Historischer Premierentitel für SC Victoria Linz bei der Frauen-Bundesliga

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Parallel zur 1. Bundesliga Open ging auch die Saison der 1. Frauen-Bundesliga im St. Veiter Fuchspalast zu Ende. Es handelte sich um die 15. Spielzeit seit der Einführung im Jahr 2011/12. In dieser Ära prägten mehrere Vereine das Geschehen: Pamhagen sicherte sich bislang sieben Titel, Baden drei, Wulkaprodersdorf zwei (darunter der Premierensieg). Je einmal triumphierten Dornbirn, Mayrhofen/Zell/Zillertal sowie heuer erstmals Victoria Linz.

Sportlich boten die abschließenden Runden nochmals Spannung und überraschende Wendungen. In der siebten Runde am Freitag musste Tabellenführer Schach ohne Grenzen eine empfindliche Niederlage gegen den SV Wulkaprodersdorf hinnehmen. Davon profitierte SC Victoria Linz, das die Gunst der Stunde nutzte und sich in eine hervorragende Ausgangsposition brachte.

Am Samstag folgte in Runde acht die nächste Überraschung: Das Tiroler Team unter der Führung von ÖSB-Vizepräsidentin Ina Anker revanchierte sich und besiegte den Titelanwärter ASVÖ Pamhagen.

Die Entscheidung fiel schließlich in der neunten und letzten Runde am Sonntag. SC Victoria Linz ließ nichts mehr anbrennen, gewann mit einer makellosen Punkteausbeute gegen den Veranstalter SV-Das Wien-St. Veit/Glan und sicherte sich damit erstmals den Meistertitel. Der Erfolg markiert zugleich den vierten Titelgewinn in Folge für den ÖSB-Präsidenten Michael Stöttinger, nun mit seinem Frauenteam.

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Hinter dem neuen Champion belegte das Tiroler Team Schach ohne Grenzen den zweiten Platz und krönte sich damit zum Vizemeister. Rang drei ging an den entthronten Titelverteidiger ASVÖ Pamhagen, der das direkte burgenländische Duell für sich entscheiden konnte.

Auch individuell wurden herausragende Leistungen gezeigt. Die besten Spielerinnen der Saison waren Marina Brunello mit 7,5 Punkten aus 9 Partien, gefolgt von Olga Badelka (7/9) und Viktoria Radeva (6,5/9). Eine makellose Bilanz erreichten Maria Tsakona, Zoya Schleining und Tereza Rodstein mit jeweils 3 Punkten sowie Anna Muzychuk mit 1 Punkt.

Überdurchschnittliche Ergebnisse mit über 90 Prozent erzielten zudem Aleksandra Kostenyuk, Aleksandra Maltsevskaya und Natasa Richterova. Herausragende Performance-Ratings jenseits der 2600er-Marke gelangen Maria Tsakona (3097), Zoya Schleining (2761), Tereza Rodstein (2659), Aleksandra Kostenyuk (2628) sowie Aleksandra Maltsevskaya (2622). (wk, Text/Fotos: Gerald Hametner)

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