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180907 ReiznieceWien.- Vor ihrer Teilnahme am inoffiziellen EU-Finanzministertreffen heute und morgen in Wien begeisterte die lettische Finanzministerin Dana Reizniece-Ozola die österreichische Schachwelt. Im Haus der Industrie hielt die 36-Jährige einen Vortrag über die Verbindung von Schach, Politik und Wirtschaft: „How life imitates chess". Im Anschluss spielte die Schach-Großmeisterin Simultanschach gegen 20 geladene Gäste. Seit sie acht Jahre alt ist, spielt Dana Reizniece-Ozola Schach und schaffte es zu höchsten Ehren am Brett: Sie ist Großmeisterin. Und selbst nach dem Start ihrer Politkarriere kann Sie ohne Schach nicht leben. 2016 nahm sie für Lettland an der Olympiade in Baku teil und schlug dort die regierende chinesische Weltmeisterin. Reizniece-Ozola in ihrem Vortrag: „Analysiere, kalkuliere, verlasse dich auf generelle Prinzipien und deine Intuition. Triff eine Entscheidung: Mache deinen Zug. Das gilt für Schach wie Politik. Ich habe gelernt, nicht mit oder gegen den Strom zu schwimmen, sondern meinen eigenen Strom zu erzeugen. Jeder lernt aus seinen Fehlern, analysiert seine verlorenen Schachpartien. Champions suchen Fehler in ihren Siegen!"

Im Anschluss spielte Reizniece-Ozola simultan - also gleichzeitig - gegen 20 Gegner aus Politik und Wirtschaft, u.a. gegen Klubobmann Johann Gudenus, Bankdirektor Herbert Ritsch. Österreichs Schachpräsident Christian Hursky und Vize-Präsident Johann Pöcksteiner zeigten sich vom Besuch und der mehrstündigen Schachperformance der Lettin begeistert: „Eine unglaublich sympathische Frau. Und extrem beeindruckend, dass sie als vierfache Mutter und lettische Finanzministerin noch immer dermaßen dem Schachsport verbunden geblieben ist!". Übrigens Dana Reizniece-Ozola gewann 16 Partien, remisierte drei und verlor eine einzige. (wk, Text: Hannes Neumayer)
Fotos, Website Industriellenvereinigung

180904 Wien WM2020Die Chancen die Schach-Weltmeisterschaft 2020 nach Österreich zu holen steigen. Zwei Tage verbrachten 'World Chess/AGON'-Präsident Ilya Merenzon und FIDE-Finanzchef Prof. Dr. Adrian Siegel in Wien: Als Favorit kristallisiert sich nach der Fact-Finding-Mission das Wiener Museumsquartier heraus. Als mögliche Austragungsorte in Wien werden Marx Halle, Haus der Industrie und eben das Museumquartier ins Auge gefasst. Letzteres überzeugte Merenzon und Marketingchefin Nadia Panteleeva mit „seinem jugendlichem Charme". Merenzon: „Ein Ort, der historisch und modern ist. Ein Platz, denn man in der ganzen Welt kennt!" Die Konkurrenz für Wien ist groß. Schach-WM-Veranstalter 'World-Chess-AGON' rechnet mit Norwegen, USA und Monaco als starke Konkurrenten. Derzeit ist Wien allerdings in der Pole Position: „Die Bewerbung Wiens ist am weitesten fortgeschritten. Der Österreichische Schachbund hat das großartig gemacht." Was für Wien spricht: Das Wien in sämtlichen Städterankings weit vorne liegt, hat sich auch in der Schachwelt herumgesprochen: Wien ist gut erreichbar, besticht mit einer erstaunlich hohen Lebensqualität, hat eine lange historische Tradition und der Österreichische Schachbund feiert 2020 sein 100-Jahr-Jubiläum, so das Fazit. „Das wäre doch eine nette Geschichte, zum Jubiläum die WM nach Wien zu bringen. Immerhin war auch der erste Schach-Weltmeister Österreicher", erinnert Prof. Dr. Adrian Siegel, Finanzchef des Weltschachverbandes FIDE an Wilhelm Steinitz (Weltmeister 1886 - 1894).

Neben der Besichtigung der möglichen Veranstaltungsorte standen auch bereits erste Termine bei der Stadt Wien und dem Bund am Programm. Natürlich erwarten die Veranstalter auch finanzielle Unterstützung: „Wien muss die Schach-WM als Investition in die Zukunft sehen. Schach ist das meistgespielte Spiel der Welt. Unsere Zuschauerzahlen gehen in die Milliarden!", so Ilya Merenzon. Positiv für Wien. Die deutschsprachigen Zuschauer bei Schachturnieren stellen bereits die zweigrößte Gruppe dar. Aufgrund der Größe Wiens und dem Interesse am Schachsport (der Wiener Verband veranstaltet mit dem Vienna Chess Open alle zwei Jahre das größte Turnier Westeuropas mit knapp 1000 Teilnehmern) rechnet 'World-Chess-AGON' auch mit weit besseren Ticketverkäufen als zum Beispiel in Dubai. Christian Hursky, Präsident des ÖSB, zog nach zwei Tagen zufrieden Bilanz: „Es ist uns sehr gut gelungen, Wien als perfekten Veranstalter zu präsentieren. Alle drei Locations wären bestens geeignet für eine Schach-WM. Für uns heißt es jetzt noch detaillierter in die Planungen zu gehen und die Sponsorensuche zu intensivieren. Unsere geplante Bewerbung nimmt jedenfalls konkrete Formen an." (wk, Text: Hannes Neumayer)

logo oesb 300pxDer ÖSB hat die Angelegenheit in der Cause Marc Morgunov an den Rechts- und Berufungsausschuss übergeben. Dies beinhaltet auch die Stellungnahmen des Bundesjugendtrainers (inkl. Co-Trainerin) als auch jene von Marc Morgunov. Der Rechts- und Berufungsausschuss wird auch die Stellungnahme bzw. Bericht des Schiedsrichters bei der ECU/FIDE anfordern. Seine Partien aus verschiedenen Turnieren 2018 werden zur FIDE zwecks Überprüfung gesandt. Marc Morgunov wird bis zu einer Entscheidung keine Partien spielen. Er hat sich damit selbst per 1.9.2018 aus dem Geschehen genommen. Er ist, in Absprache mit den Bundestrainern, auch aus den Bundeskadern (Meister von morgen, Jugend-A) vorläufig suspendiert. Im Sinne eines 13-jährigen Jugendlichen und eines fairen Verfahrens ersuchen wir Spekulationen zu vermeiden und die Ergebnisse des Verfahren des Rechts- und Berufungsausschusses abzuwarten. (wk)

180904 HofburgBundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen hat am Montag Nachmittag in der Hofburg Österreichs Schach-Team für die Olympiade in Batumi empfangen. Ab 23. September kämpfen Österreichs Damen und Herren bei der Schach-Olympiade in Georgien um Medaillen. Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen begrüßte die von Österreichs Nummer 1, Markus Ragger, angeführten Sportler persönlich in der Wiener Hofburg: „Es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Schachspielen und Politik. Im Schach ist das Ziel einfach: Den gegnerischen König matt setzen. In der Politik sind die Ziele vielschichtiger. Aber das Vorausdenken, welchen Zug will ich machen, was wird dann der andere Spieler machen, Optionen überlegen und auswählen und den Zeitdruck, unter dem die Entscheidung zu fällen ist, haben beide gemeinsam. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg für das Turnier in Georgien!" (wk, Fotos: Hofburg, Text: Hannes Neumayer)

Weiterlesen: Spanisch in der Hofburg

Leider ist es gestern im Rahmen des U14 Bewerbes bei den Europameisterschaften zu einem unliebsamen Zwischenfall gekommen.

Im Rahmen einer Kontrolle wurde in den Turniernebenräumen ein Handy gefunden, welches Marc Morgunov zugeordnet wurde. Seine Partie (Remis) wurde mit Verlust gewertet, eine Auslosung für heute ist für ihn nicht erfolgt. Nach Rücksprache mit Bundesjugendtrainer Siegi Baumegger wurde Marc von seiten des ÖSB gänzlich aus dem Turnier genommen.

Der ÖSB duldet keinen Betrug im Sport, wir werden jedenfalls nach der Rückkehr des Teams Gespräche führen, eine Untersuchung des Vorfalles machen und auch daraus allfällige disziplinäre Maßnahmen ableiten, jedoch unter dem Aspekt, dass es sich um einen 13-jährigen Jugendlichen handelt.

Christian Hursky, Präsident.

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