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170725 bsfzSeit 2005 wird Schach als Sport anerkannt. Den sportlichen Charakter noch mehr in den Köpfen der Spieler und Spielerinnen zu verankern und sich bewusst nach außen hin als Sportler zu deklarieren ist uns im Österreichischen Schachbund ein wesentliches Anliegen. So nahmen wir das Angebot des Bundessportleistungszentrums Südstadt dankend an und starteten eine Serie von Projekten. Im Juni fand bereits eine Übungsleiterausbildung in der Südstadt statt, im November wird der Schachklub Ottakring die 1. Bundesliga dort veranstalten. Im Juli waren unsere Nationalkader (Jugend, Frauen und Männer) an der Reihe sich zu präsentieren. Eine Woche lang wurde schachspezifisches Training durchgeführt, gab es täglich zwei intensive Bewegungseinheiten, wurden Entspannungsübungen durchgeführt und bewusst Ziele für das Team formuliert. Neben dem Eröffnungstraining, Endspieltraining und Taktiktraining wurde gelaufen, Ball gespielt, geschwommen und geklettert. Alle Beteiligten erfüllten ein hohes Pensum von 9:00 in der Früh bis 21:00 am Abend. In der Cafeteria traf man dabei Spitzensportler wie Jürgen Melzer, in der Schwimmhalle unsere Vertreter bei den Paralympischen Spielen. Sich als Sportler zu zeigen und sich mit anderen Sportlern auszutauschen ist wichtig für die Nationalspieler und für unsere gesamte Schachbewegung. Nur so können wir darauf hoffen, auch in Zukunft entsprechende Förderungen zu erhalten, neue Trainingsmethoden zu entdecken und uns weiter zu entwickeln. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)

Alexander Goetz ist Autor des Bestsellers „Schach dem Manager“ das gerade in aktualisierter Zweitauflage erschienen ist. Goetz – Turnierschachspieler und Unternehmensberater – zeigt eine Fülle von Ähnlichkeiten zwischen Schachprozessen und Managementprozessen auf. Jeder Abtausch (Opfer, Investment) bringt eine Transformation des Spiels mit sich, ebenso wie jede Strategie/Taktik im Unternehmensalltag Veränderungen mit sich bringt. “Schwächen liquidieren” ist eine tolle Möglichkeit, viel über beide Welten zu erzählen. Das schachliche Thema der 35. Sendung ist die Strategie des erfolgreichen Damentauschs. Ausgestrahlt wird die Sendung morgen Montag, dem 24. Juli ab 20:15 Uhr auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software gratis zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden am Videoserver von ChessBase und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)
CBTV Austria Sendung 35 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria 
Archive: ChessBaseYoutubeBlog ÖSB

170630 BT Gruppenfoto 300Der Bundestag des ÖSB am 25. Juni 2017 in Graz brachte neben dem historischen Wechsel der Präsidentschaft von Kurt Jungwirth zu Christian Hursky auch Änderungen im Präsidium und Vorstand. Albert Baumberger und Gerhard Herndl sind als Vizepräsidenten ausgeschieden. Beiden wurde am Bundestag für ihre langjährigen Verdienste die Ehrenmitgliedschaft des ÖSB verliehen. Neue Vizepräsidenten sind Johannes Duftner (Tirol) und Friedrich Knapp (Kärnten). Bestätigt wurden Franz Modliba (Niederösterreich) und Johann Pöcksteiner (Wien). Ebenfalls ein gleicher Besetzung bleibt der Kontrollausschuss mit Helmut Weiss (K), Gerhard Riegler (OÖ) und Werner Winter (ST). Günter Vorreiter wird einstimmig zum Finanzreferenten gewählt. Die Vorsitzenden der Kommissionen sind Harald Schneider-Zinner (Ausbildung), Hans Stummer (Technische) und Johann Pöcksteiner (Marketing). Ein neuer Mann im Team ist Hubert Kammerhuber. Der Oberösterreicher hat die Leitung der Kommission für Jugend und Schulschach von Peter Jirovec übernommen, der aus beruflichen Gründen aufhört. Andrea Schmidbauer ist Gender-Beauftragte, die Agenden des Spitzensports obliegen dem Sportausschuss mit Hursky, Jungwirth und Kastner. Die Trainer - Baumegger, Schneider-Zinner und Shengelia - haben beratende Funktion. Der neue Präsident Christian Hursky blickt mit seinem Team optimistisch in die Zukunft, wie er in einem der "Krennwurz´n" gegebenem Interview, erschienen im Blog der Schachwelt, versichert. Das ganze Interview ist per untenstehendem Link zu lesen. Fotos vom Bundestag gibt es unter "Weiterlesen". (wk)
Interview Hursky in der Schachwelt

Weiterlesen: ÖSB - Bundestag 2017

170711 HaslingerEin Herz voller Schach-Leidenschaft hat aufgehört zu schlagen.

Thomas Haslinger aus Saalfelden starb am 9. Juli 2017 im 94. Lebensjahr im Krankenhaus Zell am See. Er engagierte sich über Jahrzehnte für "sein Schach". Er machte sich einen Namen als überregionaler Turnierveranstalter und war über lange Zeit als Seniorenreferent sowohl im Landesverband Salzburg als auch im Österreichischen Schachbund tätig.

Eine Verabschiedung findet am Mittwoch, 12. Juli 2017, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Saalfelden statt.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Thomas ruhe in Frieden! (wk, Text/Info/Foto: LV Salzburg)

FotoVita anlässlich seines 90. Geburtstags!

170626 oesb bundestag46 Jahre lang prägte Prof. Kurt Jungwirth das Schachgeschehen in Österreich. Gestern trat der 87jährige von seiner Funktion als Präsident des Österreichischen Schachbunds zurück und wird mit einer Sonderausgabe der Verbandszeitung „Schach aktiv“ geehrt. 

Seit 1971 ist Kurt Jungwirth Präsident des Österreichischen Schachbunds (ÖSB). In seine Ägide fallen einige bedeutende Ereignisse der Schachgeschichte Österreichs wie das Kandidatenfinale Kortschnoj gegen Petrosjan in Velden (1980), die Mannschafts-WM U16 in Graz (1981) oder die Ausrichtung der Computer Schach Weltmeisterschaft Chess003 in Graz, als die Stadt 2003 Kulturhauptstadt Europas war.

„Die Pflicht der Entscheidung ist einer der interessantesten Züge des Schachspiels“, meint Junwirth in einem Interview 2017. Seine Hartnäckigkeit Dinge zur Entscheidung zu bringen zeigt am deutlichsten die Aufnahme des ÖSB als ordentliches Mitglied in die Bundessportorganisation (2005) und damit die Anerkennung als Sport. Bereits 1965 hatte Jungwirth, damals noch als aktiver Spieler, in einem Schreiben an den ÖSB gefordert mittelfristig als Sport anerkannt zu werden. Dieses große Ziel hat er in seiner Präsidentschaft nie aus den Augen verloren, so lange bis es gelungen war.

Auch auf internationalem „Schach-Parkett“ spielte Prof. Kurt Jungwirth jahrzehntelang eine wichtige Rolle. Von 1978 bis 1986 war er Vizepräsident der FIDE (Fédération Internationale des Échecs), des Weltschachbundes, von 1986 bis 1998 Präsident der ECU (European Chess Union), der Europäische Schachvereinigung. Von 1990 bis 1998 war er Kontinentalpräsident der FIDE für Europa, und seit 1998 ist er Mitglied des Ehrenpräsidiums der FIDE.

Am gestrigen Sonntag, dem 25. Juni 2017, ist Prof. Kurt Jungwirth als Präsident des ÖSB zurückgetreten und übergibt seinem Nachfolger, dem Wiener Landtagsabgeordneten und vormaligem Wiener Schachpräsidenten Christian Hursky, einen bestens strukturierten und funktionierenden Verband. "Unsere erste Begegnung, 2008 in Graz, ist mir immer noch in guter Erinnerung. Sein wichtigstes Anliegen war, dass der Schachsport in Wien zu alter Stärke findet. Keine Angst vor Konkurrenz, nein, die gemeinsame Zukunft für Österreich war ihm wichtig", meint Christian Hursky im Vorwort der Sonderausgabe von Schach Aktiv, die mit einem Porträt der Journalistin Felicitas Freise und einer geschichtlichen Aufarbeitung durch den Wiener Schachhistoriker Michael Ehn ganz der Ära Kurt Jungwirth gewidmet ist. 

Download Sonderausgabe Schach Aktiv

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