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Blog WM - EM

Magnus Carlsen gewinnt das Match gegen Vishy Anand mit 6,5:3,5. Damit krönt sich der Weltranglistenerste zum neuen Weltmeister und ist unbestreitbar der Mann, der im Schach die Maßstäbe setzt. Während andere Eröffnungsvarianten sezieren, strebt Carlsen spielbare Stellungen an und beeindruckt im Mittel- und Endspiel. Die heutige 10. Partie eröffnet Carlsen zum zweiten Mal mit e4, Anand greift diesmal zur Sizilianischen Verteidigung. Erneut folgt Carlsen nicht den Hauptvarianten, sondern stellt einen seiner bevorzugten Setups aufs Brett. Nach einem Fehler Anands bekommt er das bessere Endspiel, vermeidet alle erwarteten Zugwiederholungen und versucht zu gewinnen. Doch diesmal ist Anand auf der Höhe und bringt die Partie in den Remishafen. Dieses Remis beendet allerdings seine Zeit als Weltmeister. Zu Beginn der WM sahen die Chancen des Inders noch gut aus. In den ersten drei Partien kommt Carlsen einigermaßen unter Druck. Das Blatt wendet sich aber in der vierten Partie, die zwar Remis endet, aber Carlsen viel Zuversicht gibt. Die Entscheidung fällt mit einem Doppelschlag des Norwegers in den Partien fünf und sechs. Beide Male begeht Anand unter Druck Fehler, die Carlsen mit seinen überragenden Endspielfähigkeiten erbarmungslos ausnutzt. Nach zwei Remisen im Zeichen der Konsolidierung setzt Anand in der 9. Partie alles auf eine Karte, verliert aber glücklos ein drittes Mal. Carlsen ist mit seinen 22 Jahren nun gemeinsam mit Kasparov der jüngste Weltmeister der Schachgeschichte. (wk, Foto: Turnierseite)
FIDE, Website WM

Magnus Carlsen gewinnt seine dritte Partie, führt nun mit 6:3 und kann sich bereits morgen mit einem Remis in seiner nächsten Weißpartie zum neuen Weltmeister krönen. In der heutigen neunten Partie tat Anand was aufgrund des WM-Standes zu tun war. Er wechselte die Eröffnung, statt mit e4 begann der Weltmeister mit dem Damenbauern, wählte gegen Carslens Nimzoindische Verteidigung die scharfe Sämischvariante und nimmt mit einer asymetrischen Bauernstellung volles Risiko. Carlsens Stellung scheint einem Matt nahe, doch das norwegische Ausnahmetalent bleibt auch in dieser Situation "cool" und spielt die bestmögliche Verteidigung. Am Ende lässt Anand eine zweite Dame für Carlsen zu um eine "Mattkombination" starten, die allerdings ein entscheidendes Loch hat. Aber auch nach der besseren Fortsetzung wären ein Gewinn und die Verteidiung des Weltmeistertitels in weiter Ferne gewesen. De facto hat heute eine neue Ära im Schach begonnen. Die Ära Carlsen. (wk, Foto: Turnierseite)
FIDE, Website WM (Live-Übertragung ab 10:30 Uhr)

Aserbeidschan ist in der Besetzung Mamedyarov, Radjabov, Sfarli, Mamedov und Guseinov nach einem Fotofinish in der Schlussrunde neuer Europameister. Das Team hält den Wettkampf gegen Armenien mit 2:2 im Gleichgewicht und profitiert von der 1,5:2,5 Niederlage Frankreichs gegen Russland. Andreikin sichert dem Favoriten mit seinem Sieg gegen Tkachiev gerade noch die Bronzedaille vor den punktegleichen Armeniern. Frankreich konnte in der Hotellobby ausgiebig die Silbermedaille feiern, trauert aber doch ein wenig dem verpassten Titelgewinn nach. Im Damenbewerb stand die Ukraine bereits als Sieger fest. Die Ukrainerinnen verzichteten gegen Russland auf Ushenina und "verhelfen" den Russinnen mit einer 1:3 Niederlage noch zur Silbermedaille. Bronze holt Polen mit einem 3:1 Sieg gegen die sensationell starken Litauerinnen. Die österreichischen Teams landen am Ende am 17. (Damen) und 30. Platz (siehe unter Weiterlesen). (wk)
Ergebnisse bei Chess-Results: Offene Klasse, Damen
Turnierseite, ECU

Weiterlesen: Team EM - Aserbeidschan nach Fotofinish Europameister

Nach zwei weiteren Remisen in den Runden sieben und acht steht es 5:3 für den Herauforderer Magnus Carlsen. In beiden Partien stand wieder die Berliner Variante der spanischen Verteidigung am Prüfstand. Zuerst versuchte Anand erfolglos mit einer dritten Variante Carlsen unter Druck zu setzen. Die Berliner Mauer hielt aber auch diesem Versuch problemlos stand, das Score für Anand in seinen drei Weißpartien gegen diese Verteidiung ist 1:2. Heute eröffnete Carlsen erstmals selbst mit 1.e4 und Anand entschied sich seinerseits zu testen was wohl Carlsen gegen seine eigene Verteidigung im Köcher hat. Doch der Norweger ließ sich nicht in die Karten blicken und wählte die sicherste, aber auch ungefährlichste Fortsetzung. So blieb der spannendste Moment des heutigen Tages die anschließende Dopingkontrolle. Morgen ist Ruhetag, am Donnerstag steht Anand unter Zugzwang. Er braucht unbedingt einen Sieg will er die WM realisterweise noch offen halten. (wk, Foto: Turnierseite)
FIDE, Website WM (Live-Übertragung ab 10:30 Uhr)

Die ukrainischen Damen gewinnen heute gegen Armenien mit 3:1 und sichern sich in der Besetzung Lagno, Ushenina, Mariya Muzychuk, Zhukova und Gaponenko vorzeitig den EM Titel. Positive Meldungen gibt es von den österreichischen Teams. Die Damen gewinnen gegen Griechenland mit Siegen von Eva Moser und Tina Kopinits bei einem Remis von Newrkla mit 2,5:1,5 und spielen morgen in der Schlussrunde gegen Spanien. Die Herren dürfen sich mit dem 2:2 gegen Spanien über einen weiteren Punktegewinn gegen ein starkes Team mit einem Eloschnitt von 2642 freuen und zudem über eine GM-Norm von Peter Schreiner. Dem jungen Steirer reichte dafür ein Remis gegen Igarza Vazquez (2602). Ein Tag in Warschau wie er für den ÖSB kaum besser hätte laufen können. Die Herren spielen in der Schlussrunde gegen "Poland Goldies" wie das Dreierteam der Gastgeber genannt wird. Um den Europameister Titel und die Medaillen geht es in den Begegnungen Armenien (12) gegen Aserbeidschan (13) und Russland (11) gegen Frankreich (13). Die Schlussrunde beginnt am Sonntag bereits um 11:00 Uhr. (wk)
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