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Blog WM - EM

180319 em r2Die Europameisterschaft in Batumi steht zwar etwas im Schatten des Kandidatenturniers ist aber ein bärenstarkes Turnier. Nach vier Runden führt der Armenier Robert Hovhannisyan als einziger Spieler mit vier Punkten vor 13 Spieler mit je 3,5 Punkten. In den Top-20 der Zwischentabelle findet sich keiner aus den Top-10 der Setzliste!! Die Stars folgen erst in der Gruppe der Spieler mit drei Punkten. Die Österreicher liegen im Mittelfeld. Andreas Diermair startet mit zweieinhalb Punkten aus vier Partien. David Shengelia und Martin Christian Huber halten bei zwei Punkten. Die beste Leistung mit Performances über 2500 zeigten bisher aber Felix Blohberger und Gert Schnider. Die Beiden spielen bisher "synchron". Je drei Remisen gegen Spieler der 2600-er Kategorie folgen in der vierten Runde mit Schwarz leider erste Niederlagen. Die fünfte Runde folgt heute um 12:00 MEZ. Den stärksten Gegner hat Andreas Diermair mit dem Polen Michal Krasenkow gegen den Schnider in der zweiten Runde remisieren konnte. (wk, Foto: ECU)
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180321 candidates r9In der 9. Runde verpasst Fabiano Caruana gegen Ding Liren einen möglichen Sieg und damit die Chance seinen Vorsprung auszubauen. Der Amerikaner erreicht aus der Eröffnung heraus ein angenehmeres Endspiel und setzt Ding stark unter Druck. Doch die "chinesische Mauer" hält. Ding domonstriert seine bekannte Zähigkeit in der Verteidigung und erreicht sein neuntes Remis in Berlin, nicht zuletzt weil Caruana in Zeitnot zwei Gewinnwege und damit auch eine Vorentscheidung verpasst. Mamedayrov bleibt mit einem Schwarzremis gegen Grischuk in Reichweite. Wenn es bereits schlimm ist, kommt es oft noch schlimmer. Diese Erfahrung musste gestern Kramnik machen. Nach zwei eher unglücklichen Schwarzniederlagen in den Runden sechs und acht, folgte eine dritte gegen Karjakin. Im Duell der Russen läuft Kramnik in eine Neuerung und reagiert darauf mit dem aktiven aber auch schwächenden f5. Danach geht Kramnik mit einem Turmopfer erneut aufs Ganze, Karjakin widerlegt das Opfer aber problemlos und ist mit seinem zweiten Sieg zurück bei der 50%-Marke. Ein ereignisloses Remis gibt es zwischen So und Grischuk. Heute ist ein Ruhetag, in der 10. Runde kommt es zum Duell der Führenden. Mamedyarov führt am Donnerstag die weißen Steine gegen Caruana. Weiters spielen: Grischuk-Karjakin, Kramnik-Aronian, Ding-So. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 9. Runde

180318 em r1Der Auftakt der Europameisterschaften in Batumi ist aus österreichischer Sicht gut gelungen. David Shengelia und Andreas Diermair, sie sind die Nummern 131 und 132 der Setzliste, fahren aus der klaren Favoritenrolle Pflichtsiege gegen zwei Hobbyspieler ein, die laut Regulativ mitspielen dürfen, aber mit Elozahlen um 2000 bei einer EM eigentlich nichts verloren hätten. Gert Schnider, Felix Blohberger und Martin Christian Huber hatten es hingegen mit Gegnern der Klasse 2620 bis 2650 zu tun. Schnider überrascht mit einem Remis gegen Vladislav Kovalev (BLR) ebenso wie Felix Blohberger mit seiner Punkteteilung gegen Michal Krasenkow (POL). Einzig Huber zieht gegen Daniele Vocaturo (ITA) den Kürzeren. Heute warten auf die Österreicher wieder 2600-er, nur Huber spielt gegen eine klar eloschwächeren Gegner. Die großen Überraschungen des ersten Spieltages sind Niederlagen von Ruslan Ponomariov gegen den georgischen IM Irakli Beradze, von Aleksandr Rakhmanov gegen den israelischen FM Saar Drori und von Daniel Fridman gegen den Armenier David Kalashian. Weitere Sensationen sind die Siege von Meri Arabidze gegen Mikhail Antipov und von Roman Martynov (UKR) gegen Victor Bologan. Dazu kommen noch etliche Remisen der Außenseiter, wie sie auch Schnider und Blohberger gelungen sind. Die zweite Runde beginnt heute um 12:00 MEZ. Sie wird auf der Turnierseite live übetragen und kommentiert. (wk, Foto: ECU)
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180319 candidates r7Fabiano Caruana geht als Führender in die Rückrunde des Kandidatenturniers in Berlin. Der Amerikaner gewinnt in der gestrigen siebenten Runde mit Schwarz gegen Levon Aronian. Der Armenier wird zum tragischen Helden. Der Tabellenstand zwang ihn "all in" zu gehen, nur ein Sieg konnte seine Chancen einigermaßen wahren. Dementsprechend wählte Aronian eine spekulative aber scharfe Variante. Er opfert zwei Bauern und wirft alles gegen den gegnerischen König. Doch Caruana verteidigt sich kaltblütig und nach beiderseitigen Fehlern verpasst Aronian in hochgradiger Zeitnot eine rettende Remiskombination. Es wird kein Trost für ihn sein wesentlich zu einem Höhepunkt des Turniers beigetragen zu haben. Im Kampf um den Sieg spielt er nicht mehr. Intakt sind weiter die Chancen von Shakhriyar Mamedyarov. Er kommt bestens vorbereitet zu seiner Partie gegen Alexander Grischuk. Der Russe findet mit Weiß keinen Weg einer frühen Zugwiederholung auszuweichen. Mameyarov bleibt Caruana auf einen halben Punkt an den Fersen. Eineinhalb Punkte Rückstand haben Kramnik, Ding und Grischuk. Vladimir Kramnik kämpft gegen Ding Liren wieder lange und glaubt in der Pressekonferenz auf Gewinn gestanden zu sein. Der Chinese sah das anders und sprach von einer ausgeglichenen Stellung. Das Ergebnis gibt ihm recht. Einen ersten Sieg feiert Sergey Karjakin gegen Wesley So unter tatkräftiger Mithilfe des Amerikaners. Heute spielen in Berlin ab 15:00 Uhr Grischuk-Kramnik, Mamedyarov-Karjakin, Ding-Aronian und So-Caruana. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 7. Runde

180317 candidates r6Die sechste Runde des Kandidatenturniers in Berlin bringt wieder zwei Siege. Aronian und Kramnik leiden sichtlich unter den Nachwirkungen ihrer verpassten Chancen und verlieren erneut. Großer Nutznießer ist Shakhriyar Mamedyarov. Er spielt bisher ein solides Turnier, teilt seine Kräfte gut ein und nutzt seine Chancen. Genau so ist seine gestrige Partie gegen Kramnik verlaufen. Mamedyarov holt gegen Kramniks Semi-Tarrasch Verteidigung nichts aus der Eröffnung und wäre einem raschen Remisschluss wohl nicht abgeneigt gewesen. Doch Kramnik verfolgt eine andere Turnierstrategie. Er kämpft nach dem Vorbild von Carlsen in jeder Partie bis zum blanken König. Diesmal überzieht er aber seine Stellung, Mamedyarov nutzt die Chance, gewinnt seine zweite Partie und schließt zu Caruana auf. Zweiter Sieger des Tages ist Wesley So. Der Amerikaner zeigt sich gegen Aronian bestens vorbereitet, spielt eine starke Partie und kann nach seinen zwei Auftaktniederlagen erstmals voll anschreiben und die rote Laterne Karjakin überlassen. Dieser kommt gegen Ding Liren zu einer raschen Punkteteilung. Der Chinese opfert zwei Bauern und forciert damit eine Zugwiederholung. Spannend verläuft wieder die Partie von Alexander Grischuk. Der Russe wählt gegen Caruana erneut die Benoni Verteidigung. Caruana spielt dagegen ein System, das Grischuk in die Praxis eingeführt hat und gewinnt einen Bauern. Die Stellung bleibt aber brandgefährlich, daher forciert Caruana knapp vor der Zeitkontrolle eine Zugwiederholung. Heute ist in Berlin der zweite Ruhetag. Morgen spielen zum Abschluss der Hinrunde Grischuk-Mamedyarov, Kramnik-Ding, Karjakin-So und Aronian-Caruana. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 6. Runde

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