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Obwohl der Titel der Veranstaltung, nämlich die Frage, wer Weltmeister wird, für die meisten schon beantwortet war, schauten am Donnerstagabend in Wien an die achtzig Schachfans im Project Space der Kunsthalle am Wiener Karlsplatz herein, um mit Siegfried Baumegger und Martin Neubauer die zwölfte WM-Runde zu verfolgen und zu analysieren. Die Enttäuschung, dass Anand nach 21 Zügen in bereits angenehmerer Stellung mit Schwarz gegen Swidler remis gab, um seine Führung abzusichern, hielt sich in Grenzen, denn auf den übrigen drei Brettern ging es richtig zur Sache. Egal, ob Kramnik bei 20.Sc5 alle Varianten gesehen hat, jedenfalls entdeckten wir hübsche Opferideen für ihn, und sein energisch vorgetragener Königsangriff war keine Überraschung. Gelfand zollten wir für sein feines Tempogambit Tf8-d8-f8 Anerkennung, provozierte er doch damit Aronjan zum Selbstmordangriff mit g2-g4 und bald auch h2-h4. Wir sahen den Israeli schon mit 21...Txf3! gewinnen, aber auch nach 21...Lg4 wurde sein Angriff rasch unwiderstehlich. Etwas unterschätzt hatten wir anfangs Morosewitschs Stellung, der eine Art Boleslawski-Sizilianer im Anzug spielte. Schön, dass man mit unkonventionellen Eröffnungen auf höchstem Niveau noch zum Erfolg kommen kann! (wk, Text: Stefan Löffler)
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