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Blog WM - EM

Ein Österreicher Duell und einen Sensationssieg bringt der Auftakt der Europameisterschaft im polnischen Legnica. Markus Ragger beschert die Auslosung ausgerechnet Alexander Fauland in Runde eins. Ragger löst die unangenehme Aufgabe mit einem Sieg und feiert so einen guten Start ins Turnier. Die Sensation aus rot-weß-roter Sicht ist der Schwarzsieg von Robert Kreisl gegen den polnischen GM Mateusz Bartel (2619). Positiv ist auch das Remis von Gerhard Schroll gegen GM Hrant Melkumyan (ARM, 2622). Ein Plichtsieg gelingt noch David Shengelia gege Jan Machan. Schachinger, Diermair und Huber verlieren hingegen gegen Großmeister. Heute kommt es zum polnisch-österreichischem Länderkampf. Ragger und Shengelia treffen mit Schwarz auf Moronda und Gajewski. Zudem spielt Andreas Diermair gegen WIM Anna Iwanow. (wk, Foto: Ursula Huber)
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Die Einzel Europameisterschaft im klassischen Schach findet vom 5. bis 16. Mai in Legnica (Polen) statt. Am Start sind 295 Spieler aus 38 Nationen, darunter 145 Großmeister. Österreichs Aushängeschild Markus Ragger geht mit seiner Elozahl von 2666 als Nummer 27 in Rennen um den EM-Titel und die Qualifikation für den World Cup, für den sich 23 Spieler qualifizieren werden. Die Chancen von Ragger sollten gut sein, da einige vor ihm platzierte Spieler sich bereits im Vorjahr qualifiziert haben. Insgesamt ist Österreich mit acht Spielern vertreten. Neben Ragger werden Shengelia, Fauland, Schachinger, Diermair, Schroll, Kreisl und Huber den Kampf mit der internationalen europäischen Elite aufnehmen. Insbesondere für die jetzigen und möglichen zukünfitgen Nationalspieler sind gerade solche Erfahrungen von unschätzbarem Wert, wie Nationalcoach Zoltan Ribli stets vorgibt. Er wird die Spieler vor Ort betreuen. Nummer Eins der Setzliste ist der Russe Dmitry Jakovenko gefolgt von seinem Landsmann Evgeny Tomashevsky und dem Franzosen Maxime Vachier-Lagrave. Die ersten Zwölf haben eine Elozahl von 2700 oder mehr. Die erste Runde startet morgen um 15.00 Uhr Ortszeit. Auf der Turnierseite wird es eine Live-Übertragung geben. (wk)
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In einer an Dramatik kaum zu überbietenden 12. Runde kommt es zum Führungswechsel beim Kandidatenturnier in London. Kramnik drückt mit Schwarz gegen Aronian in einer ausgezeichnet geführten Partie und erreicht eine Gewinnstellung. Aronian verteidigt sich findig und erreicht mit einer Figur weniger eine Remisstellung, zieht aber im entscheidenden Moment den falschen Bauern nach vorne und verliert. In der längsten Partie des Tages gerät Carlsen gegen Iwantschuk mit Fortdauer der Partie in Bedrängnis und veliert ohne goben Fehler aber mit einigen Ungenauigkeiten seine erste Partie. Ein Glückstag für Kramnik. Er hat nicht nur Aronian endgültig aus dem Titelrennen geworfen, sondern auch von Carlsen die Führung übernommen. Zwei Runden vor Schluss hat plötzlich Kramnik die besten Chancen der nächste Herausforderer von Anand zu werden. In den beiden bedeutungslosen Partien des Tages gibt es zwei ausgekämpfte Remisen zwischen Gelfand und Swidler sowie Radjabov und Grischuk. Morgen ist in London Ruhetag. Die Entscheidung fällt am Ostersonntag und Ostermontag jeweils ab 15:00 Uhr vermutlich mit Rekordzahlen bei der Live-Übertragung. (wk, Foto: Turnierseite)
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Magnus Carlsen verliert in einem dramatischen Schlusstag seine letzte Partie gegen Peter Swidler, doch gewinnt das Turnier und ist der nächste Herausforderer von Weltmeister Anand. Im Fernduell zeigen Carlsen und Kramnik heute Nerven. Beide müssen ihre Partien auf Gewinn anlegen und laufen Swidler und Iwantschuk damit ins offene Messer. Der Turniersieg von Carlsen steht erst fest als Kramnik gegen Iwantschuk in der letzten Partie seinen König umlegen muss und fällt extrem knapp aus. Erst in der Drittwertung entscheidet die höhere Zahl der Siege für den Norweger. Einen halben Punkt hinter den Beiden belegen Swidler und Aronian mit ihren heutigen Siegen und je 8 Punkten aus 14 Partien Platz drei und vier. Gelfand und Grischuk erzielen je 6,5 Punkte, Iwantschuk (6 Punkte) darf sich über Siege gegen Carlsen und Kramnik zum Finale freuen. Nach gutem Start geht das Turnier für Radjavov mit 7 Niederlagen komplett daneben. Dafür liefert er nach seiner Niederlage gegen Carlsen in der Pressekonferenz nach der 13. Runde den Sager des Turniers: "It is like with sharks in a swimming pool and it´s still  not over". Nun hat er es überstanden. Das Kandidatenturnier wird als eines der stärksten und spannendsten in die Geschichte eingehen und bringt den jüngsten Herausforderer seit Anand. Spannend war auch die vorbildliche Aufbereitung der Live-Übertragung im Internet mit Live-Kommentaren und Pressekonferenzen. (wk, Foto: Turnierseite)
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ORF Bericht: Carlsen fordert Champion Anand

Die Rückrunde des Kandidatenturnieres in London steht bisher im Zeichen von Wladimir Kramnik. Der Ex-Weltmeiister feiert heute gegen Radjabov seinen dritten Sieg. Alle Siege gelangen in den letzten vier Runden gegen seine russischen Landsleute. Wie schon tags zuvor Grischuk fällt auch Radjabov gegen Kramnik in hochgradige Zeitnot und wirft eine ausgeglichen Partie knapp vor der Zeitkontrolle weg. Carlsen kommt mit Schwarz gegen Grischuk nur zu einem kurzen Remis und freut sich vermutlich, dass Kramnik nun alle russischen Duelle hinter sich hat. Schützenhilfe für Kramnik liefert Peter Swidler mit einem Sieg gegen Aronian. Damit hat Kramnik den eineinhalb Punkte Rückstand zu Beginn der Rückrunde gegen Carlsen bis auf einen halben Punkt wettgemacht und Aronian sogar schon überholt. Morgen trifft Aronian auf Kramnik und Carlsen auf Iwantschuk. (wk, Foto: Turnierseite)
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