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AnandDie Schachfans, welche die Spannung in den regulären (und teils hochklassigen) Partien ein wenig vermissten, kamen beim Tiebreak voll auf ihre Kosten. Nachdem Boris Gelfand etwas unglücklich mit 0,5 : 1,5 in Rückstand geraten war, setzte er Viswanathan Anand in der darauffolgenden Partie von Beginn an unter Druck und hätte bereits im Mittelspiel eine Gewinnstellung erlangen können. Nach beiderseitigen Ungenauigkeiten erreichte Gelfand ein theoretisch gewonnenes Turmendspiel, in welchem er jedoch aufgrund großer Zeitnot abermals nicht den richtigen Zug fand und seinen Gegner entkommen ließ. Beim Stand von 1 : 2 aus der Sicht des Herausforderers benötigte dieser mit den schwarzen Steinen unbedingt einen Sieg, um ein Tiebreak im Blitzschach zu erzwingen. Tatsächlich erlangte er ein vorteilhaftes Endspiel, war allerdings hinsichtlich der Bedenkzeit zu weit ins Hintertreffen geraten, um entscheidende Fortschritte erzielen zu können. Viswanathan Anand parierte alle Drohungen und führte die Partie zum Remis. Damit bleibt der Titel zumindest bis zum nächsten WM-Kampf in indischer Hand. Der vor dem Match als Außenseiter gehandelte Boris Gelfand hat sich als ebenbürtiger Gegner entpuppt und hätte - wie er auch selbst bei der abschließenden Pressekonferenz andeutete - mit besserem Zeitmanagement den regierenden Weltmeister durchaus zu Fall bringen können. (em, Foto: Turnierseite)
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