Gerade als der Turniersieg für Hikaru Nakumara greifbar nahe schien, unterlag er in der 8. Runde mit den weißen Steinen seinem ärgsten Verfolger Alexander Morozevich (Foto). Zwei Runden vor Schluss hat Nakamura damit nur mehr einen halben Punkt Vorsprung (bzw. einen Punkt nach der Dreipunkteregel) auf seinen Bezwinger. Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgte Vassily Ivanchuk: Der ebenso für geniale Einfälle wie für sein schwaches Nervenkostüm bekannte ukrainische Spitzenspieler verlor nach starkem Start vier Partien in Serie. Während seine Niederlagen gegen Hikaru Nakamura und Anish Giri zwar teilweise etwas unglücklich (gegen Nakamura), aber nicht besonders außergewöhnlich waren, stellte Ivanchuk in Runde 7 gegen Nikita Vitiugov einzügig einen Springer ein und schenkte nach ungünstigem Partieverlauf gegen Fabiano Caruana in Runde 8 fast alle seine Figuren her. Eine seltene Reaktion im Spitzenschach... Ob Hikaru Nakamura gegen Anish Giri auf die Erfolgsspur zurückfindet und ob Vassily Ivanchuk gegen Alexander Morozevich vielleicht doch wieder ein Geniestreich gelingt, wird sich heute ab 15 Uhr zeigen. (em, Foto: Turnierseite)Turnierseite mit Live-Partien








Kurz vor dem Start des Prestigeturniers in Wijk aan Zee (14. bis 29. Jänner) läuft Hikaru Nakamura (Foto) zur Höchstform auf. Beim doppelrundigen Rundenturnier im italienischen Reggio Emilia hat der 24-jährige US-Amerikaner nach 6 Runden bereits 14 Punkte (Dreipunkteregel) auf seinem Konto und liegt mit 4 Zählern Vorsprung auf Alexander Morozevich in Führung. Nach der klassischen Wertung hat Nakamura 5 aus 6, was einer Eloperformance von 3018 gleichkommt. Mit dieser Leistung hat sich der ehemalige Schützling Kasparovs in der inoffiziellen Weltrangliste vom 12. auf den 5. Platz katapultiert. Seit 15 Uhr läuft die 7. Runde mit den Paarungen Caruana - Nakamura, Morozevich - Giri und Vitiugov - Ivanchuk, wobei in den beiden zuerst erwähnten - im Gegensatz zur bisherigen kämpferischen Einstellung der Spieler - bereits das Remis unterschrieben wurde. Im parallel stattfindenden Damenturnier führt die Georgierin Sopiko Guramishvili mit 5 aus 6. (em, Foto: Turnierseite)
Mit seinen starken Leistungen in Moskau und London hat Magnus Carlsen seine Nummer 1-Position gefestigt und liegt in der neuen Eloliste mit der persönlichen Bestmarke von 2835 Elopunkten deutlich vor dem neuen Weltranglistenzweiten Levon Aronian (2805). Vladimir Kramnik (2801) hat sich ebenfalls über der 2800-Elo-Marke gehalten, während Viswanathan Anand (2799) knapp darunter gerutscht ist. Österreichs Nummer 1 Markus Ragger (2655) liegt auf Rang 96 der Weltrangliste. In den österreichischen Top 10 befinden sich weiters David Shengelia (2558), Nikolaus Stanec (2545), Stefan Kindermann (2511), Oliver Lehner (2453), Alexander Fauland (2452), Roland Schweda (2447), Eva Moser (2446), Andreas Diermair (2429) und Georg Kilgus (2427). In der Nationenwertung hat sich Österreich um einen Platz verbessert und liegt auf Rang 41. In der Weltrangliste der Damen führt Judit Polgar (2710) noch immer mit großem Vorsprung vor Hou Yifan (2605) und Koneru Humpy (2589). Die elostärksten Damen Österreichs sind Eva Moser (2446), Anna-Christina Kopinits (2257), Katharina Newrkla (2156), Veronika Exler (2123), Barbara Schink (2099), Julia Novkovic (2085), Helene Mira (2083), Reka Horvath (2052), Sonja Sommer (2036) und Maria Horvath (2019). In der Nationenwertung der Damen hat sich Österreich um zwei Plätze auf Rang 35 verbessert. (em)
Liebe Schachfreund/innen! Wir danken für eure Treue im vergangenen Jahr und wünschen euch allen einen Guten Rutsch in das Schachjahr 2012. (wk)
Der Tag begann mit den bekannten Kurzremisen auf Brett 2, 3 und 7 - sodass der Weg mit den weißen Steinen frei für die Nummer eins GM Nikola Sedlak gegen IM Petr Neuman war mit einem Sieg alleiniger Turniersieger mit 6 Punkten zu werden. Auf den Rängen folgen mit 5,5 Punkten IM Blazimir Kovacevic vor GM Dusan Popovic. Das Podium knapp verfehlten GM Jozsef Horvath, IM Petr Neuman und IM Eva Moser, die die beste Platzierung für Österreich erreichte. Bester Oberösterreicher und Eferdinger Bezirksmeister wurde Florian Schwabeneder. Das B-Turnier gewann der elfjährige Bardhyl Uksini mit 6 Punkten in souveräner Weise. Das C-Turnier sicherte sich Josef Staller alleine mit 6 Punkten vor Josef Schmidbauer und dem Hartkirchner Andreas Wurm. (wk, Info/Text: Veranstalter) 







