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Steirische Jugendschacholympiade 2026: 510 Einzelstarter und 110 Teams

Am 11. und 12. Februar 2026 wurde in der Straßengler Halle in Gratwein-Straßengel die 30. Steirische Jugendschacholympiade ausgetragen. Die Jubiläumsausgabe brachte an beiden Tagen beeindruckende Teilnehmerzahlen und viele spannende Entscheidungen.

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, standen die Einzelbewerbe auf dem Programm. Insgesamt 510 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Steiermark nahmen teil und sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse im voll besetzten Turniersaal. Gespielt wurde in den Altersklassen U7 bis U18 sowie in den entsprechenden Mädchenbewerben.

Mehrere Sieger blieben ohne Punkteverlust: Luca Noel Meyer (U7), Christoph Karl Ragger (U9), Paul Kienersberger (U10) und Daniel Nahol (U11) entschieden ihre Bewerbe jeweils mit der vollen Punktezahl für sich. Auch Nour Taamallah dominierte die MU12 ohne Punkteabgabe, während Mila Rössl in der MU18 mit einem makellosen 11-aus-11-Turnier besonders herausragte. In der U18 setzte sich Leon Chicheng Chen durch, in der U16 gewann Daniel Ringbauer. Viele Entscheidungen fielen erst in der Schlussrunde.

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, folgten die Teambewerbe der Schülerliga. 110 Teams mit insgesamt 463 Spielern kämpften in den Bewerben Volksschule, Unterstufe und Oberstufe um die Qualifikation für die Bundesfinale.

Im Volksschulbewerb siegte die VS Ursulinen mit 14 Mannschaftspunkten vor der VS Jägergrund I mit 12 Mannschaftspunkten und der VS Graz St. Veit mit ebenfalls 12 Mannschaftspunkten. Leonore Pichler gewann dabei alle acht Partien und erzielte die volle Punktezahl.

In der Unterstufe gewann BG/BRG Fürstenfeld mit 15 Mannschaftspunkten vor BG Ursulinen Graz II mit 13 Mannschaftspunkten und MS Passail I mit 12 Mannschaftspunkten. Als bestes Mädchenteam qualifizierte sich BG/BRG Leoben 1 I für das Bundesfinale Schülerinnen.

In der Oberstufe setzte sich HTBLA Kaindorf I mit 16 Mannschaftspunkten durch, vor BRG Keplerstraße I mit 14 Mannschaftspunkten und BG/BRG/BORG Köflach mit 11 Mannschaftspunkten.

Ein großer Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützern und Helfern sowie allen Teams fürs Mitmachen. Der Termin für die 31. Auflage steht bereits fest: 10.02. und 11.02.2027. (wk, Bericht/Foto: Philipp Raeke)

Ergebnisse

Website Steirischer Schachverband, Website Jugendschach

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Freedom24 Training mit Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian!

Am 8. und 9. Februar 2026 stand die ÖSB-Geschäftsstelle ganz im Zeichen der Jugendförderung! Mit Großmeister Sergej Movsesian und Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk waren gleich zwei herausragende Persönlichkeiten des internationalen Schachs zu Gast, die ihr Wissen und ihre Erfahrung in intensiven Trainingseinheiten an unsere besten Nachwuchstalente weitergaben. Organisiert und betreut von Gert Schnider und Martin Huber konnten unsere stärksten Mädchen und Buben zwei Tage lang mit den erfahrenen Stars trainieren.

Training mit Sergej Movsesian

Den Auftakt machte am Sonntag GM Sergej Movsesian, ehemaliger Top-10-Spieler der Weltrangliste mit einer Höchst-Elozahl von 2751. In seinem Training gewährte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Einblicke in seine eigene Karriere, sondern legte den Schwerpunkt vor allem auf praktische Aspekte des Schachspiels.
Im Mittelpunkt standen typische Fehlerquellen im praktischen Spiel, sowohl schachlicher als auch psychologischer Natur. Movsesian betonte die Bedeutung einer strukturierten Variantenberechnung und warnte davor, gegnerische Ideen zu unterschätzen. Ebenso ging er auf Zeitmanagement ein und erläuterte ein Modell nach Arthur Jussupow, das helfen soll, Entscheidungsprozesse am Brett besser zu strukturieren.

  • Grundsätzlich nicht mehr als 15-20 Minuten nachdenken:
  • In den ersten 5 Minuten: Züge suchen
  • In den nächsten 10 Minuten: tiefer rechnen
  • In den letzten 5 Minuten: Varianten checken

Neben konkreten Trainingsinhalten gab Movsesian zahlreiche allgemeine Tipps: regelmäßiges Training, das Verfolgen von Topturnieren sowie das Verständnis, dass in praktischen Partien oft einfache und solide Entscheidungen erfolgreicher sind als spektakuläre Ideen. Besonders wichtig sei es, unabhängig von der Elozahl stets das eigene beste Schach zu spielen.

Die anschließende Fragerunde bot den Jugendlichen die Möglichkeit, persönliche Einblicke zu erhalten, von Sergejs ersten Schachschritten im Alter von vier Jahren bis hin zu seinen Erfahrungen als Spieler und Trainer auf höchstem Niveau.

Training mit Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk

Am späten Sonntagnachmittag stieß nach ihrem Einsatz in der Frauenbundesliga auch Ex-Weltmeisterin GM Alexandra Kosteniuk zur Trainingsgruppe. Nach ihrem Sieg gegen Karina Cyfka wechselte sie direkt in das Nachwuchstraining.

Kosteniuk leitete die Einheit mit großer Intensität und spürbarer Begeisterung. Ihr Ansatz war geprägt von Motivation, Klarheit und viel persönlicher Nähe zu den jungen Spielerinnen und Spielern. Besonders geschätzt wurde dabei ihre offene Art: Auch abseits des Trainings nutzten die Kinder die Gelegenheit zum Smalltalk, so zum Beispiel auf dem gemeinsamen Weg zum Restaurant. Die 12. Weltmeisterin war sehr nahbar und kommunikativ.

Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf der Bedeutung des Endspieltrainings. Kosteniuk verglich das Schachlernen mit dem Erlernen einer Sprache, vieles müsse man nicht sofort können, sondern Schritt für Schritt lernen. Gerade im jungen Alter sei das Endspieltraining besonders effektiv, da es das Verständnis für Figurenkoordination fördere und sich positiv auf das Mittelspiel auswirke. Besonders in Schnell- und Blitzschach sei solides Endspielwissen ein entscheidender Vorteil.

Sie empfahl, regelmäßig typische Endspielstellungen zu wiederholen, etwa mithilfe von Karteikarten, und betonte die Bedeutung täglichen Trainings. Auch Übungen zum Blindschach und zur Visualisierung wurden angesprochen. Ihr zentrales Anliegen blieb jedoch stets die Freude am Spiel: „Es gibt keinen Grund, nicht Großmeisterin oder Großmeister zu werden“, gab sie den Teilnehmenden mit auf den Weg.

Ein intensiver Schachtag am Montag

Am Montag wurde das Programm fortgesetzt. Bereits um 10 Uhr begann der nächste Trainingsblock, in dem die Inhalte des Vortages vertieft wurden. Zur Mittagszeit sorgte ein gemeinsames Schnitzelessen für neue Energie, bevor es mit weiteren Trainingseinheiten weiterging. Auch hier blieb der persönliche Austausch ein wichtiger Bestandteil des Trainings.

Nachhaltige Eindrücke für den Nachwuchs

Das Trainingswochenende bot den jungen Talenten nicht nur wertvolle schachliche Impulse, sondern auch die seltene Gelegenheit, zwei große Persönlichkeiten der Schachwelt hautnah zu erleben. Die Kombination aus hochklassigem Training, offenen Gesprächen und persönlicher Atmosphäre machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten und wirkt sicher auch als große Motivation auf unseren Nachwuchs.

Der Österreichische Schachbund bedankt sich herzlich bei Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian für ihr Engagement und die inspirierenden Trainingstage in Wien sowie bei unserem General Partner Freedom24 für die großzügige Unterstützung, um dieses Training möglich zu machen! (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)

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Erfolgreiches erstes Mädchensichtungstraining begeistert Spielerinnen und Eltern

Das erste Mädchensichtungstraining des Österreichischen Schachbundes, welches am 25.1.2026 stattfand, war ein voller Erfolg und bestätigte die gute Idee unserer neuen Bundestrainer Gert Schnider und Martin Christian Huber, die zu diesem besonderen Training eingeladen hatten. Ziel des Tages war es, die Mädchen sowie ihre Eltern kennenzulernen, umfassend zu informieren und nachhaltig zu motivieren.

Insgesamt 22 Mädchen nahmen an diesem ereignisreichen Trainingstag teil, der mit einem straffen, aber abwechslungsreichen Programm gefüllt war. Zu Beginn stellten sich die beiden Bundestrainer vor und erläuterten den Ablauf des Tages. Anschließend ging es für die Mädchen direkt an die Bretter: In den Altersklassen U10 und U12 wurde jeweils ein 5-rundiges Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement gespielt.DSC05428

Während die Mädchen konzentriert ihre Partien austrugen, erhielten die Eltern parallel wichtige Informationen rund um den Jugendkader, Spiel- und Fördermöglichkeiten, Trainingsprogramme sowie Empfehlungen und Perspektiven für zukünftige Kaderspielerinnen.
Die Mädchen spielten zunächst drei Runden vor der Mittagspause und jede Partie wurde konsequent ausgespielt, Remisangebote waren dabei fast kein Thema. Der Ehrgeiz war deutlich spürbar, aber auch der Spaß kam keineswegs zu kurz.

In der Mittagspause wurde gemeinsam gegessen, gelacht und getobt, bevor es anschließend im Seminarraum mit einem vielseitigen Trainingsprogramm weiterging. Auf dem Trainingsplan standen unter anderem Taktikaufgaben aus der Stufenmethode (Stufen 1–3) von Rob Brunia und Cor van Wijgerden, bei denen innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Aufgaben korrekt gelöst werden mussten. Es folgte ein anspruchsvolles Gedächtnistraining, bei dem kurz projizierte Stellungen auf der Leinwand aus dem Kopf mithilfe von Bleistift und Papier rekonstruiert werden mussten.

DSC05498Ein weiterer Programmpunkt waren mathematische Übungen (Multiplikations- und Subtraktionsaufgaben), die das arithmetische und prozedurale Faktenwissen messen. Innerhalb von 90 Sekunden galt es, so viele Aufgaben so präzise wie möglich zu lösen, eine Herausforderung, an der selbst so mancher Erwachsene gescheitert wäre. Jubelrufe bei den Multiplikationsaufgaben („Jaaa!“) wechselten sich mit kollektiven Seufzern bei den Subtraktionen („Neeein!“) ab und sorgten für eine lockere Atmosphäre.

Besonders unterhaltsam wurde es beim Koordinatentraining auf Lichess. Bundestrainer Gert Schnider ging dabei eine Wette mit Parinitha ein: Sollten mehr als 20 Aufgaben richtig gelöst werden, würde er 10 Liegestütze machen. Mit beeindruckenden 23 richtigen Lösungen gewann Parinitha souverän sehr zur Freude aller Anwesenden, während der Bundestrainer seinen Wetteinsatz sportlich einlöste.DSC05638

DSC05615Im Anschluss folgte ein Eröffnungstraining, bei dem das Schottische Gambit vorgestellt wurde. Bildhafte Begriffe wie Revolverspringer, Arche-Noah-Falle, Röntgenangriff oder Großmutterspringer sorgten für viele Aha-Momente und bleiben den Mädchen sicherlich in Erinnerung. Danach wurde noch das Benennen von Feldfarben anhand von Koordinaten geübt. Bevor die letzten beiden Runden des Schnellschachturniers gespielt wurden, sahen sich die Teilnehmerinnen gemeinsam eine Partie von Jasmin Schloffer aus den Österreichischen U8-Meisterschaften von 2008 an, bei der die Buben und die Mädchen in einem Turnier zusammengespielt haben. Wir haben diese Partie auf unseren Lichessaccount auch nochmal hier zur Verfügung gestellt: OesterreichSchach

Gegen 18:15 Uhr endete ein intensiver und erfolgreicher Trainingstag. Beide Bundestrainer zeigten sich äußerst zufrieden. Gert Schnider resümierte: „Ich war sehr begeistert davon, dass so viele Mädchen gekommen sind und bin beeindruckt von ihrer Ausdauer und Motivation.“
Auch Martin Christian Huber bestätigte den positiven Eindruck: „Alle haben im Training sehr gut mitgearbeitet. Ich hatte den Eindruck, dass es den jungen Schachspielerinnen viel Spaß gemacht hat und hoffe, dass auch die Eltern und Erziehungsberechtigten die Präsentation als informativ empfunden haben.“

Aufgrund der durchweg positiven Resonanz wird das Projekt fortgesetzt. Der nächste Termin ist bereits für den 22. März fixiert. Ganz ohne Hausaufgaben ging es jedoch nicht nach Hause: Neben Taktikaufgaben lautete der wohl wichtigste Auftrag, eine Freundin, die noch kein Schach spielt, für das Spiel zu begeistern. Einen besonderen Dank verdient der Verein SC Donaustadt, der uns seine tollen Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)

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Umfrage der Jugendkommission zu Qualifikationswegen im Jugendbereich

Im Hinblick auf die bald wieder startende Saison der Österreichischen Jugend-Landesmeisterschaften sowie der Österreichischen Jugendmeisterschaften hat die Jugendkommission eine Umfrage erstellt.

Ziel dieser Umfrage ist es, die häufigsten Fragen rund um Qualifikationswege zu den einzelnen Bewerben auf Landes-, Bundes-, Kontinental- und Weltebene zu sammeln. Auf Basis dieser Rückmeldungen soll ein übersichtliches Q&A-Dokument entstehen, das die wichtigsten Themen verständlich und kompakt beantwortet.

Dieses Q&A wird anschließend auf der Website veröffentlicht. Dadurch werden nformationen schneller zugänglich  und der organisatorische Aufwand für Vereine, Eltern und Funktionäre soll reduziert werden soll. (ssc)

Hier geht zur Umfrage - Link

Die Jugend ist am Zug – Schachturnier in Pressbaum

Vorherigen Sonntag, am 11. Jänner, fand das 3. Spids Kinderschachturnier – in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschachverein Wienerwald – in Pressbaum im Sacré Coeur statt. Ein Event, welches von über 100 Kindern samt Eltern besucht wurde und selbst Bürgermeister Josef Rothensteiner war vor Ort.

2026 01 14 3 Spids KinderschachturnierIn 7 spannenden Runden kämpften knapp 100 Kinder um den Sieg.
Am Ende konnte sich Andrei Marakhovskii in einer aufregenden Finalpartie gegen Dragan Rasic durchsetzen und mit 7 Siegen das Turnier beenden. Dicht gefolgt von Dragan Rasic, Anton Kofler und Thomas Hawa auf dem 2., 3. & 4. Platz. Als bestes Mädchen beendete Mina Arnaut das Turnier auf dem 8. Platz. Den Preis für den besten Spieler U12 gewann Yaron Decker-Jakober und das beste Mädchen U12 wurde Amelie Specht. In der U10 hatte Daniel Benkö die Nase vorne und bei den Mädchen Wang Shufan. In der U8 gewann Ivanov Oleksandr und bestes Mädchen U8 wurde Perrine Eowyn Klaus.
Doppelnennungen wurden ausgenommen.

Um 10:00 Uhr wurde der erste Zug gespielt. Konzentration hoch und sich steigernde Spannung in den ersten Runden. Nach 4 hart umkämpften Partien ging es in die Mittagspause mit Spaghetti Bolognese. Weiters wurden die Kinder mit köstlichen Snacks und selbstgemachten Mehlspeisen verköstigt. Nach der Mittagspause folgten die letzten 3 Runden.2026 01 14 3 Spids Kinderschachturnier 1
Die Sieger standen fest.

Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen und Spielern sowie deren Eltern für das großartige Mitmachen. (ssc, Text: Florian Schmidt, Bilder: Ela Altuntas)

Link zur Endrangliste.
chess-results.com

Link zu den Fotos
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