die Rückrunde startet heute um 10:00 Uhr (MEZ) mit dem Schlager zwischen Aronian und Anand. (wk, Logo: Turnierseite)
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140315 cand logoNach sechs von vierzehn Runden führt beim Kandidatenturnier Vishy Anand mit 4 Punkte vor Levon Aronian (3,5). Beide spielen heute remis. Anand kann die Berliner Verteidigung von Karjakin trotz einer interessanten Spielidee nicht erschüttern. Aronian spielt gegen Andreikin erneut hoch kreativ und opfert zwei Leichtfiguren für Turm und Bauer. Es gelingt ihm aber nicht seinen Vorteil in einen Sieg umzuwandeln, auch wenn er wohl sehr knapp daran war. Niederlagen gibt es für Kramnik und Svidler. Beide verlieren damit die Tuchfühlung zu Anand und halten ebenso wie Mamedyarov und Topalov bei 50%. Svidler riskiert mit Schwarz gegen Mamedyarov die Leningrader Variante der holländischen Verteidigung und scheint gutes Spiel zu haben, bis ihm der Zug h6 einfällt, der einfach einen Bauern und die Partie einstellt. Kramnik zieht im Duell der Ex-Weltmeister gegen Topalov den Kürzeren. Im Damengambit mt Lf4 spielt Topalov eine neue Idee und stellt Kramnik vor Probleme, die er nicht lösen kann. Die Pressekonferenz halten die Beiden getrennt voneinander ab, schießen aber dennoch Giftpfeile aufeinander. Topalov eröffnet, dass die Stellung diesmal wohl zu tief für Kramnik gewesen wäre, Kramnik kontert, dass Topalov für gute Computervorbereitung bekannt sei und er eben in eine solche getappt sei. Das Klima zwischen den beiden Ausnahmespielern hat sich seit der WM 2008 offenbar noch nicht gebessert. Die Schachfans dürfen sich schon auf die Revanche in der Rückrunde freuen. Morgen ist in Khanty-Mansyisk der zweite Ruhetag. (wk, Logo: Turnierseite)
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140316 cand r3Vishy Anand erwischt den besten Start in das Kandidatentunier. Nach seinem Auftaktsieg gegen Aronian ist der Inder in der dritten Runde erneut der einzige Spieler, dem ein Sieg gelingt. Diesmal sogar der erste Schwarzsieg im Turnier. Mamedyarov spielt nach seinem Dameneinsteller gegen Aronian erneut eine taktisch fagwürdige Fortsetzung, die er in der Pressekonferenz als interessante Idee bezeichnet und begeht damit eine Fehleinschätzung. Anand lässt sich die Chance nicht nehmen und führt mit 2,5 Punkte vor Kramnik und Svidler, die nach einem Remis im direkten Duell den zweite Rang teilen. In ihrer Partie wandelt Kramnik am Rande der Niederlage findet aber eine unglaubliche Verteidigungsressource, die das Remis rettet. Topalov bereitet Aronian in einem Spanier erneut Probleme und scheint nach einem Opfer von Turm und Bauer gegen zwei Leichtfiguren am Drücker. Im Gegensatz zur ersten Runde ist Aronian diesmal auf der Hut und findet ausreichende Gegendrohungen. Topolov muss letztlich eine Zugwiederholung forcieren. Ein eher ereignisloses Remis liefern sich nach eigener Aussage Andreikin und Karjakin. Heute ist in Khanty-Mansyisk Ruhetag, morgen follgen die Schlagerpartien zwischen Aronian und Svidler sowie Anand gegen Kramnik. Die Live-Übertragung beginnt um 10:00 Uhr (MEZ). (wk, Foto: ChessBase)
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140319 cand r4In den Runden vier und fünf des Kandidatenturniers zeigt sich Levon Aroninan in Opferlaune. In einem Grünfeldinder gegen Peter Svidler gibt der Armenier eine Figur gegen nur einen Bauern und entblößt den schwarzen König. Obwohl Aronian objektiv damit keinen Vorteil erzielt hat er mit zwei verbundenen Zentralbauern doch volle Kompensation und stellt Svidler immer wieder Probleme, die er am Ende nicht lösen kann. Gestern kommt Aronian gegen Kramnik in einer eigentlich ruhigen Eröffnung (Damengamibt mit 4.e3) rasch in einen schweren Angriff gegen seinen König. In der Pressekonferenz hielt Kramnik die Partie praktisch für gewonnen. Aronian presst jedoch mit einem Damenopfer alle möglichen Verteidigungsresourcen aus der Stellung und landet am Ende in einem Turmendspiel, das er trotz eines Bauern weniger halten kann. Unbarmherzige Computer weisen an einer Stelle zwar einen klaren Gewinn für Kramnik nach, für einen Menschen in Zeitnot war die Sache aber nicht so klar. In der vierten Runde gelang Mamedyarov noch ein erster Sieg gegen Andreikin alle anderen Partien endeten mit Remis. In der Tabelle führt Anand mit 3,5 vor Aronian, Kramnik und Svidler (alle 3), der gestern gegen Topalov in einer von beiden Seiten fehlerhaft geführten Partie gewinnen konnte. Heute treffen die "Nicht-Russen" allesamt mit Weiß auf die "Russen". Der Schlager der Runde sollte das Duell der Ex-Weltmeister zwischen Topalov und Kramnik werden. Beginn der Runde ist 10:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: ChessBase)
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140315 cand logoDie zweite Runde des Kandidatenturnieres in Khanty-Mansyisk bringt drei Sieger in vier Partien. Aronian zeigt sich nach der Auftaktniederlage gegen Anand gut erholt und besiegt Mamedyarov. Allerdings hilft ihm der Aserbeidschaner nicht unwesentlich, indem er sich bereits in der Eröffnung die Dame fangen lässt. Übersehen passieren halt auch auf höchstem Niveau. Peter Svidler besiegt mit eindrucksvollem Spiel seinen russischen Landsmann Dmitry Andreikin. Hier verlief die Eröffnung für Andreikin durchaus positiv und Svidler muss in der Pressekonferenz eingestehen überrascht worden zu sein und keinen Vorteil mit Weiß erzielt zu haben. Eine Eröffnungsbombe, die er bereits für das Kandidatenturnier des Vorjahres vorbereitet hatte, zündete Kramnik in einem angenommenen Damengambit gegen Karjakin mit dem neuen Zug "9.a3". Karjakin wählt die prinzipielle Fortsetzung wird dafür aber von Kramnik sehenswert bestraft. Ein Qualitätsopfer stellt Karjakin Probleme, die er in Zeitnot nicht mehr lösen kann. Anand zeigt sich mit Schwarz gegen Topalov erneut gut vorbereitet. Der Bulgare wählt nach einem Bauerngewinn in der Eröffnung den sicheren Weg, Anand hat aber kein Problem in ein Turmendspiel mit vier gegen drei Bauern am Königsflügel abzuwickeln, das er überzeugend Remis hält. In der Tabelle führen damit Anand, Kramnik und Svidler mit je 1,5 Punkten. Die dritte Runde folgt heute ab 10:00 Uhr (MEZ), morgen ist der erste Ruhetag. (wk)
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