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171003 duecksteinMehr als hundert Freundinnen, Freunde und Weggefährten waren anlässlich des 90. Geburtstags von Dr. Andreas Dückstein im Haus des Sports erschienen. Die großartige Feier, die von "Schachimedes" Dr. Martin Stichlberger und Mag. Christian Srienz organisiert wurde, zeigt sowohl auf Wandtafeln, in der "Plauderstunde" mit dem Altmeister als auch in zwei Filmen das großartige Leben dieses einzigartigen Spielers. ÖSB Präsident, Christian Hursky, verwies in einer kurzen Laudatio auf den großartigen Sports- und Kampfgeist sowie die Vorbildwirkung. Das Haus des Sports war ein würdiger Rahmen für den Jubilar! Wir freuen uns noch auf viele schöne Partien. (wk, Text/Foto: Christian Hursky)
Bericht zum 90. Geburtstag, Andreas Dückstein (Wikipedia)

Bei heterogenen Rochaden wird das Spiel äußerst scharf. Ein gutes Timing aus Angriff und Verteidigung erfordert von beiden Seiten hohe Genauigkeit. Manchmal versucht man die gegnerische Stellung mit Figurendruck zu belagern und mit einem Opfer zu schwächen. Manchmal müssen die Bauern, wie in unseren Beispielen, die entscheidende Vorarbeit leisten. Nikola Mayrhuber hat sich 2017 mit starken Leistungen in das Frauen-Nationalteam gespielt und die 2100-Marke übersprungen. Im September vertritt sie Österreich erstmals beim Mitropacup. Ausgestrahlt wird die Sendung morgen Mittwoch, dem 27.  September ab 19:30 Uhr auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software gratis zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden am Videoserver von ChessBase und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)
CBTV Austria Sendung 36 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria
Archive: ChessBaseYoutubeBlog ÖSB

170925 ECU JungwirthAm vergangenen Samstag wurde ÖSB Ehrenpräsident Kurt Jungwirth von der Europäischen Schach Union (ECU) für seine Verdienste um die internationale Schachbewegung geehrt. Der stellvertretende ECU Präsident Ion-Serban Dobronauteanu kam mit ECU Vorstandsmitglied und ÖSB Vizepräsident Johann Pöcksteiner nach Graz, bezeichnenderweise jenem Ort an dem die ECU 1985 im Rahmen eines Kongresses des Weltschachbundes (FIDE) gegründet wurde, um die Ehrung vorzunehmen. Jungwirth war Initiator und Mitbegründer der ECU, deren erster Präsident der Schwede Rolf Littorin wurde. Jungwirth folgte ihm allerdings bereits 1986 in der Funktion des Präsidenten und hatte das Amt bis 1998 inne. Gegründet wurde die ECU mit dem Ziel Schach-Europa zu einigen und ein Gegengewicht zur FIDE zu schaffen. Der ECU obliegen vor allem die Ausrichtung der europäischen Meisterschaften. Ihr höchstes Organ ist die Generalversammlung in der jedes Mitgliedsland über Sitz und Stimme verfügt. Aktuell gehören ihr 54 Länder an, da Bulgarien 2016 ausgeschlossen wurde. (wk)
ECU, ECU-Wikipedia

170925 TdS EhrungDer Tag des Sports hat am 23. September wieder hunderttausende Sportbegeisterte in den Wiener Prater gelockt. Der ÖSB war mit einem Stand vertreten an dem Georg Fröwis und Denise Trippold rund um die Uhr simultan spielten. In der Hall of Fame wurden unsere Europameister der Team Europameisterschaft im Schnellschach 2016 geehrt. Valentin Dragnev, Martin Christian Huber und Denise Trippold konnten die Ehrung von Samo Kobenter, Sektionsleiter des Sports im Ministerium und Michael Eschlböck, er ist im BSO Vorstand, persönlich entgegen nehmen. Florian Mesaros, er kämpft gerade bei der Jugend WM in Montevideo, und Anna-Lena Schnegg waren leider verhindert. Alle fünf bekamen eine Eintragung in der "Wall of Fame" der Ehrentafel für die erfolgreichsten Sportler/innen des Landes. „Im Zentrum der Veranstaltung steht die Begeisterung für den Sport, für das Miteinander, für Bewegung und Begegnung“, sagt Sportminister Hans Peter Doskozil, der die Zeltstadt vor dem Ernst-Happel-Stadion und Bewegungsstationen wie den Heeressport-Hindernis-Parcours besuchte. „Genau deshalb organisiert das Sportministerium gemeinsam mit der Bundes-Sportorganisation den Tag des Sports. Wir geben unseren 122 Sportverbänden eine Bühne auf der sie sich optimal präsentieren können.“ (wk)
Tag des Sports

170802 DuecksteinÖsterreichs Rekordinternationaler, der internationale Meister Dr. Andreas Dückstein, feiert am 2. August in beneidenswerter Frische seinen 90. Geburtstag. Dückstein spielte neun Schacholympiaden und über 100 Länderkämpfe für Österreich und war dreimal österreichischer Staatsmeister (1954, 1956, 1977). Er kreuzte mit Generationen von Spitzenspielern (70 Jahrzehnte lang!) die Klingen, darunter sieben Weltmeister, von denen er drei besiegen konnte (Botwinnik, Euwe, Spasski). Berühmt sein Sieg gegen den regierenden Champion Botwinnik bei der Schacholympiade München 1958. Es war die einzige Niederlage Botwinniks und die einzige des riesenstarken Sowjet-Teams (mit Tal und Petrosjan als Ersatz) überhaupt. Hier hatte Dückstein auch den Großmeistertitel bereits fix in der Tasche, hätte aber dazu bei den Finalpartien (Österreich qualifizierte sich fürs A-Finale) pausieren müssen. Der stets bescheidene Dückstein: „So etwas kommt ja gar nicht in Frage.“ Einen großen Bekanntheitsgrad erreichte Dückstein, als er 1972 den legendären WM-Kampf Fischer-Spasski im österreichischen Fernsehen mit Live-Einstiegen kommentierte.

Dückstein wurde 1927 in Budapest geboren und absolvierte dort eine Ausbildung zum Sportlehrer. In der Nachkriegszeit flüchtete er unter abenteuerlichen Wirrnissen nach Wien und konnte sich hier mit Schach und einem abgeschlossenen Jusstudium eine Existenz aufbauen. Dückstein ist verheiratet und hat einen Sohn. Zur Gegenwart: Der sein Leben lang sportliche Dückstein ist dermaßen fit, dass er noch immer am Schachbrett anzutreffen ist. In der Saison 2016/17 spielte er für den SV BG 16 gelegentlich in der Wiener Landesliga und konnte dem regierenden Staatmeister IM Georg Fröwis, gut 60 Jahre jünger, mit Schwarz ein Plusremis abringen. Und vor wenigen Tagen gab er beim Schachimedes-Jugendferiencamp eine Simultanvorstellung gegen 20 Jugendliche; größte Altersdifferenz: 80 Jahre! Sieht man dabei in seine leuchtenden Augen, glaubt man, einen Sechzigjährigen vor sich zu haben: Der Jubilar macht sich mit Schach wohl das größte Geburtstagsgeschenk selbst! (wk, Text/Foto: Martin Stichlberger)

Links: Interview Dückstein bei den Vorarlberger Schachtagen (2016), Interview im Kurier (2013), Schachimedes (2002), Wikipedia

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