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Rekordturnier in Graz: Internationale Elite sorgt für Normenregen

Das 32. Internationale Graz Open 2026 hat alle Erwartungen übertroffen und seine Position als eines der bedeutendsten Schachevents Europas eindrucksvoll bestätigt. Mit einer Rekordbeteiligung von 714 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über 50 Nationen wurde das Hotel Novapark, weithin bekannt als Grazer Flugzeughotel, für eine Woche zum pulsierenden Zentrum der internationalen Schachszene.

Insgesamt sechs Turniere – Gruppe A, B und C, das Senioren-Turnier, das Weekend-Open sowie das traditionelle Auftaktblitzturnier – boten hochklassigen Sport und ein außergewöhnliches Ambiente. Besonders geschätzt wurde von vielen Spielerinnen und Spielern die gelungene Verbindung aus internationalem Spitzenschach und dem umfangreichen Wellness-Angebot des Veranstaltungsortes.

Sportlich setzte das Turnier neue Maßstäbe: Sechs IM-Normen sowie eine prestigeträchtige GM-Norm unterstreichen das herausragende Niveau des Bewerbs. In der stark besetzten Gruppe A entwickelte sich bis zur letzten Runde ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach neun Runden sicherte sich Loic Travadon mit 7,5 Punkten den Turniersieg. Punktgleich folgten Lalit Babu MR sowie Roman Dehtiarov mit jeweils 7,5 Punkten, während David Shengelia mit 7 Punkten Rang vier belegte.

Auch in den weiteren Gruppen wurde spannender und ambitionierter Schachsport geboten. Detaillierte Endstände der Gruppe B und C, der Senioren-Wertung sowie des Weekend-Opens sind online abrufbar.

Nach einer Woche voller sportlicher Höhepunkte ziehen die Veranstalter eine äußerst positive Bilanz. Mit großer Dankbarkeit blicken sie auf ein Turnier zurück, das durch das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der Helferinnen und Helfer sowie der Partner möglich wurde. Der große Zuspruch motiviert bereits jetzt, die internationale Schachgemeinschaft auch 2027 wieder in Graz willkommen zu heißen. (wk, Info: Robert Perhinig, Fotos: Veranstalter)

Ergebnisse bei Chess-Results, Turnierseite

MOKE Rapid Rallye geht in den Endspurt

Die MOKE Rapid Rallye 2025/2026 biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Nach mehreren spannenden Bewerben spitzt sich der Kampf um die Gesamtwertung weiter zu – denn es stehen nur noch zwei OTB-Turniere und zwei Online-Events auf dem Programm.
Beim jüngsten Bewerb, dem Erich-Schwarz-Gedenkturnier in Klagenfurt, nahmen lediglich zwei MOKE-Rapid-Rallye-Teilnehmer den Weg nach Kärnten auf sich. Diese nutzten die Gelegenheit konsequent und konnten wertvolle Punkte für die Gesamtwertung sammeln. 
Mit dem nun veröffentlichten Zwischenstand (siehe aktuelle Punktetabelle) wird deutlich: Jeder verbleibende Bewerb kann noch für Verschiebungen sorgen. Die Rallye geht damit in ihre heiße Phase – Spannung garantiert!
Die nächsten Termine im Überblick:
 
  • 06. März 2026 – Online-Turnier auf Lichess
  • 19. März 2026 – 8. Rapid Rabbit (OTB)
Zwei weitere Bewerbe folgen, wobei das große Finale im Rahmen des
PlusCity Grand Prix in Pasching stattfinden wird – die wohl letzte Gelegenheit, entscheidende Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln.
Gerade jetzt lohnt sich die Teilnahme besonders: Mit nur noch vier verbleibenden Events ist jeder Punkt von großer Bedeutung. Ob erfahrener Turnierspieler oder ambitionierter Hobbyspieler – die MOKE Rapid Rallye bietet weiterhin die perfekte Bühne, um Online- und Präsenzschach miteinander zu verbinden.
 
In diesem Sinn - alles Beste weiterhin an die zahlreichen Teilnehmer & wir sehen uns im März. (ssc)
 
Leonhard Herter 
 

Reblaus Open und Osterkorb Blitz in Gamlitz

Der Schachverein Raiffeisen Gamlitz veranstaltet in der Karwoche 2026 das 2. Reblaus Open A- und B-Turnier sowie im Anschluss das Osterkorb-Blitzturnier.

Das Reblaus Open A und B findet von Palmsonntag, 29.03.2026, bis Donnerstag, 02.04.2026, statt. Spielort ist die Mehrzweckhalle Gamlitz, Erzherzog-Johann-Weg 160, 8462 Gamlitz. Der Spielbeginn ist an allen Spieltagen jeweils um 18:00 Uhr. Die bestplatzierten Spieler werden mit regionalen Sachpreisen (Weine bzw. Fruchtsäfte) ausgezeichnet.

Am Karfreitag, 03.04.2026, wird ab 18:00 Uhr in derselben Spielstätte das Osterkorb-Blitzturnier ausgetragen. Als Preise werden Geschenkkörbe mit regionalen Produkten vergeben.

Eine gemeinsame Anmeldung für beide Turniere zu ermäßigten Konditionen ist möglich. Beide Turniere sind FIDE-gewertet, es gelten die FIDE-Regeln.

Weitere Informationen zu Turniermodus, Anmeldung und Unterkunftsmöglichkeiten finden Sie auf der Website des Veranstalters:
https://www.schachvereingamlitz.at/

Die Turniere sind außerdem auf Chess-Results veröffentlicht. (wk, Text/Logo: Helmut Meixner)

Strategie trifft Wellness: Rekordbeteiligung beim Graz Open 2026

Graz ist aktuell das Zentrum der Schachwelt. Das 32. International Chess Open bricht alle Rekorde: Insgesamt 566 Teilnehmer aus 56 Nationen sind in diesem Jahr am Start. Das wunderschöne Ambiente des Hotel Novapark – bekannt als das Grazer Flugzeughotel – bietet den Spielern nicht nur erstklassige Säle, sondern mit seinem „Wellness Ambiente“ auch den perfekten Rückzugsort nach den mentalen Höchstleistungen.

Zwischenstand im A-Open: Spannung nach der 6. Runde. Im prestigeträchtigen A-Turnier spitzt sich die Lage kurz vor dem Finale zu. Nach 6 von 9 gespielten Runden führt ein Spieler das Feld an:

An der Spitze thront GM Lalit Babu (IND) mit 5,5 Punkten Dicht auf den Fersen ist ihm eine zwölfköpfige Verfolgergruppe mit 5,0 Punkten, darunter starke Großmeister wie GM Socko Bartosz (POL) und GM Shengelia David (AUT).
Die beiden Top-gesetzten Inder GM Pranav Anand (IND) und GM Pranesh M (IND) folgen dann mit 4,5 Punkten

Rückblick: Totes Rennen im Weekend Open
Das erste Event des Festivals lieferte bereits ein Finish, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Im Weekend Open kam es zu einem echten „toten Rennen“ an der Spitze: Gleich vier Teilnehmer landeten punktgleich bei 4,5 Zählern. Die Zweitwertung (Buchholz) musste über den Sieg entscheiden.

Der Endstand des Weekend-Turniers:
FM Ulrich Ennsberger (AUT) – 4,5 Punkte (BH 14,5)
IM Gert Schnider (AUT) – 4,5 Punkte (BH 14,0)
FM Alexander Gschiel (AUT) – 4,5 Punkte (BH 13,5)
FM Andraz Suta (Slo) – 4,5 Punkte (BH 134,0)

260218 Graz op 2

Premiere: Das erste Seniorenturnier
Eine besondere Neuerung in diesem Jahr ist das erstmals ausgetragene Seniorenturnier, das sofort auf große Begeisterung stieß. Hier beweisen die erfahrenen Routiniers, dass taktische Finesse keine Frage des Alters ist. Im Moment führt FM Joachim Wallner (AUT) mit 4 Punkten vor IM Mietek Bakalarz (LUX) und Mag. Rusek Walter (AUT) mit jeweils 3 Punkten. (wk, Text/Fotos: Robert Perhinig)

Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results

34. Internationales Schach Open Aschach an der Donau

Schachklassiker zum Jahresende begeistert trotz Grippewelle

Vom 26. Dezember bis 31. Dezember 2025 ging in Aschach an der Donau das 34. Internationale Schach Open über die Bühne. Mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehreren Nationen, die sich auf vier Bewerbe verteilten, war das traditionsreiche Turnier auch heuer wieder hervorragend besucht. 

Überschattet wurde die Veranstaltung allerdings von einer starken Grippewelle, die im Laufe der Turnierwoche ihren Höhepunkt erreichte. Zahlreiche Spieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig absagen oder das Turnier vorzeitig abbrechen, sodass einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Dennoch ließen sich die verbliebenen Teilnehmer die Spielfreude nicht nehmen. Bei herrlichem Winterwetter mit viel Sonnenschein wurde an den Brettern mit großem Einsatz und hoher Konzentration gekämpft.2026 01 07 Aschach Donau Open 2

Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Jugend, die vor allem in der Gruppe A beeindruckend auftrat und dort zeitweise sogar das Geschehen dominierte. Die mit über 70 Teilnehmern sehr stark besetzte A-Gruppe wurde erstmals seit über 30 Jahren wieder von einem FIDE-Meister angeführt: FM Brilej Jaka aus Slowenien übernahm früh die Führung. Ihm dicht auf den Fersen war der langjährige Aschach-Dauergast und Großmeister Marko Tratar (ebenfalls Slowenien). Auf Rang drei lauerte der ehemalige österreichische Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger.

Bereits nach vier Runden war klar, wie ausgeglichen das Feld war: Kein einziger Spieler blieb ohne Punkteverlust. Nach der fünften Runde setzte sich Brilej Jaka mit 4,5 Punkten als alleiniger Führender an die Spitze. In Runde sechs kam es dann zum mit Spannung erwarteten Spitzenduell zwischen Baumegger und Brilej, das Baumegger für sich entscheiden konnte. In der Schlussrunde begnügte sich Baumegger rasch mit einem Remis, während Brilej Jaka und der Ukrainer Zakharchyn ihre Partien gewinnen konnten und damit zu Baumegger aufschlossen. 2026 01 07 Aschach Donau Open 3

Dank der besseren Wertung sicherte sich schließlich FM Brilej Jaka den Turniersieg, vor dem Ukrainer Zakharchyn und Siegfried Baumegger. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht war der hervorragende 7. Platz des jungen Oberösterreichers Kim Thomas Jakob, der mit starken Leistungen aufhorchen ließ. Als beste Dame der Gruppe A wurde die Ukrainerin Anna Hryhorieva ausgezeichnet, die mit einer soliden Turnierleistung 50 Prozent der möglichen Punkte erreichte.

Auch die Gruppe B bot spannenden Schachsport. Das Feld mit knapp 60 Teilnehmern wurde zu Beginn klar von Dumancic Stanko dominiert, der mit vier Siegen aus den ersten vier Runden einen Traumstart hinlegte. In der fünften Runde musste er jedoch eine entscheidende Niederlage gegen Stefan Habacher hinnehmen. Habacher nutzte den Schwung, gewann anschließend auch gegen Michael Aigner und sicherte sich damit den Turniersieg – mit einem halben Punkt Vorsprung auf Dumancic Stanko und Leonhard Pabisch.2026 01 07 Aschach Donau Open 4

In der Gruppe C setzte sich Hoti Mehmet klar in Szene. Mit konstant starken Leistungen dominierte er das Feld und stand bereits eine Runde vor Turnierende als alleiniger Turniersieger fest. Den zweiten Platz belegte Robert Hofmann, gefolgt von Franz Mamarina auf Rang drei. Zusätzlich wurde im Rahmen des Turniers auch der Bezirksmeistertitel vergeben. Dieser ging an Christoph Kondrak vom Schachklub Hartkirchen, der sich erfolgreich gegen die Konkurrenz aus dem Bezirk durchsetzen konnte. Insgesamt präsentierte sich das 34. Internationale Schach Open in Aschach trotz widriger Umstände erneut als hochklassiges, spannendes und bestens organisiertes Turnier, das einmal mehr Lust auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr machte. (ssc, Text: Günter Mitterhuemer)

Fotos: Peter Kranzl

Ergebnisse bei chess-results