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Er sprach nicht oft im Bundesvorstand, aber wenn er sprach, dann hatte er etwas zu sagen. Hermann Zemlicka war ein selbständiger Kopf, der mit erfrischender Offenheit seine Meinung sagte und für Nachdenklichkeit sorgte. Nicht von ungefähr hat der ÖSB eine seiner Klausuren in Gmunden abgehalten. Zemlicka interessierte sich stark für Nachwuchsarbeit im Schach. Dass Schach die Jugend braucht, war für ihn klar, also sollte auch Schulschach stark gefördert werden. Er stand mit Garry Kasparov in Verbindung und wälzte ehrgeizige Pläne für eine internationale Schachschule im Raum von Gmunden. Ich habe mit ihm mehrere Male ausführlich dieses Projekt diskutiert. Es ging darum, seine Machbarkeit zu definieren. Es reichte über die Grenzen des ÖSB hinaus. Ich war aber überzeugt, dass Zemlicka mit Beständigkeit diese große Ambition verfolgen würde und sie in einer uns noch nicht bekannten Form eines Tages Wirklichkeit werden würde. Das Schicksal hat es anders gebracht. Der Österreichische Schachbund verliert einen phantasievollen, kreativen Geist und einen guten Freund. Er wird uns unvergesslich bleiben. Seiner Familie sprechen wir unser tiefes Beileid aus.

Kurt Jungwirth

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