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Blog WM - EM

180317 emDie Einzel Europameisterschaft 2018 beginnt heute um 15:00 Ortszeit, das ist 12:00 MEZ, in Batumi wo heuer mit der Schach-Olympiade Ende September ein weiteres Highlight folgen wird. Die EM nehmen 304 Spieler aus 34 Nationen in Angriff, darunter 135 Großmeister und 57 Internationale Meister. Acht Spieler haben eine Elozahl jenseits der 2700. Topgesetzt ist Dmitry Jakovenko (RUS) vor Radoslaw Wojtaszek (POL) und David Navara (CZE). Die weiteren 2700-er sind Vallejo Pons (ESP), Ivanchuk (UKR), Mamedov (AZE) sowie die Russen Matlakov und Dubov. Die Hoffnungen der georgischen Gastgeber ruhen auf Baadur Jobava. Österreich ist mit David Shengelia, Andreas Diermair, Gert Schnider, Felix Blohberger und Martin Christian Huber vertreten. Auf der Turnierseite werden 100 Partien live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results, ECU

180316 candidates r5Die fünfte Runde des Kandidatenturniers in Berlin bringt erstmals keinen Sieger. In den Partien Caruana-Karjakin, So-Kramnik und Ding-Mamedyarov wurde mit guten Eröffnungsvorbereitungen und exaktem Spiel die Remisbreite nie überschritten. Einer verpassten Chance auf einen zweiten Sieg in Serie muss hingegen Levon Aronian gegen Alexander Grischuk nachtrauern. Beide spielen in einer Benoni-Stellung von Anfang an kompromisslos. Das messerscharfe Spiel führt beiderseits zu Ungenauigkeiten. Als Grischuk erneut in große Zeitnot kommt passiert ihm im 27. Zug ein Fehler, nach dem Judit Polgar und Lawrence Trend in der Live-Kommentierung rasch einen überzeugenden Gewinn für Aronian nachweisen. Die Überraschung ist groß als Aronian verzichtet die Figur mit Schach zu schlagen und sich stattdessen eine Stellung einhandelt in der er genau spielen muss um am Ende wenigstens die Punkteteilung zu sichern. Grischuk meint in der Pressekonferenz diese Partie spiegelt genau den Verlauf seiner gestrigen gegen Ding Liren, als er forciert gewinnen konnte und dann selbst ums Remis kämpfen musste. Aronian war sichtlich deprimiert als ihm der Gewinnweg gezeigt wurde. Der Druck auf die Spieler ist groß. Im Grunde zählt nur der Sieg verbunden mit dem Match gegen Carlsen. Da tut jede verpasste Chance doppelt weh. Heute spielen ab 15:00 Uhr Caruana-Grischuk, So-Aronian, Ding-Karjakin und Mamedyarov-Kramnik. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 5. Runde

180313 candidates r3Das Feuerwerk in Berlin geht weiter. Mann der Stunde ist Vladimir Kramnik. In der dritten Runde überrascht Levon Aronian den russischen Ex-Weltmeister zwar in der Eröffnung mit seinem ersten Zug e4 läuft aber gegen die Berliner-Verteidigung, sie ist ein Markenzeichen von Kramnik, bereits im 7. Zug in eine phantastische Neuerung. Von da an dürfte Aronian seine Eröffnungswahl bedauert haben. Kramnik kommt zu einem stürmischen Angriff, den er mit einer stilvollen Mattkombination beendet. Eine Glanzpartie von Kramnik. Sie bringt ihm die alleinige Führung mit zweieinhalb Punkten. Ein zweiter Aufreger des Tages war die Partie zwischen Caruana und Mamedyarov. In einem Najdorf-Sizilianer kommt es zu einem spannenden Schlagabtausch. Caruana gewinnt die Qualität, muss dafür aber Bauern geben. Danach spielt sich die Stellung für Mamedyarov leichter, Caruana schafft aber mit genauem Spiel die Punkteteilung. Beide bleiben Kramnik mit nunmehr je zwei Punkten auf den Fersen. Erste ruhigere Remisen gibt es zwischen Wesley So und Ding Liren in einem Marshall Gambit sowie zwischen Sergey Karjakin und Alexander Grischuk in einem Italiener. Heute ist in Berlin ein erster Ruhetag. Die vierte Runde folgt morgen mit den Begegnungen Grischuk-Ding, Mamedyarov-So, Kramnik-Caruana, Karjakin-Aronian. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 3. Runde

180315 candidates r4"Exciting chess", jubeln Judit Polgar und Lawrence Trent, die Kommentatoren der englischen Live-Übertragung, über den bisherigen Verlauf des Kandidatenturniers in Berlin. Zurecht! Die Spieler gehen mit hochgezogenem Visier aufeinander los und produzieren eine fesselnde Partie nach der anderen. Der dramatische Höhepunkt der vierten Runde spielt sich in der Partie Vladimir Kramnik gegen Fabiano Caruana ab, in der es zum Führungswechsel kommen sollte. Nach einer ruhigen russischen Eröffnung übernimmt Caruana nach einer missglückten Umgruppierung von Kramnik mit g5 die Initiative und kommt zu großem Vorteil, der zu einem Figurengewinn führt. Allerdings bekommt Kramnik einen weit vorgerückten Bauern der siebenten Reihe und weitere Freibauern am Damenflügel. Knapp vor der ersten Zeitkontrolle dreht sich die Partie. Caruana verliert mit seinem Springer Zeit wonach Kramniks Bauern den Amerikaner überrollen. Aus einer Vielzahl an guten Möglichkeiten verpasst Kramnik unter Zeitdruck gewinnversprechende Fortsetzungen und das Drama nimmt seinen Lauf. Knapp vor der zweiten Zeitkontrolle passiert dem Russen ein Fehler, der ihn die Partie kostet. Statt Caruana eineinhalb Punkte hinter sich zu lassen, übernimmt der Amerikaner von Kramnik die Führung. Ein "big point", der Caruana zudem mit Selbstvertrauen aufpumpt. Kramnik ist wohl bewußt, welche Chance er hier verpasst hat. Ein wichtiger Sieg gelingt Levon Aronian gegen Sergey Karjakin. Der WM-Herausforderer von 2016 opfert zwei Bauern, erhält aber keine ausreichende Kompensation und ist mit seiner zweiten Weiß-Niederlage so gut wie aus dem Titelkampf. Eine unglaubliche Partie liefern sich Alexander Grischuk und Ding Liren. Grischuk ist bestens vorbereitet und spielt ein Figurenopfer, das der bulgarische Ex-Weltmeister Veselin Topalov in die Praxis eingeführt hat. Nach einem Fehler des Chinesen hat Grischuk einen Zug lang die Chance zu gewinnen, verpasst sie aber. Die Partie steht danach auf des Messers Schneide, Grischuk rettet am Ende gerade noch ein Remis. Shakhriyar Mamedyarov holt auch aus seiner zweiten Weißpartie gegen Wesley So keinen Vorteil aus der Eröffnung und muss sich bald der Punkteteilung fügen. In der heutigen fünften Runde spielen Aronian-Grischuk, Caruana-Karjakin, So-Kramnik und Ding-Mamedyarov. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 4. Runde

180312 candidates r2Alexander Grischuk ist der Mann der zweiten Runde des Kandidatenturnieres in Berlin. Im Kampf zweier Verlierer der ersten Runde spielt Grischuk gegen Wesley So groß auf und kommt nach zwei Ungenauigkeiten des Amerikaners zu gefährlichem Königsangriff. So muss eine Figur geben um das Matt abzuwenden. Grischuk behält trotz hochkarätiger Zeitnot 15 Züge lang kühlen Kopf. Nach der Zeitkontrolle muss So bald aufgeben. Die anderen drei Partien enden mit Remisen, waren aber spannend und umkämpft. Mamedyarov dringt nach ruhiger Eröffnung mit seinen Schwerfiguren in die Stellung von Aronian ein. Allerdings ist seine Dame dort in Gefahr und kann der dauerhaften Verfolgung der schwarzen Türme nicht ausweichen. Caruana opfert mit Schwarz gegen Ding Liren früh eine Qualität bekommt aber eine phantastische Diagonale für seinen weißfeldrigen Läufer. Die Vor- und Nachteile beider Seiten führen zu einem spannenden und komplizierten Kampf. Am Ende kann keiner mehr Fortschritte machen, daher Remis. Kramnik ist knapp daran gegen Karjakin die "Berliner Mauer" zu knacken, die er selbst am Brett berühmt gemacht hat. Am Ende hält sie aber wieder und Karjakin kann im Gegensatz zu So eine zweite Niederlage verhindern. Heute spielen ab 15:00 Uhr: Karjakin-Grischuk, Aronian-Kramnik, Caruana-Mamedyarov und So-Ding. (wk, Foto: FIDE)
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Blog von Stefan Löffler in der Frankfurter Allgemeine
Daniel King: Videozusammenfassung der 2. Runde

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