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171211 chessclassicIan Nepomniachtchi gewinnt bei den Chess Classics in London in der Vorschlussrunde gegen Magnus Carlsen. Der Russe übernimmt damit die alleinige Führung vor Caruana und hat heute beste Chancen auf den Turniersieg. Die Partie gegen Carlsen verläuft lebhaft. Über eine Zugumstellung entsteht eine slawische Abtauschvariante. Carlsen transformiert die Stellung zu einer Isolani Position und erhält aktives Spiel, verpasst aber im 25. Zug ein chancenreiches Figurenopfer mit einem Einschlag auf h6. Zu diesem Zeitpunkt hat Nepomniachtchi bereits einen deutlichen Vorsprung auf der Uhr. Die nächsten Züge werden für Carlsen zum Desaster. Er verliert das Gespür für Gefahr und stolpert, offenbar im Gewinnstreben, in einen Figurenverlust. Alle anderen Partien enden mit einer Punkteteilung. Die Spieler sind eher auf Sicherheit bedacht und vereinfachen die Partien rasch. Nur jene zwischen So und Karjakin dauert lange, verlässt aber auch nie die Remisbreite. In der Tabelle führt Nepomniachtchi mit fünfeinhalb Punkten, vor Caruana (5) und Vachier-Lagrave (4,5). In der heutigen Schlussrunde kommt es ab 13:00 MEZ zum Duell zwischen Nepomniachtchi und Vachier-Lagrave, dem auch entscheidende Bedeutung für den Gesamtsieg der Grand Chess Tour zukommt. (wk, Foto: Turnierseite)
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171211 GER BL RaggerMarkus Ragger punktet am vergangenen Wochende mit der SG Solingen zweimal voll und liegt mit seinem Team ohne Punkteverlust knapp hinter Titelverteidiger OSG Baden-Baden am zweiten Platz. Am Samstag besiegt Ragger im Match gegen den Hamburger SK Niklas Huschenbeth mit Schwarz, am Sonntag folgt ein überzeugender Sieg mit Weiß gegen Benedict Krause. Solingen gewinnt gegen Hamburg mit 5,5:2,5 und gegen SK Norderstedt mit 7:1. Eine Sensation gelingt Valentin Dragnev mit Bayern München gegen den SV 1930 Hockenheim. Die Bayern holen mit 4,5:3,5 beide Punkte, Dragnev trägt mit seinem Sieg gegen Dennis Wagner entscheidend zur Sensation bei. Tags davor gab es mit einem 4:4 gegen SV 1920 Hofheim einen weiteren Punktegewinn. Dragnev verliert allerdings am Spitzenbrett gegen Andrei Volokitin. Peter Schreiner gewinnt beim 6:2 seines SF Berlin 1903 gegen SG Speyer-Schwegenheim seine Partie gegen Simon Commercon. Tags darauf hat Schreiner gegen die OSG Baden-Baden mit Alexei Shirov einen großen Gegner. Schreiner opfert ambitioniert einen Bauern, macht dann aber zu viele Damenzüge. Das geht gegen einen Taktiker wie Shirov selten gut, Schreiners König verendet auf d1, Berlin verliert 1,5:6,5. In der Tabelle liegt Berlin nach sechs Runden mit sechs Punkten im Mittelfeld. Die Bayern haben mit vier Punkten die Abstiegszone verlassen und liegen am 12. Platz. (wk, Foto: ChessBase)
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171210 2 chessclassicIn den ersten sechs Runden der Chess Classic in London gab es insgesamt nur drei entschiedenen Partien. In der gestrigen siebenten Runde verdoppelten die Stars des Schachsports diese Anzahl und brachten Bewegung in die Tabelle. Tabellenführer Fabiano Caruana verteidigt mit einem Remis gegen seinen Landsmann Wesley So die Führung, muss sie aber nun mit Ian Nepomniachtchi teilen. Der Russe zeigt gegen Vishy Anand Mut zum Risiko und opfert bereits im siebenten Zug einen Bauern. In einer schwierigen Stellung macht Anand knapp vor der Zeitkontrolle den entscheidenden Fehler. Zu Siegen kommen auch jene zwei Spieler, die im Fernduell um den Sieg in der Grand Chess Tour kämpfen. Maxime Vachier-Lagrave gewinnt in einem Najdorf Sizilianer mit Schwarz gegen Sergey Karjakin. Es ist Karjakins zweite Niederlage mit Weiß. Magnus Carlsen spielt gegen Michael Adams im ersten Zug f4 um ausgetretenen Pfaden auszuweichen, hat sich den Partieverlauf aber sicher anders vorgestellt. Englands Lokalmatador opfert nämlich im zwölften Zug eine Figur für drei Bauern und erhält eine aussichtsreiche Stellung in der Carlsen lange ums "Überleben" kämpfen muss. Am Ende entsteht ein Endspiel in dem Carlsen zwei Figuren für einen Turm und zwei Bauern hat. Hier verliert Adams den Überblick und Carlsen gewinnt erneut gegen einen seiner Lieblingsgegner. Das Score zwischen den Beiden lautet nun nach Siegen 10:1 für den Weltmeister. Zwei Runden vor Schluss ist der Kampf um den Sieg plötzlich wieder offen. Caruana und Nepomniachtchi führen mit je viereinhalb Punkten vor Carlsen und MVL mit je vier. Heute spielen ab 15:00 Uhr Carlsen gegen Nepomniachtchi, Nakamura gegen Carlsen und MVL gegen Anand. (wk, Foto: Turnierseite)
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171208 chessclassicJan Nepomniachtchi ist der Sieger der sechsten Runde der Chess Classic in London. Der Russe gewinnt mit Schwarz gegen Lokalmatador Michael Adams und sorgt für den dritten Sieg im Turnier, zwei davon wurden mit Schwarz erzielt. In Summe ist das Score bei 3:27, drei Siegen stehen 27 Remisen gegenüber. Dabei brannten gestern einige Bretter ob der Schärfe der Stellungen lichterloh. So spielte beispielsweise Levon Aronian mit Schwarz gegen Wesley So ein Opfer, gab zwei Leichtfiguren für Turm und Bauer und kämpfte am Ende mit Dame und Bauern gegen Turm, Springer und Läufer um den Sieg. Der Amerikaner schaffte aber ein Dauerschach. Ebenfalls zwei Figuren für eine Turm gab Magnus Carlsen gegen Hikaru Nakamura in einer schottischen Eröffnung, die der Amerikaner aufs Brett brachte. Nakamura hatte die Stellung aber besser eingeschätzt. Carlsen musste eine Figur gegen und stand wohl auf Verlust. Der Gewinn war aber technisch nicht leicht zu erzielen. Am Ende lässt Nakamura seinen Carlsen-Komplex aufleben und den Weltmeister ins Remis entschlüpfen. Ein Remis gab es auch zwischen Maxime Vachier-Lagrave und Fabiano Caruana in einer russischen Verteidigung. Caruana führt mit vier Punkten aus sechs Partien vor Nepomniachtchi mit dreieinhalb. Es folgen Carlsen, Aronian, Vachier-Lagrave, So und Nakamura. Sie alle haben noch keinen Gewinn oder Verlust. Je eine Niederlage haben Anand, Karjakin und Adams hinnehmen müssen. Die vierte Runde beginnt heute bereits um 15:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
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171207 chessclassicFabiano Caruana ist der Mann der Stunde in London. Der Amerikaner gewann gestern gegen Anand seine zweite Partie und führt vor dem heutigen Ruhetag mit dreieinhalb Punkten aus fünf Partien und einem ganzen Punkt Vorsprung auf sieben Spieler. Dabei begann die Partie gegen Anand für Caruana eher unerfreulich. Anand wählte die Berliner Verteidigung und erhielt eine prächtige Stellung mit Chancen zu gewinnen. Allerding trifft der Ex-Weltmeister in Folge ein paar Mal nicht den besten Zug und knapp vor der Zeitkontrolle kippt die Partie ganz. Die Konkurrenz müht sich, außer Caruana konnte aber noch keiner eine Partie gewinnen. 23 von 25 Partien endeten bisher mit einer Punkteteilung. Das sind 92% Remisquote. Vielleicht ist das sogar ein neuer Rekord? Einige Partien hätten aber auch anders ausgehen können. Gestern erwischte Vachier-Lagrave in einer Grünfeldindischen Verteidigung Levon Aronian am falschen Fuß. Im entscheidenden Moment setzt der Franzose aber nicht auf Angriff, sondern forciert mit zwei Bauern weniger eine Zugwiederholung. Knapp an einem Sieg war auch Magnus Carlsen gegen Wesley So. Der Amerikaner verteidigt sich aber zäh und erreicht am Ende doch die Punkteteilung. Die sechste Runde folgt morgen ab 17:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
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