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191211 raggerÖsterreichs Aushängeschild des Schachsports, Markus Ragger, ist heuer bei der Herzenswunschaktion der Kleinen Zeitung dabei. Noch bis Sonntag kann man ein Simultan gegen ihn für einen guten Zweck ersteigern. Verwaltet wird der gute Zweck von der Caritas. Es lohnt sich daher doppelt ein Angebot zu machen.

Am vergangenen Wochenende war Ragger übrigens für Solingen in der deutschen Bundesliga im Einsatz. Das Match gegen Titelverteidiger Baden-Baden ging mit 2,5:5,5 verloren, Ragger erreicht aber eine Punkteteilung gegen Schachlegende Vishy Anand. Tags darauf gewinnt Solingen knapp gegen die Schachfreunde Deizisau. Matchwinner ist Ragger mit einem Sieg am Spitzenbrett gegen den Ungarn Peter Leko, der in seiner erfolgreichen Karriere ein WM-Match gegen Kramnik zu buche stehen hat. In Summe ein gutes Wochenende für Ragger! (wk, Foto: Ragger)
Link zur Wunschaktion der Kleinen Zeitung

Nationalspielerin Nikola Mayrhuber hält mit mir nochmals Rückblick auf die Team-Europameisterschaft. In Runde 1 gelang David Shengelia ein aufsehenerregender Sieg gegen Gawain Jones in einem häufig anzutreffenden Turmendspiel. Wir nahmen die Partie zum Anlass für einige Trainingseinheiten im Frauen-Nationalkader. Die Essenz präsentieren wir in dieser Sendung.

Ausgestrahlt wird die Sendung heute am Samstag, dem 30.11.2019, ab 17:15 Uhr auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software gratis zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden am Videoserver von ChessBase und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)

CBTV Austria Sendung 56 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria

191113 FIDELangfristige Turnierplanung kann man dem Weltschachbund wahrlich nicht unterstellen. Ohne eine solche muss oft Russland als Organisator einspringen. Dieser Tradition folgend hat der russische Verband gestern in einer Pressekonferenz im Beisein von FIDE Präsident Arkady Dvorkovich verkündet, dass das nächste Kandidatenturnier vom 15. März bis 5. April 2020 in Jekaterinenburg stattfinden wird.

Überraschend wurde zugleich bekannt gegeben, dass die ursprünglich in Khanty-Mansiysk geplante Schach Olympiade 2020 nach Moskau verlegt und ein paar Tage nach hinten verschoben wird. Der neue Termin ist vom 5. bis 17. August. Ein Grund für die Verlegung wurde nicht bekannt gegeben. Es stört offenbar auch niemanden, dass damit der Vergabeprozess mit einer Entscheidung in der FIDE Generalversammlung ad absurdum geführt wird und die Delegierten der Verbände nicht das bekommen wofür sie mehrheitlich gestimmt haben. Die Delegierten sollen aber im Vorfeld der Olympiade nach Sibirien zum FIDE Kongress fliegen, der damit erstmals nicht mehr im Rahmen der Olympiade durchgeführt wird.

Khanty-Mansiysk darf im Gegenzug neben dem Kongress auch die ersten Schachparalymipcs für Gehörlose, Seh- und Körperbehinderte ausrichten. Es verwundert kaum, dass es auch dafür keinen Beschluss in einer Generalversammlung gibt. Ebenso wie für das nach den Wahlen eiligst eingeführte FIDE Management Board, das solche Entscheidungen jetzt trifft. FIDE, quo vadis? (wk, Foto: FIDE)
Zur Meldung bei der FIDE

Die Nationalteams der Männer und Frauen präsentierten sich bei der TeamEuropameisterschaft in Georgien in blendender Form. Beide schafften den Sprung in die
Top-20 und spielten fast ausschließlich gegen stärkere Nationen. Igor Stohl ist der Trainer der slowakischen Frauen, aber auch ein hervorragender Kenner der
österreichischen Schachszene. So arbeitete er mit mir gemeinsam eine Woche lang in der Südstadt mit dem Frauen-Nationalkader. Nun analysiert Igor für uns österreichische Glanzlichter aus Batumi 2019.

Ausgestrahlt wird die Sendung heute am Sonntag, dem 17.11.2019, ab 16:30 Uhr auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software gratis zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden am Videoserver von ChessBase und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)

CBTV Austria Sendung 55 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria

190922 modlibaFranz Modliba, geboren am 28.10.1950, verstarb am Samstag, den 21.09.2019, wahrscheinlich während der 2. Vorstandssitzung des NÖ-Schachverbandes, die er seit 27 Jahren nicht geleitet hat. Ich weiss das so genau, weil er mich im März 2012 ersuchte, den Vorsitz einer ähnlichen Sitzung zu übernehmen und betonte, dass er seit 20 Jahren noch nie gefehlt hat. Gewissenhaft, organisatorisch umsichtig, mit Leidenschaft der Schachbewegung verbunden, so habe ich Franz vor vielen Jahren kennengelernt. Seit 2007 als sein erster Vizepräsident habe ich mit ihm enger, in den letzten 3 Jahren sehr intensiv für die Belange des NÖ-Schachverbandes zusammengearbeitet und ihn in dieser Zeit auch persönlich noch sehr zu schätzen gelernt.

Franz, ein geborener Weinviertler (Hausbrunn, Bez. Mistelbach) kam als Junglehrer nach Litschau, integrierte sich dort rasch, gründete eine Familie und wurde 2009 Direktor der Hauptschule (heute Mittelschule). Schon 1974 rief er eine Turngruppe ins Leben, die heute noch Bestand hat. Seine große Liebe war aber das Schachspiel, nicht nur als Spieler, mehr noch als Funktionär. Er leitete den Schachklub Litschau schon Jahre, bevor ich ihn kennenlernte. Er war Schiedsrichter für ungezählte Turniere und alle Mannschaftsbewerbe im Waldviertel seit Jahrzehnten. Hofrat Dr. Hellmut Steindl erkannte sein organisatorisches Talent und schlug ihn zu seinem Nachfolger als Präsident des NÖSV vor, wozu er 1992 auch gewählt wurde. Seither arbeitete er, bis zum Tage seines Todes, mit viel Energie und Umsicht daran, den LV NÖ gut aufzustellen. In einer seiner ersten Nachrichten aus China vor einem Monat schrieb er: “wir haben in den letzten Jahren sehr viel erreicht. Von der Steinzeit zu einem modernen und aktiven Schachverband.” Das war wahrscheinlich das Ziel in seinem Leben, das er am meisten anstrebte. Er wusste bereits, dass seine Tage gezählt sind, schaffte es – dank seines organisatorischen Geschicks – doch noch, mit zwei Ambulanzflügen zuerst nach Bangkok, dann nach Wien zu kommen. Die beiden letzten Wochen seines Lebens verbrachte er im Krankenbett des LKH Waidhofen an der Thaya, am Computer mit Klemmbrett um die Dinge nach seinem Leben zu regeln, für seinen Verein, die Schachgruppe Waldviertel und den NÖ-Schachverband.

In den letzten Jahren nahm sich Franz auch sehr der Geschichte des Schachs in NÖ und Österreich an. Neben der vorbildhaften Archivierung schrieb er auch eine Chronik zu diesen Themen, das als Buch (über 700 Seiten) aufgelegt ist. Sein Fleiss und sein Erfolg haben sich auch in vielen Auszeichnungen abgebildet, ich darf hier als Beispiele erwähnen: Ehrenzeichen in Gold: NÖSV, ÖSB, Land NÖ, ASVÖ-NÖ. Die österreichische Schachbewegung verliert mit OSR Franz Modliba – er war auch Vizepräsident des ÖSB – einen erfolgreichen und liebenswerten Menschen. (wk, Nachruf: Mag. Christian Kindl)

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