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Erfolgreiches erstes Mädchensichtungstraining begeistert Spielerinnen und Eltern

Das erste Mädchensichtungstraining des Österreichischen Schachbundes, welches am 25.3.2026 stattfand, war ein voller Erfolg und bestätigte die gute Idee unserer neuen Bundestrainer Gert Schnider und Martin Christian Huber, die zu diesem besonderen Training eingeladen hatten. Ziel des Tages war es, die Mädchen sowie ihre Eltern kennenzulernen, umfassend zu informieren und nachhaltig zu motivieren.

Insgesamt 22 Mädchen nahmen an diesem ereignisreichen Trainingstag teil, der mit einem straffen, aber abwechslungsreichen Programm gefüllt war. Zu Beginn stellten sich die beiden Bundestrainer vor und erläuterten den Ablauf des Tages. Anschließend ging es für die Mädchen direkt an die Bretter: In den Altersklassen U10 und U12 wurde jeweils ein 5-rundiges Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement gespielt.DSC05428

Während die Mädchen konzentriert ihre Partien austrugen, erhielten die Eltern parallel wichtige Informationen rund um den Jugendkader, Spiel- und Fördermöglichkeiten, Trainingsprogramme sowie Empfehlungen und Perspektiven für zukünftige Kaderspielerinnen.
Die Mädchen spielten zunächst drei Runden vor der Mittagspause und jede Partie wurde konsequent ausgespielt, Remisangebote waren dabei fast kein Thema. Der Ehrgeiz war deutlich spürbar, aber auch der Spaß kam keineswegs zu kurz.

In der Mittagspause wurde gemeinsam gegessen, gelacht und getobt, bevor es anschließend im Seminarraum mit einem vielseitigen Trainingsprogramm weiterging. Auf dem Trainingsplan standen unter anderem Taktikaufgaben aus der Stufenmethode (Stufen 1–3) von Rob Brunia und Cor van Wijgerden, bei denen innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Aufgaben korrekt gelöst werden mussten. Es folgte ein anspruchsvolles Gedächtnistraining, bei dem kurz projizierte Stellungen auf der Leinwand aus dem Kopf mithilfe von Bleistift und Papier rekonstruiert werden mussten.

DSC05498Ein weiterer Programmpunkt waren mathematische Übungen (Multiplikations- und Subtraktionsaufgaben), die das arithmetische und prozedurale Faktenwissen messen. Innerhalb von 90 Sekunden galt es, so viele Aufgaben so präzise wie möglich zu lösen, eine Herausforderung, an der selbst so mancher Erwachsene gescheitert wäre. Jubelrufe bei den Multiplikationsaufgaben („Jaaa!“) wechselten sich mit kollektiven Seufzern bei den Subtraktionen („Neeein!“) ab und sorgten für eine lockere Atmosphäre.

Besonders unterhaltsam wurde es beim Koordinatentraining auf Lichess. Bundestrainer Gert Schnider ging dabei eine Wette mit Parinitha ein: Sollten mehr als 20 Aufgaben richtig gelöst werden, würde er 10 Liegestütze machen. Mit beeindruckenden 23 richtigen Lösungen gewann Parinitha souverän sehr zur Freude aller Anwesenden, während der Bundestrainer seinen Wetteinsatz sportlich einlöste.DSC05638

DSC05615Im Anschluss folgte ein Eröffnungstraining, bei dem das Schottische Gambit vorgestellt wurde. Bildhafte Begriffe wie Revolverspringer, Arche-Noah-Falle, Röntgenangriff oder Großmutterspringer sorgten für viele Aha-Momente und bleiben den Mädchen sicherlich in Erinnerung. Danach wurde noch das Benennen von Feldfarben anhand von Koordinaten geübt. Bevor die letzten beiden Runden des Schnellschachturniers gespielt wurden, sahen sich die Teilnehmerinnen gemeinsam eine Partie von Jasmin Schloffer aus den Österreichischen U8-Meisterschaften von 2008 an, bei der die Buben und die Mädchen in einem Turnier zusammengespielt haben. Wir haben diese Partie auf unseren Lichessaccount auch nochmal hier zur Verfügung gestellt: OesterreichSchach

Gegen 18:15 Uhr endete ein intensiver und erfolgreicher Trainingstag. Beide Bundestrainer zeigten sich äußerst zufrieden. Gert Schnider resümierte: „Ich war sehr begeistert davon, dass so viele Mädchen gekommen sind und bin beeindruckt von ihrer Ausdauer und Motivation.“
Auch Martin Christian Huber bestätigte den positiven Eindruck: „Alle haben im Training sehr gut mitgearbeitet. Ich hatte den Eindruck, dass es den jungen Schachspielerinnen viel Spaß gemacht hat und hoffe, dass auch die Eltern und Erziehungsberechtigten die Präsentation als informativ empfunden haben.“

Aufgrund der durchweg positiven Resonanz wird das Projekt fortgesetzt. Der nächste Termin ist bereits für den 22. März fixiert. Ganz ohne Hausaufgaben ging es jedoch nicht nach Hause: Neben Taktikaufgaben lautete der wohl wichtigste Auftrag, eine Freundin, die noch kein Schach spielt, für das Spiel zu begeistern. Einen besonderen Dank verdient der Verein SC Donaustadt, der uns seine tollen Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)

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Die Jugend ist am Zug – Schachturnier in Pressbaum

Vorherigen Sonntag, am 11. Jänner, fand das 3. Spids Kinderschachturnier – in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschachverein Wienerwald – in Pressbaum im Sacré Coeur statt. Ein Event, welches von über 100 Kindern samt Eltern besucht wurde und selbst Bürgermeister Josef Rothensteiner war vor Ort.

2026 01 14 3 Spids KinderschachturnierIn 7 spannenden Runden kämpften knapp 100 Kinder um den Sieg.
Am Ende konnte sich Andrei Marakhovskii in einer aufregenden Finalpartie gegen Dragan Rasic durchsetzen und mit 7 Siegen das Turnier beenden. Dicht gefolgt von Dragan Rasic, Anton Kofler und Thomas Hawa auf dem 2., 3. & 4. Platz. Als bestes Mädchen beendete Mina Arnaut das Turnier auf dem 8. Platz. Den Preis für den besten Spieler U12 gewann Yaron Decker-Jakober und das beste Mädchen U12 wurde Amelie Specht. In der U10 hatte Daniel Benkö die Nase vorne und bei den Mädchen Wang Shufan. In der U8 gewann Ivanov Oleksandr und bestes Mädchen U8 wurde Perrine Eowyn Klaus.
Doppelnennungen wurden ausgenommen.

Um 10:00 Uhr wurde der erste Zug gespielt. Konzentration hoch und sich steigernde Spannung in den ersten Runden. Nach 4 hart umkämpften Partien ging es in die Mittagspause mit Spaghetti Bolognese. Weiters wurden die Kinder mit köstlichen Snacks und selbstgemachten Mehlspeisen verköstigt. Nach der Mittagspause folgten die letzten 3 Runden.2026 01 14 3 Spids Kinderschachturnier 1
Die Sieger standen fest.

Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen und Spielern sowie deren Eltern für das großartige Mitmachen. (ssc, Text: Florian Schmidt, Bilder: Ela Altuntas)

Link zur Endrangliste.
chess-results.com

Link zu den Fotos
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Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026

Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes verleiht ab dem Jahr 2026 jeweils für ein Kalenderjahr das Österreichische Jugendschachgütesiegel an Schachvereine und -sektionen in den folgenden vier Stufen:

  1. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Bronze (ab 80 Punkten)
  2. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Silber (ab 160 Punkten)
  3. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Gold (ab 250 Punkten)
  4. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Platin (ab 360 Punkten)

Teilnahme:
Einsendung der von uns festgelegten Kategorien an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 28.02.2026. Die Auswertung erfolgt von einer Jury mit Personen aus der Jugendkommission. Die Verkündung der erreichten Ränge erfolgt im April via ÖSB. Die Ausgezeichneten werden via Mail verständigt.

In vier Rubriken können maximal 100 Punkte erlangt werden. Die Details können aus dem PDF-Dokument entnommen werden: Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026 (ssc, Text: Jugendkommission ÖSB)

 

IM-Norm und Titelgewinn beim Krakauer Schachfestival

Große Erfolge für den österreichischen Schachnachwuchs beim XXXVI. Międzynarodowy Festiwal Szachowy in Krakau:

FM Peter Balint (15) erzielte seine zweite IM-Norm, während Florentin Stickler (14) mit einem starken Turnierverlauf voraussichtlich die 2300-Elo-Marke überschreitet und damit in Kürze den Titel FIDE-Meister tragen wird.

Peter Balint blieb im 9-rundigen Turnier ohne Niederlage und erspielte mit fünf Siegen seine zweite IM-Norm und das innerhalb von nur drei Wochen. Bereits kurz vor Weihnachten hatte er beim Vienna GM-Turnier seine erste IM-Norm erzielt.

Zum Turnier in Krakau sagte Peter Balint:

 „Ein sehr schönes Winterturnier gibt es schon seit Jahren in Krakau, immer um den Jahreswechsel. Letztes Jahr unternahm ich die Reise sogar mit einem Gips am Bein, und wie immer hat es sich gelohnt! Es war mein drittes Turnier im Dezember, leider muss ich aber jetzt bis Februar auf mein nächstes Open warten – hoffentlich hält mein Schwung bis dahin an!“

Ebenfalls sehr erfolgreich präsentierte sich der 14-jährige Florentin Stickler. Mit großem Kampfgeist und 5,5 Punkten aus 9 Partien gewann er > 50 Elo-Punkte und überschritt damit voraussichtlich die 2300-Elo-Grenze, womit ihm in Kürze der Titel FIDE-Meister (FM) verliehen wird.

Wir haben jeweils eine sehenswerte Partie auf dem LiChess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt:
👉 lichess.org

Endstand & Turnierdetails:
👉 chess-results.com

Der Österreichische Schachbund gratuliert beiden Nachwuchsspielern herzlich zu diesen herausragenden Leistungen. (ssc, Bilder: Archiv Peter Ballint)

FM Peter Balint mit seiner 2. IM-Norm

Weltmeisterliches Training bringt Motivationsschub

Am 15. und 16. Dezember hatten wir gemeinsam mit sieben jungen Österreicherinnen und Österreichern die Gelegenheit, in Wien im Haus des Sports mit zwei Weltmeisterinnen zu trainieren. Die 15. Schachweltmeisterin, GM Mariya Muzychuk aus der Ukraine, berichtete am Montag über ihr eigenes Training und ihre Kindheit und gab uns viele wertvolle Tipps, wie man effizient trainiert und sich kontinuierlich verbessert. Beeindruckend war vor allem ihre Energie: Nach einigen Taktikbeispielen und spannenden Partien von Mariya waren wir alle bereits ziemlich müde – sie hätte hingegen sicher noch weitere sieben Stunden Training durchgehalten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen hatte unsere Jugend anschließend die Möglichkeit, sich mit den Muzychuk-Schwestern auszutauschen und auch unseren ÖSB-Präsidenten kennenzulernen.

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Am Dienstag lernten wir dann von Mariyas älterer Schwester GM Anna Muzychuk, zweifacher Blitzweltmeisterin (2014 und 2016) sowie Schnellschachweltmeisterin 2016, viel darüber, wie man taktische Motive erkennt, Stellungen richtig analysiert und wann dynamisches Spiel angebracht ist. Zudem spielten wir zwei Stellungen aus ihren eigenen Partien aus, die Anna anschließend gemeinsam mit uns analysierte. Dabei ging sie sehr aufmerksam auf die Züge und Vorschläge unserer Spielerinnen und Spieler ein und erklärte anschaulich, wie man die richtigen Entscheidungen trifft.

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Diese beiden Tage waren äußerst inspirierend und haben unseren jungen Spielerinnen und Spielern viel Motivation für ihr weiteres Training und ihre Schachkarrieren mitgegeben. Wir danken dem österreichischen Schachförderverein und dem ÖSB herzlich für diese großartige Gelegenheit.

Gert Schnider und Martin Christian Huber (wk)