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In der gestrigen sechsten Partie der WM verteidigt sich Anand erneut mit seiner Hybrid-Slawischen Verteidiung. Gegen die Kombination von e6 und a6 wählt Gelfand diesmal die Variante mit 6.Dc2, läuft aber in ein vorbereitetes Bauernopfer des Weltmeisters. Gelfand gibt den Bauern sofort zurück, seine leichte Initiative wird von Anand mit ein paar genauen Zügen neutralisiert. Es folgt das sechste Remis, diesmal im 29. Zug. Neutralisation ohne Risiko auf hohem Niveau, das ist es was Anand und Gelfand in der ersten Hälfte ihres WM-Kampfes zeigen. Die Wettkampfstrategie steht klar im Vordergrund. Keiner will in Rückstand geraten. Allein in der 3. Partie verpasste Gelfand eine klare Ausgleichsfortsetzung und musste ein paar Bange Momente überstehen. Ansonsten war keiner auch nur in der Nähe eines möglichen Sieges. Nur zweimal wurde der 30. Zug überschritten, die erste Zeitkontrolle nie. Selbst die besten Schachjournalisten der Welt schaffen zu den Partien in den jeweils anschließend live übertragenen Pressekonferenzen kaum konstruktive Fragen. So bleibt der Besuch von Garry Kasparow im WM-Studio das Highlight des Tages, hoffentlich nicht des gesamten Zweikampfs... Heute ist in Moskau Ruhetag, die zweite Hälfte beginnt mit Farbwechsel am Sonntag um 13.00 Uhr unserer Zeit. Gelfand wird erneut Weiß haben. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite (mit WM-Studio als Live-Videostream)

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